Merkels Gelaber für 2018: Nicht mehr von dieser Welt?

Foto: Collage
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Die Neujahrsansprache der Kanzlerin. Kritisch kommentiert.

von Max Erdinger

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich grüße Sie herzlich.

Liebe Kanzlerin, das ist mir so wurscht, wie Ihnen jede Herzlichkeit fremd ist.

Ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen auch an diesem Silvestertag einige Gedanken zu sagen, die mich an der Schwelle zum neuen Jahr bewegen.

„Gedanken“ ist das Substantiv zum Verb „denken“. Weiß der Geier, worüber Sie sich freuen.

Aus zahlreichen Gesprächen und Begegnungen in diesem Jahr weiß ich, dass sich viele von Ihnen Sorgen über den Zusammenhalt in Deutschland machen.

Logisch. Wer würde sich in einem Gespräch mit Ihnen auch dahingehend äußern, daß er Sie einfach zum Teufel wünscht.

Schon lange gab es darüber nicht mehr so unterschiedliche Meinungen.

Sie müssen es wissen. Schließlich lesen Ihre Zensurbüttel in den sozialen Netzwerken erst einmal, was sie später dann löschen.

Manche sprechen gar von einem Riss, der durch unsere Gesellschaft geht.“

Jetzt übertreiben Sie aber. Durchschnittlich zehn Messerattacken in der Öffentlichkeit täglich, Mord und Vergewaltigung bald jeden Tag, Terrorangst, die Merkel-Poller zum Schutz von Weihnachtsmärkten, die Milliardenkosten, die Ihre Einwanderer verursachen, die zahlreichen Gesetzesbrüche in Ihrer persönlichen Verantwortung, die Islamisierung unseres Landes – und das alles bei einer Steuerquote von weit jenseits der 50 Prozent: Angesichts solcher Kleinigkeiten gleich von einem Riß zu sprechen, der durch die Gesellschaft geht, ist einfach übertrieben. Im Grunde ist es unerklärlich, warum es eine Partei wie die AfD überhaupt gibt. Aus zahlreichen Begegnungen und Gesprächen weiß ich, daß viele sich nicht um einen Riß in der Gesellschaft sorgen, sondern um die Gesellschaft insgesamt und den Sprung in Ihrer Schüssel.

Die einen sagen: Deutschland ist ein wunderbares Land, in dem die Werte unseres Grundgesetzes gelebt werden. Ein Land, das stark und wirtschaftlich erfolgreich ist. In dem noch nie so viele Menschen Arbeit hatten wie heute. Ein Land mit einer weltoffenen und vielfältigen Gesellschaft, mit einem starken Zusammenhalt, in dem sich tagtäglich Millionen Menschen ehrenamtlich für andere engagieren, zum Beispiel im Sport, für Kranke und Schwache oder auch in der Flüchtlingshilfe. Die anderen sagen: Es gibt zu viele Menschen, die an diesem Erfolg nicht teilhaben.

Sie sollten sich weniger „Gedanken“ um das machen, was die einen oder die anderen sagen, sondern darum, was Sie angerichtet haben. Länder sind auch per se nicht erfolgreich oder erfolglos, sondern die ansonsten so gern bemühten „die Menschen“ sind erfolgreich oder nicht. Fakt ist: Wer in Deutschland erfolgreich wirtschaftet, hat oft nichts mehr davon. Davon, daß es „dem Land“ wirtschaftlich gut geht, merken immer mehr Deutsche nicht das Geringste. Selbst wenn das anders wäre, hätte es noch immer keine Priorität, weil sie gleichzeitig merken würden, daß das alles in einem Land passiert, in dem sich die staatliche Ordnung auflöst, die Kriminalität explodiert, die innere Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist und sowohl Medien als auch Politik in einem nie gekannten Umfang mit zweierlei Maß messen. Noch nie wurden Deutsche systematisch und mit einer derartigen Dreistigkeit angelogen. Die Wochenschauen der letzten beiden Kriegsjahre sind dagegen nachrichtliche Oasen der Wahrheit gewesen.

… Die nicht mit dem Tempo unserer Zeit mitkommen.

Wobei Sie selbst die langsamste aller Schnecken sind. Wäre es anders, wären Sie längst zurückgetreten und wir hätten eine Regierung anstatt einer Ansammlung von Wahlverlierern, die sich an die Hoffnung auf Pöstchen klammert wie der Schiffbrüchige an die Bordplanke.

Die sehen, dass es ihre Kinder in die Großstädte zieht und sie allein bleiben, in Gebieten, in denen vom Einkauf bis zum Arztbesuch der Alltag immer schwieriger wird.

Nicht „schwieriger“. „Gefährlicher“ wäre das Wort gewesen. Man kann ja heutzutage nicht mehr wissen, ob es nicht genau das Wartezimmer des Arztes oder der Supermarkt ist, wo man ein Messer zwischen die Rippen gesteckt bekommt.

Die sich sorgen, dass es zu viel Kriminalität und Gewalt gibt.

– und die ganz genau wissen, wem sie das zu verdanken haben, hätten Sie anfügen müssen.

Die sich fragen, wie wir die Zuwanderung in unser Land ordnen und steuern können.

Nicht zu vergessen diejenigen, die erstens nicht von Zuwanderung, sondern zutreffenderweise von illegaler Einwanderung reden und die gar nicht daran denken, hier irgendetwas zu ordnen oder zu steuern, sondern deren Ziel es ist, das Ganze zu beenden und wieder umzudrehen.

Beides sind Realitäten in unserem Land: der Erfolg und die Zuversicht, aber auch die Ängste und die Zweifel. Für mich ist beides Ansporn. Denn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, haben uns Politikern den Auftrag gegeben, uns um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern und dabei die Bedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger im Auge zu haben.

Falsch. Niemand hat Ihnen den Auftrag gegeben, sich um die Herausforderungen der Zukunft zu kümmern, sondern Sie haben den Auftrag, dem deutschen Volk zu dienen, seinen Nutzen zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden. Das ist es auch, was Sie in Ihrem Amtseid geschworen haben. Niemand hat Ihnen außerdem den Auftrag gegeben, ständig die Existenz von Problemen zu leugnen, indem Sie nur noch von „Herausforderungen“ daherreden. Sie selbst zum Beispiel sind keine „Herausforderung“, sondern eine einzige Anfechtung – und als solche sind Sie in Ihrer Position das Kardinalproblem der Deutschen. Das Problem der Deutschen ist, Sie wegen der Vielzahl an Problemen, die Sie uns eingebrockt haben, vor den Kadi und anschließend hinter Gitter zu bringen – und mit Ihnen eine erkleckliche Zahl derjenigen „Volksvertreter“, die in Wahrheit „Volkszertreter“ sind.

Diesem Auftrag fühle ich mich verpflichtet …

Gerade eben sage ich noch, daß Sie diesen Auftrag gar nicht haben.

“  … – auch und gerade bei der Arbeit daran, für Deutschland im neuen Jahr zügig eine stabile Regierung zu bilden.

Nein. Den Auftrag hatten Sie allenfalls letztes Jahr – und bereits letztes Jahr war es, wie es auch 2018 sein wird: Nämlich unmöglich, eine stabile Regierung zu bilden, so lange Sie selbst unbedingt weiter mitmischen wollen. Sie selbst sind der Mühlstein am Hals von allem und jedem.

Denn die Welt wartet nicht auf uns.

Das ist richtig. Die Welt lacht nur noch über uns – günstigstenfalls. Weite Teile der weiten Welt schütteln allerdings nur noch verständnislos den Kopf angesichts der Tatsache, daß wir Deutsche derartig durchgeknallt sind, uns eine solche Kanzlerin bieten zu lassen.

Wir müssen jetzt die Voraussetzungen dafür schaffen, dass es Deutschland auch in 10, 15 Jahren gut geht.

Wie kommen Sie denn auf das schmale Brett mit dem Füllsel „auch“? Wenn es uns in 10, 15 Jahren gut gehen sollte, dann nicht „auch“, sondern „wieder“. Mit Ihnen ist das allerdings nicht vorstellbar. Meinereiner sieht Sie in 10, 15 Jahren hinter Gittern in einem Glaskasten, wo Sie von Schulklassen besichtigt werden, die lernen sollen, was Hochverrat ist und wie er geahndet wird.

Und wirklich gut geht es Deutschland, wenn der Erfolg allen Menschen dient und unser Leben verbessert und bereichert.

Welchen „allen Menschen“? Und was soll ein „verbessertes Leben“ sein? Vergleichen Sie doch einfach mal eine vierköpfige Facharbeiterfamilie des Jahres 1970 mit einer des Jahres 2017 – und versuchen Sie dann noch einmal, mir zu erzählen, daß in den letzten Jahrzehnten irgendjemand so „bereichert“ worden sei, daß er sein Glück kaum noch fassen kann. Was Ihr persönliches Glück angeht, wird es höchstens noch darin bestehen, als daß „Merkel“ zu einem allgemein gebräuchlichen Synonym für „kompletter Realitätsverlust“ wird.

Dabei kann der Leitgedanke der Sozialen Marktwirtschaft, dass wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Zusammenhalt zwei Seiten einer Medaille sind, auch in der Zeit des digitalen Fortschritts unser Kompass sein.

Völlig falscher Leitgedanke! In einer Gesellschaft, in der jeder nur noch Rechte gegen jeden anderen hat, gibt es keinen sozialen Zusammenhalt mehr, sondern höchstens noch die sozialistisch erzwungene Ausbeutung eines jeden durch jeden anderen.

Das bedeutet zum einen: – bestehende Arbeitsplätze zu sichern wie auch ganz neue Jobs für die Zukunft zu schaffen, – die Unternehmen noch mehr bei Forschung und Entwicklung in innovative Technologien zu unterstützen, – den Staat zum digitalen Vorreiter zu machen, – und vor allem uns und unsere Kinder mit bester Bildung und Weiterbildung auf den digitalen Fortschritt vorzubereiten.

Quatsch mit Soße. Um die Arbeitsplätze kümmert sich eine freie Wirtschaft, die nicht mit Aufgaben überfrachtet wird, die nicht ihre Aufgaben sind. Das wäre eine freie Wirtschaft, die nicht gezwungen ist, bei ihren Entscheidungen die ideologischen Hirnfürze politischer Wirtschaftsignoranten zu berücksichtigen. Ohne die Ignoranten in der Politik hätte sich ein Konzern wie BMW nie die sinnlose und teure Produktion eines i3 antun müssen – und VW hätte keinen „Abgasskandal“. Der Staat schafft außerdem keine produktiven Arbeitsplätze, sondern allenfalls steuerfinanzierte. Kinder auf den „digitalen Fortschritt“ vorzubereiten, ist so dämlich, daß Sie die Gänse beißen mögen. Der „digitale Fortschritt“ passiert laufend und er wartet nicht, bis Kinder „auf den Fortschritt vorbereitet“ sind. Außerdem erledigen das die Kinder von ganz alleine. Was Sie aber unter dem Staat als einem „digitalen Vorreiter“ verstehen, erleben wir gerade: Sie wollen die inzwischen hauptsächlich digital funktionierende Meinungsbildung des Volkes unter die Kontrolle des Staates zwingen. Das wiederum ist kein Fortschritt, sondern ein fulminanter Rückschritt, der eben genau deswegen erfolgt, weil Sie überhaupt nicht daran denken, das Volk in irgendeiner anderen Weise zu berücksichtigen, als daß es Menschenmaterial zur ideologischen Umerziehung zu sein hätte.

Und das heißt zum anderen: – die Familien in den Mittelpunkt zu stellen, sie finanziell zu entlasten, damit sie Familienleben und Beruf noch besser vereinbaren können, – eine gute und würdevolle Pflege zu ermöglichen, indem wir die Pflegeberufe stärken und die Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, noch besser unterstützen, – und – nicht zuletzt – für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Regionen unseres Landes zu sorgen – ganz gleich ob in der Stadt oder auf dem Land.

Allein für Ihr notorisches „noch besser“ sollte man Ihnen ein Glas Bier ins Gesicht schütten. Nicht wenige Pflegebedürftige sind im Alter gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen, um sich dort pflegen zu lassen, wo sie sich das noch leisten können – in Rumänien oder in Bulgarien zum Beispiel. Die Hälfte aller Familien trennt sich per Scheidung und 75 Prozent aller Scheidungsanträge werden von Frauen und Müttern eingereicht, denen der Wahn eingeredet worden ist, jede Abhängigkeit von Sozialleistungen sei besser als die Abhängigkeit vom „Patriarchen“, zumal es den Opferstatus  der „heiligen Alleinerziehenden“ zu gewinnen gibt. Sie haben doch jeden Realitätsbezug verloren.

Und wir werden noch mehr in einen starken Staat investieren müssen, der die Regeln unseres Zusammenlebens verteidigt und für Ihre Sicherheit – für unser aller Sicherheit – sorgt.

Für ausgerechnet diese Aussage sollte man, nach dem in Ihr Gesicht geschütteten Bier, auch noch ein Güllefaß über Ihrem Kopf ausleeren. Ein starker Staat unter Ihrer Führung ist ein einziger Albtraum! Vor Merkel hatten wir einen sicheren Staat! Wir hatten Redefreiheit! Wir konnten ohne Angst überall hingehen. Die einzige sinnvolle Investition in einen sicheren Staat besteht darin, Geld dafür auszugeben, das ubiquitäre Gesinnungsethikertum, seine Traumtänzereien und sein unsubstantiiertes Geseiere à la Merkel ein- für allemal loszuwerden und es durch den Realismus von Verantwortungsethikern zu ersetzen.

Ich danke deshalb an dieser Stelle ganz besonders den Polizistinnen und Polizisten, die auch heute Abend für uns da sind und zum Beispiel die vielen Silvesterfeiern im Land schützen, wie auch den Soldatinnen und Soldaten, die hierzulande oder in den Auslandseinsätzen ihren Dienst für unser Land tun.

Warum müssen heutzutage Silvesterfeiern überhaupt geschützt werden? Und was hätte das mit Ihnen ganz persönlich zu tun? Wollen Sie nicht lieber erst einmal darüber nachdenken, ehe Sie sich dazu versteigen, denjenigen zu danken, die Silvester mit ihren Familien selbst nicht feiern können, weil sie wegen Ihrer abgehobenen Unfähigkeit, Ihrer verantwortungslosen Finderei & Meinerei Dienst schieben müssen?

Die Zukunft Deutschlands ist bei all dem untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden.

Niemand ist heutzutage noch blöde genug, um nicht zu wissen, daß Sie „EU“ meinen, wenn Sie „Europa“ sagen. Deutschland ist sowieso mit Europa verbunden – in guten wie in schlechten Zeiten -, ganz einfach deswegen, weil es unabänderlich mitten in Europa liegt.

27 Staaten in Europa müssen stärker denn je dazu bewogen werden, als eine Gemeinschaft zusammenzuhalten. Das wird die entscheidende Frage der nächsten Jahre sein. Es wird darum gehen, ob wir Europäer in der globalen und digitalen Welt unsere Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach außen vertreten, ob wir so auch für ein wirtschaftlich erfolgreiches und gerechtes Europa arbeiten und konsequent für den Schutz unserer Außengrenzen wie auch die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger eintreten.

Das ist einfach nur noch abgehobener Bullshit, Frau Merkel. Sie sind nicht Kanzlerin von „Europa“, sondern deutsche Kanzlerin (leider!). Sie haben dafür zu sorgen, daß dieses Volk, dem Sie sich verpflichtet haben, innerhalb Europas selbstbestimmt leben kann. Um die EU kümmern sich die Nieten in Brüssel und Straßburg.

Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam dafür arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa für die Zukunft fit zu machen.

Das ist einfach nur saudummes Geschwätz, Frau Merkel. Die Zukunft fängt in dieser Sekunde an. Fit für die Zukunft ist man jetzt, – oder eben nicht.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Ringen um richtige Antworten gehört zu einer lebendigen Demokratie.

Zu uns gehört es also nicht mehr. Sie sind nämlich die Totengräberin der Demokratie.

Wir sind – im besten Sinne – eine vielstimmige Gesellschaft. Zugleich einen uns die Werte unseres Grundgesetzes …

Wenn die Werte des Grundgesetzes augenblicklich noch irgendeinen Wert hätten, dann wären Sie nicht Kanzlerin, sondern Insassin eines Frauengefängnisses.

… also die Achtung vor der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen und seiner Freiheitsrechte.

Das erzählen Sie am besten den Hinterbliebenen derjenigen Opfer, auf deren Würde und deren Freiheitsrechte Sie mit Ihrer verantwortungslosen Massenimmigration und dem Import von Islamismus und Terror im wahrsten Sinne des Wortes politisch geschissen haben. Und was die Freiheitsrechte angeht: Der Zensurminister Maas ist noch immer Mitglied Ihres geschäftsführenden Kabinetts.

Dass wir uns wieder stärker bewusst werden, was uns im Innersten zusammenhält, dass wir wieder deutlicher das Gemeinsame in den Vordergrund stellen, dass wir uns bemühen, wieder mehr Achtung vor dem anderen zu haben, und zwar Achtung im umfassenden Sinne – aufmerksam sein, wirklich zuhören, Verständnis aufbringen -, das sind meine Wünsche für das neue Jahr. Und Ihnen und Ihren Familien wünsche ich Gesundheit, Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für das neue Jahr 2018.

Als der liebe Gott das Wünschen und das Wunschdenken erfunden hatte, zeugte der alte Kasner eine Tochter und zog von Hamburg um in die DDR. Dort wuchs sein Töchterchen auf, entwickelte sich zu einer moralisierenden Utopistin, zu einer realitätsfernen Gefahr für die Allgemeinheit und ging zu allem Überfluß – und zum Jahreswechsel 2017/2018 – den Gepeinigten ihrer abgehobenen Ignoranz auch noch mit ihrer realitätsverweigernden Arroganz auf die Nerven. Ihnen, Frau Merkel,  wünsche ich für die Zukunft den Horror des Despoten, der sich vor demjenigen Volk zu verantworten hat, das er zuvor nach allen Regeln seiner eigenen Abgehobenheit an den Abgrund geführt hat.

Übrigens, Frau Merkel: Ich gebe Ihnen Brief und Siegel darauf, daß ein Angelus Merkel als männlicher Kanzler diese Neujahrsansprache gar nicht mehr gehalten hätte, weil er längst aus dem Amt entfernt worden wäre. Und zwar von seinen eigenen Parteifreunden. Der Urgrund Ihrer andauernden Existenz in diesem Amt ist Ihr Geschlecht. Das wäre auch einmal Gegenstand einer interessanten Untersuchung: Wieviele der absolut Unfähigen innerhalb der politischen Klasse marodieren eigentlich nur deswegen unbehelligt weiter, weil sie Frauen sind? Und was hätte das mit der Beißhemmung zu tun, die westliche Männer den armen, benachteiligten Frauen gegenüber an den Tag legen? Ernsthaft: Wer, außer den Frauen in der Politik, hätte, verglichen mit früher, etwas davon, daß Frauen öffentliche Ämter bekleiden? – Mir fällt niemand ein.

Aber zu Ihrer Beruhigung: So eine Debatte wird in diesem Land auch nicht mehr geführt werden, denn es gilt: Jede Gesellschaft führt die Debatten, zu denen sie noch fähig ist. Zu denken, daß Frauen sich nicht generell für alles so gut eignen wie Männer – und umgekehrt – , ist bereits unmöglich geworden. Die „aufgeklärte Gesellschaft“ der heutigen Deutschen kennt stattdessen wieder die Ketzerei und den Ketzer. Und daran haben ebenfalls Sie selbst maßgeblichen Anteil.

Wandere aus, solange es noch geht!
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