Bastelstunde im Gender-Kindergarten

Symbolfoto: Durch Robert Kneschke/Shutterstock
Symbolfoto: Durch Robert Kneschke/Shutterstock

Ich durfte letzte Woche zum „Tag der offenen Tür“ unserem neuen Gender-Kindergarten einen Besuch abstatten. Er wurde erst im vergangenen Monat eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit beim staatlichen Erziehungspersonal.

Von Thomas Böhm

Mir schlackern noch jetzt die Ohren, wenn ich an diesen Besuch denke. Meine Kinder hatte ich vorsichtshalber zu Hause gelassen.

Die Räume machten einen ziemlich düsteren Eindruck. Wände und Decke waren schwarz gestrichen.  Lediglich eine Energiesparlampe sorgte für schwaches Licht. Mit einer kleinen Kerze zusätzlich wären wir wenigstens erhellt worden. So aber hatte ich das Gefühl, in einem Darkroom zu wandeln. Das sagte ich dann auch. Die Antwort von unserer Gastgeberin kam wie aus einer Pistole geschossen:

„Richtig gesehen. Unser Kindergarten soll die Sprösslinge auf den späteren Alltag vorbereiten. In der Welt der Erwachsenen ist es nun mal finster und schmutzig. Außerdem lernen die Kleinen so auch einen von den vielversprechenden Arbeitsplätzen kennen.“

Das war aber noch nicht alles. Die Dame holte noch einmal tief Luft und fuhr fort:

„Durch die ewige Finsternis hier vermeiden wir außerdem das Schattenwerfen. Schatten sind viel zu individuell, als dass wir sie in einem Kindergarten, in dem Gleichstellung und Gleichbehandlung Vorrang haben, zulassen dürfen.“

Aber der Raum war nicht nur dunkel, er war auch völlig leer. Auch dafür hatte die Fachkraft eine Erklärung:

„Wir sind noch dabei, geschlechtsneutrales Spielzeug und Einrichtungsgegenstände zu entwickeln. Aber bis es so weit ist, können die Kinder vorerst an sich selber spielen.“

Dann klatschte sie zweimal in die Hände und 24 Kinder betraten das Loch. Um welche es sich handelte, konnte ich schlecht beurteilen. Nicht mal die Altersgruppe war zu bestimmen. Sie waren alle in Kartoffelsäcke eingepackt. Drei kleine Löcher jeweils sorgten für die Luftzufuhr und für den Ausblick ins Nichts.

Auch hier zeigte sich die Vertreterin der neuen Pädagogik gut vorbereitet: „Einige Eltern sind leider noch zu konservativ eingestellt und stopfen ihre Kinder nach wie vor in geschlechtsspezifische Kleidung. Deshalb müssen sich alle unsere Kleinen bereits bei der Anmeldung ausziehen und werden von uns in diese Kartoffelsäcke gesteckt. So sorgen wir dafür, dass keines der anvertrauten Kinder auf Grund seiner Kleidung Vor- bzw. Nachteile erleiden muss, oder auf ein Geschlecht begrenzt wird.“

Als ich anmerken wollte, dass keines der anwesenden Kinder in dieser Verpackung seinen Mund aufmachen könne, fuhr mir das Sprachorgan über diesen:

„Dahinter steckt Absicht. Wir kennen das ja noch von früher: Mädchen kreischen, Knaben brüllen und können so allein an Hand der Stimmlage erkannt und diskriminiert werden. Dem haben wir nun einen Riegel vorgeschoben. Bei uns darf kein Kind einen Ton von sich geben, nur ich darf reden. Die uns Anvertrauten kommunizieren untereinander in einer Art Gebärdensprache. Sie hüpfen nach links, oder nach rechts, nach vorne oder nach hinten.“

Mir verschlug es auch diese, aber jetzt ging’s erst richtig los. Die staatlich Anerkannte und Ausgebildete holte aus einem anderen Zimmer mehrere große Pappen und für jedes Kind eine Schere.

„So, jetzt schneiden wir uns alle mal 10 Schniedels und 10 Scheidis und vier Schniedelscheidis, also solche Zwischendinger, ihr wisst schon, was ich meine, aus.“

Die Kinder taten wie geheißen und mit Hilfe der Fachkraft hefteten sie sich alle gegenseitig die pappigen Geschlechtsorgane vorne an den Kartoffelsack, und zwar so, dass sich die Schniedels nach oben und nach unten bewegen, die Scheidis auf und zu gehen konnten. Die Schniedelscheidis konnten sogar beides.

„So, meine Lieben. Jetzt heißt es ‚Alles bumst auf mein Kommando!‘“.

Anschließend fummelten sich die Kinder gegenseitig an den Dingern herum. Die Kinder, die einen Schniedel vorne am Sack dran hatten, versuchten diese mit den Scheidis zu verknüpfen. Die Kinder mit den Schniedelscheidis versuchten die Dinger mit sich selber zu verknüpfen. Sah lustig aus. Aber ob sie sich dabei amüsiert haben, konnte ich nicht beurteilen. Sie durften ja nicht jauchzen und frohlocken.

Und die Leiterin der Bastelstunde hatte wieder eine passende Erklärung für uns auf Lager:

„So bringen wir den Kindern die neutralisierte Sexualität bei. Bei uns kommt keiner zu kurz, zu früh oder zu spät. Alle haben den gleichen Spaß und der ist gruppendynamisch unschlagbar. Sie werden es gleich sehen.“

Sie klatschte wieder zweimal in die Hände. Die Kinder hörten auf zu spielen und drehten sich zu der Erzieherin um. Die sprang nun in die Luft und schrie:

„Orgasmus, Orgasmus, Orgasmus!“

Da sprangen die Kinder ebenfalls in die Luft. Parallel und rhythmisch. So lange, bis sie keine mehr hatten und völlig geschwächt auf den Boden sanken.

Doch die Domina ließ sie nicht lange dort liegen. Mit dem Spruch „Abtreibung oder Abreibung“ trieb sie die Erschöpften auf die Toilette, wo sie sich alle entleeren mussten.

Natürlich im Stehen. In ein Loch auf dem Boden rein. Alle in eins.

„Wir haben auf die anachronistischen Kloschüsseln und Pissbecken verzichtet. Wir halten auch nichts davon, dass die Jungen wie früher die Mädchen im Sitzen pinkeln müssen. Denn das Sitzen ist eine erniedrigende Position. Sitzen ist der Ausdruck von Gefangenschaft und nur, wer beim Geschäfte machen aufrecht steht, kann später auch wirtschaftlich erfolgreich sein.“

Wirtschaftlich erfolgreich wird mit Sicherheit dieser Kindergarten sein. Er wird staatlich gefördert und erhält sehr viele Spenden. Ich allerdings werde mir wirklich dreimal überlegen, ob ich meine Kinder hier abwerfe. Zwar gibt es gleich nebenan eine sozialpsychiatrische Station, aber die hat den selben Träger, das habe ich an den grün-roten Schildern am Eingang gesehen.

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