Behörde stoppt Schnipsel-Rekonstruktion der Stasi-Akten

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Stasi-Museum (Bild: shutterstock.com)

Mehr als 28 Jahre nach dem Ende des sozialistischen DDR Unrechtsregierung liegen noch immer Millionen Schnipsel zerrissener Stasi-Akten ungenutzt in mehr als 15.000 Säcke Säcken.

An diesem Zustand wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern, da die Rekonstruktion der Akten am Computer nicht weiter voran komme, so der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, gegenüber der dpa.

Das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik habe eine leistungsfähige Software entwickelt, doch es gebe keine entsprechenden Scanner. Vor zehn Jahren wurde das Vorhaben gestartet, um computergestützt Papiere virtuell zusammen zu setzten. Kostenpunkt: Etwa sieben Millionen Euro wurden investiert.

Erschlossen wurde der Inhalt von 23 Säcken, was 91.000 Seiten gleichkommt, so die dpa weiter. Das Projekt sei nun vorerst gestoppt. Auch das Zusammenfügen von Stasi-Papieren per Hand im bayerischen Zirndorf wurde Ende 2015 beendet. (SB)

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