Erste Säureattacke in Hamburg

Foto: Durch Maxx-Studio/shutterstock
Gefährliche Waffen: Haushaltsreiniger (Symbolfoto:Durch Maxx-Studio/shutterstock)

Die in Großbritannien inzwischen fast täglich stattfindenden Säureattacken sind jetzt in Deutschland angekommen. In Hamburg wurde eine Frau in einem Mehrfamilienhaus in Wilhelmsburg mit einer ätzenden Flüssigkeit übergossen.

Die 43-Jährige erlitt schwere Gesichtsverletzungen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihre Sehkraft soll dauerhaft beeinträchtigt sein. Der Täter soll sich bereits mehrere Tage in der Nähe aufgehalten haben. Die Fahndung verlief bisher erfolglos.

In London haben die Säureattacken inzwischen epidemische Ausmaße erreicht und sind völlig außer Kontrolle geraten (jouwatch berichtete). Erst vor wenigen Tagen warnte der Parlamentsabgeordnete Stephen Timms vor No-Go-Zonen: „In London gibt es inzwischen Gebiete, die so gefährlich sind, dass die Fahrer von Lieferdiensten sich weigern dorthin zu fahren – aus Angst vor Säureangriffen“, so der Labour-Abgeordnete.

Laut Medienberichten hat sich die Anzahl der Attacken in der britischen Hauptstadt seit 2014 mehr als verdoppelt.

Gab es zwischen April 2014 und März 2015 noch 186 dieser Angriffe, stieg die Zahl im vergleichbaren Zeitraum in 2016 bis 2017 auf 397 Fälle. Meist benutzen Straßengangs im Osten Londons die ätzenden Flüssigkeiten, um Rivalitäten untereinander auszutragen. Auch bei Raubüberfällen und anderen Streitigkeiten wird inzwischen zu den ätzenden Haushaltsreinigern gegriffen, die in jedem Supermarkt zu haben sind.  In den folgenden Monaten dieses Jahres stieg die Zahl auf 454.

Im Juli wurden in nur einer Nacht fünf Männer Opfer der ätzenden Haushaltsreiniger, die in jedem Supermarkt zu haben sind. (MS)

 

 

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