Malmö: Demo gegen Gruppenvergewaltigungen!

Foto: Screenshot/Video
Foto: Screenshot/Video

In Malmö sind hunderte Bürger auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten angesichts dreier Gruppenvergewaltigungen in den letzten Wochen und dem darauffolgenden Ratschlag der Polizei: „Bleibt zu Hause oder geht nur noch zu zweit auf die Straße!“

Von Marilla Slominski

Eine 17-jährige ist das jüngste Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Eine noch unbekannte Zahl von Männern fiel am Samstag auf einem Spielplatz über das Mädchen her.

Die Polizei in Malmö riet daraufhin allen Frauen, abends nicht mehr allein auf die Straße zu gehen, ein Taxi zu nutzen oder ganz zu Hause zu bleiben.

Am 4. November wurde die erste junge Frau im Bezirk Segevång im Norden Malmös auf dem Heimweg von einer Party von mehreren Männern vergewaltigt. Nur eine Woche später folgte die nächste Gruppenvergewaltigung, diesmal in der Innenstadt, in Segevång. Alle drei Frauen seien Teenager und hätten die Täter nicht gekannt, so die Polizei. Selbst altgediente Polizeibeamte zeigen sich erschüttert: „Das ist ein schreckliches schweres Verbrechen von außergewöhnlich brutaler Gewalt gewesen. Selbst für mich als Polizist mit jahrelanger Erfahrung gibt es Grenzen des Erträglichen“, erklärt Andy Roberts gegenüber dem Helsinborg’s Dagblad. zu dem jüngsten Fall., in dem er keine weiteren Einzelheiten nennen will.

Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Keine Vergewaltiger in unseren Straßen“ und richteten ihren Protest direkt an den Premierminister „Stefan Lofven – übernehmen Sie die Verantwortung“. Sie forderten härtere Strafen und mehr Polizeischutz.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich in meiner Heimatstadt Angst haben muss, auf die Straße zu gehen“ bekennt eine der Demo-Sprecherinnen Sara Wettergren. „In Indien werden Vergewaltiger eingesperrt. In Schweden laufen sie frei rum“, so Wettergren.