Abt. Schick & Dröge: Grüne Kandidaten

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Der grüne Salonbolschewist (Foto: Pixabay)

Die Oberleitungsfunktion – eine Realsatire. Leicht aufbereitet.

von Max Erdinger

In Berlin tritt die grüne Erfahrungssammlerin Kerstin Andrae als Fraktionsvize zurück. Die Nachfolgekandidaten sind Schick und Dröge.

Die Nachrichtenagentur dts meldet:

> BerlinDie wettbewerbspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion Katharina Dröge und der finanzpolitische Sprecher Gerhard Schick kandidieren für die Nachfolge von Grünen-Fraktionsvize Kerstin Andreae, die ihren Rückzug angekündigt hat. Das berichtet das „Handelsblatt“. Das Amt als Fraktionsvize und als Leiter des einflussreichen Arbeitskreises Wirtschaft, Finanzen, Soziales wird frei, weil die grüne Wirtschaftspolitikerin Andreae nach sechs Jahren nicht mehr antritt.

Sie mache Platz, „damit auch andere die Chance haben, Erfahrung in dieser Leitungsfunktion zu sammeln“, sagte Andreae dem „Handelsblatt“. „Wir brauchen eine Neuerung und das ist mein Beitrag“. Damit deutet sich zugleich eine inhaltliche Neuausrichtung der Grünen in der Wirtschaftspolitik an. <

Ist die Leitungsfunktion zuvörderst eine Erfahrungsfunktion? Lernt man in der Leitungs- und Oberleitungsfunktion, wie man von den Erfahrungen in einer Oberleitungsfunktion schlau genug wird, um Erfahrungen in der obersten Leitungsfunktion zu sammeln, bevor man zum erfahrenen Leitungsgott wird? Sind grüne Leitungsfunktionäre in Wahrheit Erfahrungserlebende? Speist sich aus ihnen die Weltelite aller Leitungserfahrenen? Ein Kandidaturverzicht: Beitrag oder Abtrag? Und die inhaltliche Neuausrichtung: Ist die dann darin zu sehen, daß der Kandidat Schick und die Kandidatin Dröge wäre?

dts weiter: > Während Andreae für den wirtschaftsfreundlichen Realo-Flügel steht, gehören sowohl Schick als auch Dröge dem linken Flügel an. „Ich trete an für einen inhaltlichen Aufbruch bei den Grünen“, sagte Dröge dem „Handelsblatt“. Sie will unter anderem die Digitalwirtschaft stärker in den Blick nehmen. <

Was dabei herauskommt, wenn der linke Flügel einer linken Partei „die Digitalwirtschaft stärker in den Blick nehmen will“, hat Heiko der Kleinflügelige eindrücklich unter Beweis gestellt. Davon hält meinereiner überhaupt nichts. Außerdem ist mir gerade nicht geläufig, was neu daran sein soll, daß Grüne linke „Wirtschaftspolitik“ machen wollen. Hofreiter z.B. gilt als blonder Recke unter den staatlichen Benzinpreismachern. Fünf Liter könnte man auch für einen Euro haben, statt einen Liter für einen Euro fünfzig, wenn der Preis nicht „wirtschaftspolitisches Eigentum“ linker Lenkungssteuer-Spezialisten wäre. Hofreiter hätte gern fünf Euro für den Liter. Grüne Wirtschaftspolitik ist immer Steuerpolitik.

Dröge: „Wir müssen ernst machen bei der Regulierung von Internetgiganten wie Google – für Datenschutz und fairen Wettbewerb“, sagte sie. Deutschlands Klima- und Umweltpolitik sei ein Standortvorteil für Deutschland und damit auch eine Perspektive für Jobs. „Wir müssen Lösungen dafür entwickeln, dass einige zu viel arbeiten, während andere sich von einem unsicheren Job zum nächsten hangeln. Die Grünen müssten die Partei sein, in der die gesellschaftlich spannenden Debatten geführt werden, so Dröge.“ (dts)

Deutschlands Klima- und Umweltpolitik könnte ein Standortvorteil mit einer Perspektive für Jobs sein, wenn Energie nicht so teuer wäre. Ein Windrad herzustellen, verbraucht viel Energie. Allein der Schadstoffaustoß, der bei der Produktion von Batterien für E-Autos anfällt, liegt um ein Vielfaches über dem, was ein moderner Diesel über Jahre in die liebe-liebe Umwelt entläßt. Da ist der Rest der E-Karosse aber noch gar nicht gebaut. Das kommt obendrauf. Das ist aber alles nur belanglose Theorie in diesem Zusammenhang.

Ganz nackt und praktisch ist es nämlich so: Sowohl diese Debatte, als auch der behauptete Standortvorteil Deutschlands in der Klima- und Umweltpolitik, hängen zusammen an einer ganz anderen Frage: Wie lange werden zivilreligiöse Umweltgläubige in Deutschland ihren Kult noch aufrecht erhalten können, in einem globalen Maßstab betrachtet? Es spricht nicht viel dafür, daß die globale Klimareligion überleben wird.

So ein Standortvorteil wird ganz schnell zum Standortvorteil des Zoobesuchers, der den besten Platz am Affengehege erwischt hat, von wo aus er trefflich beobachten kann, wie sich grüne Primaten mit Solartafelhüten auf den Köpfen im Wahn der besten aller Gehegewelten Zeichentrick-Pornos mit Al Gore als überschminkter Transe auf ihren äffischen Smartphones anschauen. So schaut´s aus.

Und damit wären wir schließlich auch bei den „gesellschaftlich spannenden Debatten“, die bei den Grünen stattzufinden haben: Werden sich die Grünen noch rechtzeitig selbstauflösen, bevor der linke Flügel „die Digitalwirtschaft näher in den Blick“ nimmt? Debattieren Sie mit, wenn Sie noch können.

 

 

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