Milliardenkosten für Noteingriffe ins Stromnetz

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Stromnetz (Bild: shutterstock.com)

Weil das Stromnetz nach der kopflosen Energiewende unter Führung von Angela Merkel mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien hinten und vorne nicht mithalten kann, müssen die Netzbetreiber stabilisierend eingreifen. Die horrenden Kosten hierfür zahlt der Stromkunde.  

Der Stromnetzbetreiber Tennet hat im Jahr 2017 fast eine Milliarde Euro für Noteingriffe zur Stabilisierung des Netzes ausgeben müssen. Das teilte das Unternehmen in einer vorläufigen Bilanz laut einem Bericht der öffentlich-rechtlichen Tageschau mit.

Hohe Kosten und eine zunehmend instabile Versorgung die harte Wirklichkeit

Noteingriffe werden dann nötig, wenn Stromleitungen fehlen, um vor allem Windstrom von Norden nach Süden zu transportieren. In stürmischen Jahreszeiten wie Herbst und Winter müssen im Norden dann immer wieder Gas- und Kohlekraftwerke heruntergefahren oder Windparks gegen Kostenerstattung abgeschaltet werden. Ansonsten würde mehr Strom produziert werden als die Netze aufnehmen können. Damit im Süden aber dennoch genug Strom vorhanden ist, müssen dort zugleich konventionelle Reservekraftwerke hochgefahren werden. Oft komme die Netzreserve auch aus Österreich. Und auch dafür müssen die Netzbetreiber Entschädigung zahlen.

„Das Netz ist wegen des starken Zubaus der Erneuerbaren Energien weiter extrem belastet. Wir brauchen zwingend ein Energiewende-Netz, also die vom Gesetzgeber bereits beschlossenen Netzausbauprojekte“, forderte ein Geschäftsführungsmitglied von Tennet. Bis dahin seien Netzengpässe, hohe Kosten für die Verbraucher und eine zunehmend instabile Versorgung die harte Wirklichkeit. Die Tennet Holding B.V., vollständig im Besitz des niederländischen Finanzministeriums, betreibt mit seinem Tochterunternehmen Tennet TSO GmbH  in Deutschland ein Höchstspannungsnetz mit einer Gesamtlänge von rund 10.700 Kilometern.

Kosten könnten auf vier Milliarden Euro bundesweit im Jahr anwachsen

2015 lagen die Kosten für die Noteingriffe bei 710 Millionen Euro, im windschwachen Jahr 2016 bei nur bei 660 Millionen Euro. Nach der Abschaltung der letzten Atomkraftwerke 2022 könnten die Eingriffskosten laut Bundesnetzagentur auf bis zu vier Milliarden Euro bundesweit im Jahr anwachsen.

Die immensen Kosten werden über die sogenannten Netzentgelte auf den Strompreis umgelegt und landen am Ende dann beim Verbraucher, der auch für dieses Regierungsversagen zur Kasse gebeten wird. (SB)

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