Global Warming extrem: Haien frieren die Kiemen zu

Friert auch im Winter, wenn es (unter Wasser) schneit: Der Fuchshai (Foto: Von Petter Lindgren - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24482178)
Friert auch im Winter, wenn es (unter Wasser) schneit: Der Fuchshai (Foto: Von Petter Lindgren - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24482178)

Die Kältewelle hat Nordamerika im Griff. In Kanada war es 1993 das letzte Mal so kalt. WAAAHNSINN. Nicht spektakulär genug? Im Focus muss der Hai ran

Das Wissenschaftsmagazin Focus berichtet über die Kältewelle in den USA unter der reißerischen Schlagzeile: „An der US-Ostküste ist es so kalt, dass sogar die Haie erfrieren“.

Im Text erklärt man mit leichtem Klimawandel-Grusel:

„Entlang der nordöstlichen Atlantikküste der USA war die Kälte sogar für den Tod mehrerer Haie verantwortlich. Auf der bei Urlaubern beliebten Halbinsel Cape Cod südöstlich von Boston waren insgesamt drei (IN WORTEN: DREI) tote Fuchshaie am Strand angeschwemmt worden. „Wenn es kalte Luft gibt, frieren ihre Kiemen sehr schnell ein“, sagte Marinebiologe Greg Skomal von der Fischereibehörde des Bundesstaates Massachusetts zur „New York Times“. „Diese Kiemenfäden sind sehr empfindlich und es würde nicht lang dauern, bis der Hai stirbt.““

So dämlich kann man doch nicht sein, oder?

Jeder 15-jährige Schüler weiß:

Wasser in Bewegung kann nicht kälter als 0 Grad werden, sonst wird es zu Eis. Wasser hat bei +4 Grad hat Wasser die höchste Dichte, das ist auch die Wassertemperatur unter dem Eis. Kälter wird es da nicht. Wäre es nicht so, würden die Seen und Meere bis zum Grund gefrieren.

In diesem Wasser ist nun der Hai unterwegs und friert? Ihm frieren die Kiemen zu?

Dazu müsste der Hai Luft einatmen. Sicher kann der Focus-Redakteur erklären, wie genau das funktioniert, wenn ein Fisch kalte Luft einatmet. Denn: Haie haben gar keine Lungen. Die Kiemen lassen Fische Sauerstoff aus dem Wasser zu ziehen. So atmen die. Dazu taucht der Hai nicht auf, wie Wal oder Delfin, die als Säugetiere eben Luft zum Atmen brauchen.

Ein Hai atmet also unter Wasser. Da können einem die Kiemen nicht zufrieren.

Dazu braucht man keinen Experten. Eigentlich hätte es aber gereicht, wenn man nur den Originaltext in der „New York Times“ sorgfältig gelesen hätte, wo man erfährt, die Haie sind angespült worden.

„…pushed up onto the beach, where the cold may have hastened their death.“

Sie wären natürlich an Land eh gestorben, die „Vereisung“ habe es möglicherweise beschleunigt.

Hallo Focus: Habt ihr eigentlich so was wie einen Textchef oder eine Schlussredaktion?

Das ist peinlich.

Denn entweder ist die Geschichte nicht einmal richtig abgeschrieben, oder man hat, weil es die ganze Geschichte kaputt gemacht hätte, einfach mal das Wesentliche unter den Tisch fallen lassen?

Das Paradoxe an dem „Klimawandel“ ist ja, dass auch „regionale“ Kältewellen als Beweis für eine globale Erwärmung herangezogen werden. Und eben auch der angespülte Haie.

 

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