Wenn Flüchtlinge heulen

Foto: Durch Georgios Tsichlis/Shutterstock
Hinter Gittern (Foto: Durch Georgios Tsichlis/Shutterstock)

Es gibt viele Arten der Kommunikation, viele Möglichkeiten, sich im Wehklagen zu messen. Klageweiber gab es bereits in orientalischen, altägyptischen und seltener auch in griechischen und römischen Trauerbräuchen, hier vor allem seit der hellenistischen Zeit bei Bestattungen wohlhabender Verstorbener. Nun wurde auch Bayern vom Wehklagen erfasst. Wir lesen auf „BR24„:

Für viele Anwohner ist die Abschiebehaftanstalt in Eichstätt ein Ärgernis. Immer wieder klagen die Bewohner über Lärm von Flüchtlingen, vor allem nachts. Denn die Inhaftierten kommunizieren miteinander.

Das Abschiebegefängnis liegt mitten in der Stadt Eichstätt. Die abgelehnten Asylbewerber in der Abschiebehaft in Eichstätt kommunizieren mittels „Geheule“ mit anderen Gefangenen oder solidarisieren sich etwa mit Gefangenentransporten. Die Anwohner in der Nähe des Gefängnisses finden kaum Schlaf…

Das ist natürlich bedauerlich, soll es sich laut BR24 um schwer traumatisierte Flüchtlinge handeln und die Journalisten stimmen natürlich in die Wehklagerei ein:

Auch wenn sie hier nur rund vier Wochen bleiben: Die Zellen sind immer belegt, teils sind sie zu fünft in einem Raum untergebracht. Die Menschen hier sind keine Straftäter. Sondern ihr Asylantrag wurde abgelehnt. Und damit sie nicht untertauchen, wurden sie hier eingesperrt. Spuren von Frust und Aggression sind erkennbar: Eine Fensterscheibe ist eingeschlagen…

Das Bayerische Justizministerium zeigt sich gnadenlos: Im nächsten Jahr sollen die Fenster in einzelnen Zellen verriegelt werden. Damit es in der Nachbarschaft wieder ruhig wird.

 

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