Israel: Formelle Ankündigung zum Austritt aus UNESCO

(Bild: Pupitre à l'UNESCO; Copyleft; CC BY 3.0; siehe Link)
Unesco (Bild: Pupitre à l'UNESCO; Copyleft; CC BY 3.0; siehe Link)

Israel hat der UNESCO am Freitag formell seinen Austritt aus der UNO-Kulturorganisation angekündigt. UNESCO-Chefin Audrey Azoulay teilte in Paris in einer Erklärung mit, sie sei offiziell über den israelischen Austritt zum 31. Dezember 2018 informiert worden. 

Seit geraumer Zeit wurde immer deutlicher, dass die UNESCO keine Kultur- und Bildungsorganisation mehr ist, sondern – wie es Gerd Buurmann auf seinem Blog nannte  – „eine Speerspitze israelfeindlicher Nationen“.

Beispiele, die Buurmanns Aussage untermauern, gibt es zuhauf. Im Februar 2014 verschob die UNESCO eine Ausstellung mit dem Titel „Menschen, Buch, Land: Die 3.500-jährige Beziehung des jüdischen Volkes zum Heiligen Land“, weil 22 arabische Gruppen davor gewarnt hatten, dass die Veranstaltung den laufenden Friedensbemühungen schade. Die Ausstellung sollte dann im Juni in Paris präsentiert werden. Eine zeitgleiche palästinensische Ausstellung in New York wurde indes nicht als „Einmischung“ in die Friedensverhandlungen empfunden.

Ende 2016 nahm die UNESCO eine von arabischen Staaten eingebrachte Resolution mehrheitlich an, die eine Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Tempelberg mit der Klagemauer leugnet. Der Tempelberg wurde darin lediglich als heilige Stätte der Muslime erwähnt. Einer entsprechenden Resolution stimmten 24 Nationen zu, 6 stimmten dagegen und 24 enthielten sich. Deutschland stimmte dagegen. Nicht nur Israels Regierung zeigte sich einmal mehr empört. „Die Unesco hat einst als eine moralische Instanz begonnen, sie ist aber zu einer moralischen Farce verkommen“, so Benjamin Netanjahus Fazit in einer beachtlichen Rede zu der schändlichen Resolution.

Israel und die USA hatten im Oktober ihren Austritt aus der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur angekündigt (jouwatch berichtete). Die US-Regierung hatte ihren Austritt damit begründet, dass die UNESCO in zunehmendem Maße antiisraelische Positionen vertrete. Dem schloss sich Israel an. Die US-Zahlungen an die Organisation sind bereits seit 2011 eingefroren. (SB)

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