Altersfeststellung bei „Flüchtlingen“? Das sagt ein Arzt

Foto: Durch Jazzmany/Shutterstock
Garantiert nicht älter als 15 Jahre (Foto: Durch Jazzmany/Shutterstock)

Wenn man die Diskussion rund um die „bärtigen Migranten-Kids von Buntland“ betrachtet, muss man den Eindruck haben: Niemand will wirklich wissen, wie alt die sind. Außer den Bürgern

Von Hans Altmann

Während der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, ärztliche Untersuchungen zur Altersfeststellung von Asylbewerbern kritisiert, habe ich einfach mal einen Arzt gefragt, wie er das sieht. Das der anonym bleiben möchte, ist „in diesen Zeiten“ mehr als verständlich.

Zur Altersfeststellung schrieb er mir:

„Es gibt diesen Widerspruch zwischen einer auf die Behandlung von Krankheiten ausgerichteten Medizin und einer forensischen Medizin, die im Auftrag von Gerichten und Behörden Gutachten erstellt, auch in anderen Bereichen (Strafrecht, Zivilrecht usw.).

Ich denke, es braucht eine gesetzliche Regelung, wie in diesen Bereichen, die klar regelt, wann, zum Beispiel vormundschaftsgerichtlichem Beschluss, da unbegleitete Flüchtlinge alle unter Vormundschaft stehen, solche Untersuchungen gefordert werden können. Dann wäre es klar. So fehlt mit Einschränkungen die rechtliche Grundlage für die “Zwangsmaßnahme”.

Da man auch in anderen Bereichen, zum Beispiel in der Jugendhilfe/Sozialhilfe eine Leistungsberechtigung als Leistungsvoraussetzung nachweisen muss, wäre eigentlich auch nicht schwierig, diese Frage über das Sozialgesetzbuch zu regeln. Ungerecht wäre es nicht, da auch Bundesbürger nach diesen Richtlinien beurteilt werden. Eine “Andersbehandlung” von Migranten ist da unlogisch und ungerecht. Ob man als Arzt solche Gutachten machen will oder nicht, sollte eine freiwillige Entscheidung sein.

Ich denke, als Arzt muss ich mich ohnehin neutral verhalten, bin zur Behandlung der Patienten verpflichtet, egal woher sie kommen und was sie glauben und für richtig halten. Aber das bedeutet nicht, dass ich Leistungserschleichung unterstützen sollte, in dem ich mich grundsätzlich gegen so eine Diagnostik wende.“ (Hervorhebungen von mir)

Wir diskutierten auf Grundlage dieses langen und kenntnisreichen Textes: „Medizin-Ethik in Zeiten der Willkommens-Ideologie“ von Wolfgang Meins auf Achse des Guten.

Wenn ich Alles zu dem Thema zusammenfasse:

Man könnte schon, man will nur nicht.

Dazu passt hervorragend folgender Tweet des Staatssenders SWR, der die Logik des „Systems“ einfach und klar dokumentiert:

Wandere aus, solange es noch geht!
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