Trumps Weihnachtsbotschaft für die Vorherrschaft des weißen Mannes?

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In den USA nimmt der Kreuzzug gegen den amerikanischen Präsidenten Donald Trump bizzare Züge an. Neueste Anklage seiner Gegner: Er wünsche allen bei jeder Gelegenheit „Merry Christmas“! Mit seinem Gruß „Frohe Weihnachten“ wolle er die „Vorherrschaft des Weißen Mannes“ verfestigen, klagen jetzt „Experten“.

Von Marilla Slominski

Mißbraucht Donald Trump mit seinem „Frohe Weihnachten“ das Christentum, um andere Religionen auszugrenzen? Diese Frage stellen sich u.a. US-Universitätsprofessoren in der Newsweek.

Dem linksextremen amerikanischen Milieu stößt ein Tweet von Trump zu den Festtagen besonders sauer auf. „Die Leute sind wieder stolz darauf `Frohe Weihnachten`zu sagen“, hatte der Präsident per Twitter verkündet.

Statt dem politisch korrekten belanglosen und nichtssagenden „Schöne Feiertage“ wird Donald Trump nicht müde bei jeder Gelegenheit „penetrant“ „Merry Christmas“ zu wünschen, sehr zum Ärger der Multikulitanhänger, die darin einen weiteren Versuch sehen, ihre Ideologie und Weltsicht zu unterwandern. „Merry Christmas“ statt „HappyHolidays“ zu wünschen stehe in einer Linie mit Trumps Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch dominierten Ländern und  seiner Verurteilung von Sportlern, die zur Nationalhymne auf die Knie fallen oder sschlussfolgern sie und sehen in seinem Gruß eine geheime Botschaft an seine Anhänger, wem Amerika eigentlich gehöre: den Weißen Christen.

„Ich sehe in der Beschwörung Weihnachtens eine Art verborgenen Ruf, eine Chiffre. Es klingt nicht intolerant oder extremistisch, aber für den aufmerksamen Zuhörer bedeutet es den Hinweis auf Identität und Herkunft und wer und was amerikanisch ist“, glaubt Richard King, Professor an der Washington State University und „Experte“ in Sachen „weiße Vorherrschaft“ erkannt zu haben.

„Es ist, anders als die Parole „Make America great again“, die Verteidigung von Konföderierten-Denkmälern und dem Protest gegen knienden Footballspieler ein leiser Versuch durch die Berufung auf Weihnachten eine Version des weißen Nationalismus einzuführen“, macht „Experte“ King klar.

Trump sei nicht die erste historische Größe, die das Christentum für ihre Zwecke benutzen. Es gäbe durchaus Leute die Parellelen zwischen Trumps Rede vor dem Weihnachtsbaum und autoritären Regimen wie den Nazis sehen würden, die auch beliebte Feste genutzt hätten um ihre politische Ideologie durchzusetzen.

Doch dadurch, dass Trump Weihnachten als „Waffe“ nutze, würde er die gefährliche Tradition ins Spiel bringen, religiöse Feste in den USA zu politisieren, so die „Experten“.

Trump weise mit seiner Haltung auf einen „kulturellen Anti-Weihnachts-Kampf“ hin, den liberale und Anhänger von Säkularismus und Multikulti „angeblich“ führen würden.

„Die weißen Nationalisten lieben Trumps Weihnachts-Kampagne genauso wie die Evangelikalen. Für seine Anhänger ist das wie das Evangelium und die Zurückweisung von Multikulti und politischer Korrektheit, gegen den wachsenden Einfluss von Juden, Muslimen, Atheisten und anderer Nicht-Weißer“ behauptet auch Soziologieprofessor Dr. Randy Blazak.

Joe Perry, Autor des Buches „Christmas in Germany: A Cultural History“ und Professor an der Georgia State University, zieht einige klare Parallelen von Trump zu Hitler: „Trump und Hitler eint die gleichen Rassenhetze und der extreme Konservatismus“, glaubt er herausgefunden zu haben.

„Ich bin nicht sicher, wie weit Trump gehen würde, um die Festtage für gegen Muslime und andere Minderheiten zu nutzen oder ob ihm überhaupt klar ist, was er mit seinen „Frohe-Weihnachten-Tiraden anrichtet“, so der Autor Joe Perry.

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