Imam: „Der Euro-Islam ist was für dumme Ungläubige!“

Symbolfoto: Durch MikeDotta/Shutterstock
Die Neusiedler Europas (Symbolfoto: Durch MikeDotta/Shutterstock)

Der sogenannte Euro-Islam, den der Politikwissenschaftler Bassam Tibi so gerne in Europa einführen möchte und den der gebürtige Syrer und Islamkenner im August selbst für gescheitert erklärte, stößt bei den wahren Korangläubigen auf vehemente Ablehnung.

Von Marilla Slominski

Medienvertretern wie der stellvertretenden Chefredakteur des Hamburger Abendblattes Matthias Iken werden nicht müde, nach ihm zu rufen. Noch am 2. Dezember zog er angesichts des erwarteten Anstiegs der 20 Prozent prognostizierten Islamgläubigen bis 2050 in Deutschland, die von Linken so gern bemühte Phantasie des Euro-Islam wieder aus der längst beerdigten Kiste.

Die wahren Islamkenner wie der Führer der Muslime des im Nordkaukasus gelegenen Nordossetien-Alanien, Mufti Khadzhimurad Gatsalov, finden hingegen deutliche Worte für die Idee eines reformierten Islam. „Ich glaube, nur ein dummer und kranker Mann kann so etwas fordern“, stellt das geistige Islam-Oberhaupt gegenüber der prawda.ru fest.

„Die Zurückweisung der Scharia ist für ihn ein Ding der Unmöglichkeit: „Die Scharia ist die Basis des Islam. Sie ist das gesetzliche Rechtssystem des Islam. Sie macht den Islam aus. Es gibt keinen Islam ohne Scharia. Nur ein Ungläubiger kann auf solche Ideen kommen. Ich kann so etwas nicht unterstützen, solche Forderungen sind nicht wasserfest“, macht Mufti Khadzhimurad Gatsalov klar.

„Von welchen europäische demokratischen Werten spricht dieser Mann überhaupt? Für mich gibt es in Europa überhaupt keine demokratischen Werte. Solche Werte wie hier in Russland, wie Menschlichkeit, Warmherzigkeit und Moral, gibt es im Westen nicht. Wenn mir jemand erzählen will, in Europa herrsche Demokratie hört sich das für mich lächerlich an. Dort gibt es keinen Platz für Religiosität, dort propagieren die Menschen Homo-Ehe und zerstören die wahre Moral,“ erklärt der Mufti.

Eine vielzitierte Umfrage aus dem letzten Jahr unter den seit Jahrzehnten in Deutschland lebenden Türken gibt ihm recht – für sie ist der Islam und somit auch die Scharia die einzig wahre Richtschnur ihres Lebens.

„Der Aussage „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe“ stimmen sogar 47 Prozent der Befragten zu. Jeder Zweite bejaht „stark“ oder „eher“ die Einstellung „Es gibt nur eine wahre Religion“. 36 Prozent sind darüber hinaus überzeugt, dass nur der Islam in der Lage ist, die Probleme unserer Zeit zu lösen. In der Begriffsverwendung der Forscher haben jene Befragte, die allen dieser vier Aussagen zustimmen, ein „umfassendes und verfestigtes islamisch-fundamentalistisches Weltbild“. Ihr Anteil liegt bei 13 Prozent“, so die WELT.

Die immer wieder propagierte Idee eines den westlichen Werten angepassten Alternativ-Islam 2.0 bleibt das, was sie ist – ein netter Gedanke ohne Chancen auf Verwirklichung.

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