„Welt“: Habt doch keine Angst vor der Islamisierung!

Foto: Collage
Die Welt - Medienkritik (Foto: Collage)

Immer dann, wenn es zwischen zwei islamischen Anschlägen etwas Luft zum Durchatmen gibt, kommt jemand aus der „Welt“ daher und versucht uns zu beruhigen. Dazu gehört auch der Islam-Versteher Thomas Straubhaar. Sein Beitrag liest sich so wie eine Rede von Herrn Aiman Mazyek:

Von Thomas Böhm

Viele Deutsche fürchten, dass das Fest der Geburt Jesu Christi durch den Zustrom muslimischer Flüchtlinge gefährdet ist. Drei Erklärungsversuche – und warum diese Angst dennoch unbegründet ist…

Von einer unbegründeten Angst zu schreiben, ist eine Frechheit. Tagtäglich werden wir mit Meldungen aus der islamischen Republik Deutschlands beschossen. Weihnachtsmärkte die zu Hochsicherheitszonen umgebaut wurden, judenfeindliche Aktionen aus der muslimischen Parallelgesellschaft, Jubelbeiträge über neu eröffnete Moscheen, die Liste der Islamisierung ist unendlich. Und das weiß Herr Straubhaar natürlich auch.

Von daher gehört sein Beitrag in die Schublade der Relativierung, weil er auf billige Art und Weise mit Zahlen hantiert:

…Die Annahme, dass mehr als jede achte in Deutschland lebende Person muslimischen Glaubens ist, geht an der Realität jedoch völlig vorbei. Nach einer Hochrechnung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge lebten Ende 2015 lediglich zwischen 4,4 und 4,7 Millionen Muslime in Deutschland, was einem Bevölkerungsanteil von 5,4 bis 5,7 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Im gleichen Jahr gab es rund 23,8 Millionen Katholiken und 22,3 Millionen Protestanten in Deutschland…

Mal abgesehen davon, dass auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht in der Lage ist, genaue Zahlen zu liefern und die Dunkelziffer durchaus als höher einzuschätzen ist, spiel es wohl überhaupt keine Rolle, wie viele Muslime in einem Land leben. Entscheidender für eine Islamisierung ist doch wohl der Anteil an radikaler Muslimen. Dazu eine Meldung aus dem März dieses Jahres im Focus:

Die Zahl gewaltbereiter Islamisten ist nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Verfassungsschutz warnt: Radikale Gruppen bekommen immer mehr Zulauf…

Und hier nun die fadenscheinigen Begründungen des Islamisten Straubhaar:

…Erstens ist es nichts Neues, dass die Mehrheitsgesellschaft die Bedeutung von Minderheiten stark überschätzt. Die Weltgeschichte liefert mehr als genügend dramatische Beispiele, wie kleine Gruppen Andersgläubiger verfolgt und ermordet wurden. Sich an begangenes Unrecht gegenüber religiösen Minderheiten zu erinnern gehört auch zu heiligen Fest- und Feiertagen…

Wahrscheinlich meint Straubhaar die Christenverfolgung in den islamisch geprägten Ländern. In Deutschland gibt es das schon lange nicht mehr, es sei denn der Autor denkt dabei an die Hetze linksradikaler Kräfte in unserem Land, die jeden gläubigen Christen in die Nazi-Ecke schieben.

…Zweitens wurde und wird das Fremde oft und gerne von inländischen Interessengruppen instrumentalisiert. Zum einen, um Aufmerksamkeit zu erlangen, zum anderen, um von eigenen Problemen abzulenken. Gerade religiöse Minderheiten, selbst wenn sie bezogen auf die Gesamtbevölkerung von geringem Gewicht sind, bieten eine einfache Möglichkeit, um – mehr oder weniger losgelöst von Logik und Rationalität – komplexe Herausforderungen zu personifizieren und so scheinbar greifbar zu machen. Auch da unterscheidet sich die Gegenwart nicht von der Vergangenheit…

Zu den religiösen Minderheiten, selbst wenn sie bezogen auf die Gesamtbevölkerung von geringem Gewicht sind, gehören zweifelsohne die Hindus und Buddhisten, nicht aber die Muslime. Um die große Bedeutung dieser „religiösen Minderheit“ zu erkennen, müsste Herr Straubhaar nur sämtliche Beiträge in den Medien der letzten 20 Jahre zum Thema „Islam“ und „Muslime“ durchlesen – er wäre bis zum Ende seiner Tage damit beschäftigt.

Und ein islamisch motivierter Terroranschlag ist losgelöst von Logik und Rationalität oder nicht, ein islamisch motivierter Terroranschlag.

Drittens wird bei religiösen Minderheiten oft weniger die Anzahl, sondern stärker die Veränderung als Bedrohung empfunden. Dafür sorgen auch die Medien. Denn das Neue und Unbekannte genießt mehr Aufmerksamkeit als das Gewohnte. Das mag erklären, wieso gerade in Ostdeutschland die vermeintliche Islamisierung weitaus stärker als Gefahr empfunden wird als in Westdeutschland, obwohl in den neuen Bundesländern der Anteil der Muslime an der Gesamtbevölkerung besonders gering ist.

Und wieder absoluter Schwachsinn. Es sind nicht die Medien, die dafür sorgen, dass eine Veränderung als Bedrohung empfunden wird. Es ist die Realität, es ist das Stadtbild, es sind die Polizeimeldungen, es sind die Islam-Funktionäre und es sind die Forderungen der Islamverbände die diese Bedrohung realistisch machen.

Und das Fazit dieses Islamisierers spricht dann für sich:

Wie bei so vielen alltäglichen (Fehl-)Einschätzungen geht es somit bei der „Islamisierung“ nicht so sehr um tatsächliche – also objektiv feststellbare Sachverhalte –, sondern um gefühlte – also subjektive – Bewertungen und Erwartungen. Gefühle lassen sich mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen aber nur schlecht korrigieren. Wissen und Erfahrungen versprechen mehr Erfolg. Sie zu sammeln benötigt jedoch Aufklärung und Zeit – immer wieder. Und die sollten wir uns gerade an den Feiertagen einmal nehmen.

So etwas kann nur jemand schreiben, der sich weigert, Nachrichten zu lesen und damit Fakten zu akzeptieren, oder er führt etwas viel Böseres im Schilde, denn Straubhaar weigert sich sogar, für alle zugängliche Informationsquellen zu verwenden, die belegen, dass auch in Deutschland ein Dschihad stattfindet.

Hier mal ein Imam, der auch Herrn Straubhaaar aufklären könnte:

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...