Tragödie bei Kai Diekmann („Ich war Bild“): Weihnachtskrippe leer- Schuld ist AfD

Machte was, was in seiner Zunft noch keiner getan hat: Er griff die AfD an (c) Sir James (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons
Machte was, was in seiner Zunft noch keiner getan hat: Er griff die AfD an (c) Sir James (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Kai Diekmann, dessen Motto auf Twitter „Ich war @BILD “ lautet, hat sich zu Weihnachten etwas ganz Besonders einfallen lassen, was in seiner ehemaligen Zunft nur noch höchst selten vorkommt:

Von David Berger

Wie der Herr selbst, dessen Geburtstag wir feiern dürfen, hat er sich gegen den Zeitgeist und die Mächtigen positioniert. Ohne jede Rücksicht auf Verluste und seine Karriere, die doch gerade erst so richtig begonnen hat.

Diekmann hat gewagt, was bisher -aufgrund des Rechtsrutsches unseres Landes- keiner gewagt, geschweige denn gesagt hat: Er hat die AfD kritisiert. So gut das eben in unserem Land, in dem hart zensiert wird, wer nicht für die AfD schreibt, irgend möglich ist.

Aber doch sehr eindeutig. Er hat nämlich ein Bild der AfD-Krippe getwittert. Ganz leer ist sie.

Denn die Nazis haben diejenigen, die die Krippe sonst bevölkern, Araber, Muslime, Afrikaner und natürlich Flüchtlinge, vertrieben – oder noch besser, schwer bewaffnet wie die Wächter unserer Weihnachtsmärkte, die diese vor Angriffen durch Rechte verteidigen müssen, schon an den Grenzen abgewiesen.

Und dass dann die Juden auch nicht kommen wollen, wenn die muslimischen Araber nicht dürfen, ist doch auch sowas von klar.

Wer soll denn da sonst in der Krippe „Juden ins Gas“ oder noch besser passend zum Fest „Israel Kindermörder!“ rufen, wie der traditionelle Weihnachtsgruß von Bethlehem bis Berlin lautet?

Und eine Idee für den Uber-Mann habe ich noch: Wenn er die Weihnachtskrippe ohne Protagonisten bis zum nächsten Jahr einmotten möchte, kann er vielleicht das Klopapier verwenden, das eine Hamburger Firma aus Wahlkampfmaterial von AfD, NPD und anderen rechten Parteien hergestellt hat – und nun (sicher, da es sich ja um Gutmenschen handelt, kostenlos und ehrenamtlich) unter dem Motto „Hass ist für den Arsch“ vertreibt.

Diekmann, ein Mann nicht nur ungeheuer originell, immer weitest möglich vom Kill-Over entfernt und Vollblutjournalist im klassischen Sinne, sondern auch mit jenem Mut ausgestattet, der Männer zu Helden werden lässt. Eigentlich schade, dass er sich jetzt beruflich vor allem mit so einer Art Autovermietungen beschäftigt.

Wandere aus, solange es noch geht!
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