Ein Antidemokrat kann nicht Eintracht-Präsident sein

Foto: Durch Bastian Kienitz/Shutterstock
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Peter Fischer hat sich in Interview disqualifiziert

Von Wolfgang Hübner

Peter Fischer, der amtierende Präsident des Sportvereins Eintracht Frankfurt, hat in einem am 28. Dezember 2017 abgedruckten Interview in dem Regionalteil der FAZ folgende Äußerungen gemacht: „Ich traue niemandem mehr in diesem Land, wenn Nationalpopulisten 13 Prozent der Stimmen bekommen können. Ich werde auf der Mitgliederversammlung eine deutliche Position beziehen, dass es sich mit unserer Satzung nicht verträgt, AfD zu wählen. Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.“

Es wäre schon diskriminierend und rechtlich sehr wahrscheinlich unhaltbar, wenn Fischer den Kurs vertreten würde, Mitglieder der AFD könnten nicht Mitglieder der Eintracht werden oder bleiben. Aber selbst vermutetet AfD-Wähler, wie immer Herr Fischer diese trotz Wahlgeheimnis zu identifizieren beabsichtigt, aus dem Verein auszuschließen bzw. auszugrenzen, ist die unerträglich demokratiefeindliche Anmaßung eines an akutem Größenwahn leidenden Funktionärs, der offenbar eine vereinseigene Gesinnungsstasi einführen will.

Unabhängig davon, welche Einstellung man zur AfD hat, ist festzuhalten: Die AfD ist eine demokratisch organisierte und nach demokratischen Regeln gewählte Partei, die als drittstärkste Fraktion im Bundestag sowie in fast allen Landesparlamenten vertreten ist, zudem in vielen Kommunen, darunter übrigens auch in Frankfurt als derzeit vierstärkste Fraktion. Die politische Meinung von Eintracht-Mitgliedern und Eintracht-Fans geht Herrn Fischer überhaupt nichts an und tangiert auch nicht die Satzung des Vereins.

Die BFF-Fraktion im Römer lehnt jede grundgesetzwidrige Diskriminierung sowie jede Form von Gesinnungsschnüffelei ab. Deswegen muss sich Herr Fischer für seine Interviewäußerungen umgehend entschuldigen und diese zurücknehmen. Oder Herr Fischer ist als Präsident der Eintracht wegen offener Demokratiefeindlichkeit und massiv intoleranter Hetze gegen Menschen mit anderer politischer Orientierung keinen Tag länger tragbar.

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