Rassismus-Pranger: Kalter Kaffee in Hannover

Rassismus wohin man schaut. Am besten man bildet keine Schwarzen mehr ab. Oh Mist. Das ist dann ja wieder diskriminierend

Von Volker Kleinophorst

Seit unsere Gesellschaft so tolerant und antirassistisch geworden ist, nimmt da Rassismus zu wie verrückt oder ist es nur die Zahl der Verrückten, die überall Rassismus wittern? Irgendeiner fühlt sich immer als Opfer und beschwert sich. Denn es wird einem ja ziemlich einfach gemacht, sich so zu inszenieren. Jetzt muss sich die Firma Machwitz für ihr Logo rechtfertigen. Da sind die drauf, die man nicht mehr „Neger“ nennen darf.

Schwarze abzubilden, ist ja im Grunde schon gar nicht mehr möglich ohne das Irgendeiner anfängt zu weinen und ihm die Presse dafür breiten Raum einräumt. Die Hannoversche Allgemeine entblödet sich nicht:

„Als Kenton Emery Barnes das Bild zum ersten mal sah, war er schockiert. Inzwischen wägt der Amerikanistik-Dozent der TU Braunschweig besonnen seine Worte: „Ich finde dieses Logo etwas rassistisch“, sagt Barnes. Das bekannte Firmensignet, mit dem die hannoversche Traditionsrösterei Machwitz-Kaffee für sich wirbt, schaffe ein eindimensionales Bild (Ein Bild ist übrigens immer zweidimensional, lieber Herr Barnes. Ist das jetzt blackplainig?) von Schwarzen: „Es entmenschlicht eine ganze Rasse“, sagt Barnes. Die „Machwitz-Mohren“ passten nicht mehr in die moderne Welt: „Machwitz-Kaffee sollte das Logo durch ein neues ersetzen, das niemanden beleidigt“, sagt Barnes, der selbst Afroamerikaner ist.“

Dazu muss ich schon mal sagen. Was erlauben Barnes. Wenn es ihn stört, soll er einen anderen Kaffee trinken. Die Welt ist kein Safespace. Andere Menschen stört auch so Vieles. Zum Beispiel, dass natürlich gleich noch ein Abayomi Bankole, Präsident des Afrikanischen Dachverbandes Norddeutschland (da wüste ich mal gerne, wo die ihr Geld herkriegen) nachlegt: „Die Figuren mit ihren Glupschaugen sind eher eine entwürdigende Karikatur von Afrikanern“.

Unverständnis bei der Firma Machwitz, man will aber niemand beleidigen und denke über die Vorwürfe nach. Muss man ja. „In diesen Zeiten.“ Die Kritik am Signet kann Seniorchef Jörg-Walter Koch allerdings nicht nachvollziehen: „Die Abbildung von Weißen wäre doch auch nicht rassistisch.“ Wie naiv, der Mann will ernsthaft argumentieren. Süß oder.

Eigentlich muss Machwitz Erfahrung haben mit diesem unsachlichen Angriff. Denn der kalte Kaffee wurde schon mal serviert:  2013. Damals inszeniert von der Linken (Wer weiß ob nicht heute wieder).

Aber vielleicht hat man bei Machwitz damals gar nichts davon mitgekriegt. Denn so richtig hat die Kampagne den Arsch damals nicht hochgekriegt, war wohl zu Weiß. Sieht daher fast so aus, als habe man sich nun zwei Schwarze als Gallionsfiguren für die Uraltkampagne gesucht, die man vor den ideologischen Karren spannt. Das ist doch mal wirklich rassistisch.

Das schwarze Amerika hat dafür ein Schimpfwort: Onkel Tom.

Ähnlich wie bei #metoo reicht auch bei Schwarzen eine Beschwerde über Rassismus aus, um diesen als festgestellt zu betrachten. Wegen der Geschichte, Trump, der AfD und, und, und.

Nur ist das Logo der Rösterei gar nicht rassistisch:

Denn das Bild ist ja nicht abwertend und auch nicht so gemeint. Das Logo ist von 1883. Da kam Kaffee halt aus Afrika. Selbst wenn man jetzt sagt, es ist eine Karikatur. Seit wann dürfen Schwarze nicht mehr karikiert werden? Nach der Logik wäre Obelix franzosenfeindlich, weil dumm und gefräßig und alle Asterixhefte müssten umgehend eingezogen werden.

Viel Lärm um Nichts.

Doch wer nach Feindbildern sucht, der wird immer welche finden. Besonders so lange Zeitungen solchen Unsinn unreflektiert abdrucken.

 

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