Entwicklungsminister Müller (CSU) gegen Flüchtlings-Familiennachzug

Bild: Freud; CC BY-SA 3.0; siehe Link
Gerd Müller (CSU) (Bild: FreudCC BY-SA 3.0; siehe Link)

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat sich anstelle eines Familiennachzugs in Deutschland für eine Zusammenführung von Flüchtlingsfamilien in Krisenregionen wie Syrien und dem Irak ausgesprochen.

„Wir leisten humanitäre Hilfe in Syrien und Wiederbauhilfe im Irak“, so Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Es sei möglich, Menschen, die hier subsidiären Schutz genießen, im Irak mit ihren Familien wieder zusammenzuführen.

Müller vermisst deutsche Hilfe in Krisengebieten

Auch in nicht umkämpften Regionen Syriens müsse dies geprüft werden, so der CSU-Politiker. Die Debatte über den Familiennachzug werde verkürzt geführt. Müller vermisse Unterstützung der deutschen Parteien für die Verstärkung der Hilfen für Familien in den Krisengebieten.

In den Lagern in Syrien, Irak, Libanon und auch in Griechenland herrschen katastrophale Zustände, so die Klage des CSU-Politikers, der weiter darüber lamentiert: „Die deutsche Innenpolitik scheint das nicht zu berühren, obwohl genau hier der Ausgangspunkt der Probleme liegt. Vor der Situation der Familien in den Kriegs- und Krisengebieten werden die Augen verschlossen.

Anstehender Wahlkampf nötigt CSU-Politiker Bekenntnis zur Realität ab

Müller stellt jedoch fest, dass es in Deutschland es riesige Integrationsprobleme gebe. „Wer mit Bürgermeistern spricht, weiß: Es fehlt an Wohnungen, Betreuungsangeboten und Lehrern“, so Müller. „Bevor wir über weiteren Familiennachzug nachdenken, müssen diese Probleme erst gelöst werden.“

Der Minister wies darauf hin, dass in der Bundesrepublik bereits jetzt rund 450.000 anerkannte Asylbewerber mit uneingeschränktem Recht auf Familiennachzug gebe, so Müller, dessen relativ klare Positionierung mutmaßlich den anstehenden bayerischen Landtagswahlen geschuldet sein dürfte. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...