Familiendrama in Essen: Clan-Mitglied wurde erschossen, Eltern untröstlich

Symbolfoto: Collage
Symbolfoto: Collage

Am 9. April 2016 wurde der 21-jährige Mohammed mitten in der Essener Innenstadt von einem Verwandten, Mahmoud M., erschossen. Das Motiv: Blutrache (Scharia-ISlam ist Frieden und Barmherzigkeit), denn ein Verwandter von Mohammed hatte einige Stunden zuvor den Bruder von Mahmoud M. niedergestochen. Mohammeds Vater ist untröstlich und hat nur einen Wunsch: Weg aus dem bunten Essen! Das geht aber leider nicht so einfach.

Von Verena B.

21 Jahre lebte Mohammed mit seinem friedlichen Clan im Essener Norden (extrem bunt wegen krimineller Libanesen-Clans und archaischer Gegengesellschaften). Jetzt ist er tot und kommt niemals wieder.

Als er 1988 aus Beirut vor dem libanesischen Bürgerkrieg geflohen war, hatte Vater Bahjat El-Kadi sich die Zukunft anders vorgestellt. „Meine Frau und ich dachten, dass es die Kinder besser haben würden.“ Und Mohammed hatte Pläne: Er hatte viele Freunde, war beliebt, hat seinen Schulabschluss gemacht. Mit einem Umzugsunternehmen wollte er sich selbstständig machen. „Daraus wird nichts mehr“, sagt Bahjat El-Kadi zutiefst erschüttert.

„Es ist so schmerzhaft“, sagt der Vater. „Ja, es gibt Verwandte in der Familie (dem Clan), die kriminell geworden sind, aber wir haben damit nichts zu tun. Und mein Junge erst recht nicht. Er war ein guter Junge!“

Die Tat und der anschließende Prozess hatten damals für hohe Wellen gesorgt: Eine Diskussion um Clan-Fehden war entbrannt.

Todesschütze sagt aus, dass er anormal ist und es sich um ein Versehen gehandelt habe

Nun steht Mahmoud M. für seine tödlichen Schüsse vor Gericht. Am Freitag äußerte er sich erstmals zu seiner Tat.

Laut M. war der tödliche Anschlag auf Mohammed E. nicht mehr als ein unglückliches Versehen: „Ich mochte den jungen Mann.“ Mit seinem Bruder Mohammad und seinem Neffen Khalid habe er Mohammed E. am Restaurant „Arabesk“ auf der Friedrich-Ebert-Straße nur zufällig getroffen. „Ich wollte dort eigentlich nur Essen und Obstcocktails für meine Kinder abholen“, sagte Mahmoud M. Aber warum hatte er einen Revolver dabei? Mahmoud M. erklärt das so: Er habe Angst vor der Familie seines Opfers: „Die sind kriminell und mächtig.“

Vor dem „Arabesk“ habe sein Bruder ihn dann gedrängt, zu schießen. „Ohne ihn wäre an diesem Abend nichts passiert“, sagte Mahmoud M. „Er sagte immer wieder: ‚Mach es, mach es!‘. Ihm sei plötzlich schwarz vor Augen geworden: Dann bemerkte ich auf einmal, dass ich geschossen hatte.“

Schuld an seiner Tat sei auch ein Mix aus Medikamenten und Alkohol gewesen. Mahmoud M. nimmt seit Jahren viele Medikamente: „Ich bin krank. Ich bin kein normaler Mensch.“ Wirklich überzeugend war Mahmoud M.s Aussage aber nicht. Das merkte selbst der Kadi, und die sonst fremdenfreundlichen Richter verpassten ihm lebenslang.

„Wir haben uns über das Urteil gefreut“, sagt Bahjat El-Kadi. Aber er wolle daran nicht mehr denken, Genugtuung sei ihm nicht wichtig. Seine Frau konnte nicht zum Prozess kommen: Sie war zusammengebrochen.

Clan will weg aus Essen – vielleicht wäre Bremen eine Alternative?

„Das einzige, was ich will ist, dass die Stadt Essen mich und meine Familie (Clan) wegziehen lässt. Das ist meine einzige Bitte“, sagt der Vater. Doch er darf nicht. Wie viele Libanesen in Essen hat Bahjat El-Kadi nur einen Duldungsstatus. Für ihn gilt eine Residenzpflicht.

Inzwischen hat er einen syrischen Pass bekommen – Grundvoraussetzung, um eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Vielleicht kann der Clan dann nach Bremen ziehen: Dort gibt es auch einen riesigen friedlichen Libanesen/Kurden-Clan (3.500 geschenkte Menschen), der sich vor vielen Jahren dort eingeschmuggelt und keine Papiere hatte. Kurzerhand wurden sie dann alle als Libanesen anerkannt. Wo ein Wille ist, ist auch ein Pass, Allahu akbar.

In Bremen haben es die libanesisch-kurdischen Familienclans (Fachkräfte in den Bereichen Drogen- und Waffenhandel, Raub, Prostitution und Schutzgelderpressung) sehr gut: Die Richter sind milde und bagatellisieren systemkonform die schweren Straftaten (schließlich herrscht bei uns Scharia-Religionsfreiheit), die Clan-Bosse sind zufrieden, lachen sich ins Fäustchen und machen munter weiter.

Da, wo die libanesisch-kurdischen Herrenmenschen wohnen, herrscht selbstverständlich Scharia-ISlam. Ihr Blödköpfe von der Polizei, gegen uns könnt ihr gar nichts machen! Das sagten die Clan-Mitglieder seinerzeit der genervten, unterbesetzten Polizei in Bremen, die die Community zu einem Deeskalationsgespräch eingeladen hatte. Das erfreute die Polizisten außerordentlich. Wahrscheinlich meldeten sich dann einige krank, weil sie sich einfach zu sehr gefreut hatten und sowieso nicht mehr in die No-go-areas gehen, da die meisten Familien haben, die auf lebende und gesunde Väter angewiesen sind.

Bislang habe die Ausländerbehörde jeden seiner Anträge abgelehnt, sagte Bahjat El-Kadi enttäuscht, aber sicher geht da noch etwas: Hier ist die staatlich finanzierte AntifaSA gefragt, die wird es schon richten, und im Übrigen brauchen wir mehr Geld für den Kampf gegen Rechts, dann wird alles gut!

 

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