Höchststand bei Anteil gefälschter Pässe im Asylverfahren

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Höchststand bei gefälschten Pässen (Bild: shutterstock.com)

Der Anteil von in den Asylverfahren vorgelegten Ausweispapieren, die sich als Fälschung entpuppt haben, ist 2017 gestiegen. Wie das BAMF mitteilte, seien von Januar bis Ende September rund 4,5 Prozent der vorgelegten Dokumente beanstandet worden. Das sind mehr als 10.400 von rund 233.000 Ausweispapieren.

2016 seinen es „nur“ 2,6 Prozent der Dokumente gewesen, so der Focus mit Berufung auf die Passauer Neue Presse (PNP), die als erstes Medium über die gefälschten Ausweisdokumente berichtete und sich ebenfalls auf die Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beruft. Somit haben im Vorjahr etwa 12.800 von mehr als 491.000 Schutzsuchenden vorsätzlich ihre Ausweispapiere ge- oder verfälscht.

Rund 5.370 Dokumente seien in den ersten drei Quartalen des aktuellen Jahres als nicht „abschließend bewertbar“ – also als nicht zweifelsfrei echt – eingestuft worden.

BAMF, seit 2015 Passprüfungen nicht im Griff

Bereits Ende 2016 wurde bekannt, dass über 2000 Asylsuchenden im ersten Halbjahr 2016 ihre Pässe gefälscht hatten. Das BAMF hatte jedoch großzügig auf eine Anzeige verzichtet und die Urkundenfälscher ins Land gelassen.

Ein Jahr zuvor waren die Sicherheitsbehörden ebenfalls darüber informiert, dass immer mehr Immigranten versuchten, mit gefälschten Ausweisen nach Deutschland zu kommen. Plötzlich war jeder Asylant ein Syrer, so WeltOnline, da die Bundesregierung dieser Personengruppe eine erleichterte Einreise in unser Land versprach. Die Mehrheit der Migranten konnte zwar über tausende von Kilometern ihr Handy sicher über die deutsche Grenze verbringen. Jedoch hatte nur ein Bruchteil der Migranten Ausweispapiere.

IS hat 11.000 syrische Blankopässe

Die aktuelle, „frohe“ Botschaft des BAMF: An 217.260 Ausweisdokumenten hatten die BAMF-Prüfer im laufenden Jahr nichts auszusetzen. Neben der Echtheit von Pässen unterhalte das BAMF zur Prüfung von anderen Dokumenten wie Geburtsurkunden, Führerscheine oder Zeugnisse ein eigenes Referat. Dort arbeiten extra geschulte Mitarbeiter, die bei sicherheitsrelevanten Dokumenten das Bundeskriminalamt einschalten. Sei  Oktober 2016 sei zudem jede festgestellte Manipulation der Polizei gemeldet worden.

Laut den Sicherheitsbehörden besitze der IS bis zu 11.000 syrische Blanko-Pässe, die es der islamischen Organisation erlaubt, Dschihadisten, nach Deutschland einzuschleusen. (SB)

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