Ägypten: Drei Jahre Knast – wegen Schmerztablettenschmuggel!

Foto: Durch nito/shutterstock
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Drei Jahre Gefängnis wegen Drogenschmuggels – so lautet das Urteil für eine junge Britin, die mit Schmerztabletten im Gepäck in Ägypten erwischt worden war.

Von Marilla Slominski

Weinend brach Laura Plummer nach der Urteilsverkündung zusammen, selbst ihre Mutter konnte sie kaum beruhigen. „Ich dachte ich komme frei, ich dachte, das war das Ende,“ schluchzte die 33-Jährige angesichts von drei Jahren in der ägyptischen Knasthölle.

Laura Plummer war Anfang Oktober auf dem Flughafen Hurghada verhaftet worden. In ihrem Koffer waren 290 Tabletten Tramadol gefunden worden – ein Schmerzmittel, dass in Großbritannien frei verkäuflich ist, dessen Einfuhr in Ägypten aber verboten ist. Die Tabletten hatte sie für ihren Partner, den Ägypter  Omar Caboo mitgebracht, der unter ständigen Rückenschmerzen leidet. Ihr hatte wegen „Drogenschmuggels“ die Todesstrafe gedroht (jouwatch berichtete).

„Jeder hat mir Mut gemacht und gesagt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ich freikomme. Wie konnte das passieren? Ich schaffe hier keine drei Jahre, ich habe solche Angst, ich habe nicht´s falsch gemacht,“ erklärte Laura Plummer nach dem harten Urteil völlig verzweifelt.

Neben der dreijährigen Gefängnisstrafe wurde sie außerdem zu einer Geldstrafe von knapp 5000 Euro verurteilt. Laut ihrer Schwester kann können die Anwälte von Laura Plummer erst nach 60 Tagen Einspruch gegen das Urteil erheben.

„Es sollte mich wundern, wenn sie die drei Jahre übersteht, ich denke, sie wird eher sterben,“ glaubt ihre Schwester Jayne Synclai und fürchtet Laura könnte Selbstmord begehen.

Auch ihre Mutter ist entsetzt: „Das ist nicht fair. Sie wollte nur jemandem helfen. Sie ist eine unglaublich freundliche Frau, jetzt muss sie ihre Zelle mit echten Kriminellen teilen. Ich bin ganz krank und habe solche Angst um sie “, so Roberta Synclair.

Ihr Anwalt gab nach dem Prozess an, sie habe sich aus Versehen schuldig bekannt, als sie auf die Frage des Richters „Sie sind wegen Handels und Besitzes von Tramdadol angeklagt?“ mit „Ja“ geantwortet habe. Als ihr Übersetzer sie aufklärte, habe sie mit „nicht schuldig“ geantwortet, doch das war anscheinend zu spät, für den Richter stand fest, sie hatte sich schuldig bekannt.

„Die ganze Familie ist völlig außer sich wegen Laura“ sagt ihr Vater Neville Plummer. „Ich werde nichts unversucht lassen und jede nötige Summe aufbringen, um meiner Tochter zu helfen. Wir müssen jetzt alle für sie stark sein.“

 

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