Trump´s Steuerreform – US-Firmen beschenken ihre Angestellten mit Weihnachtsgeld

Foto: Durch GrAl/Shutterstock
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USA – Kaum hat das US-Repräsentantenhaus und der US-Senat die größte Steuerreform seit 30 Jahren gebilligt,  kündigen große amerikanische Unternehmen ihren Angestellten ganz besondere Weihnachtsgeschenke an. Sie sagten ihren Mitarbeitern Weihnachtsgeld in Millionenhöhe zu – eine Folge der – hier von den Mainstreammedien heftig kritisierten – Steuerreform des US-Präsidenten Donald Trump, die Privatpersonen und Unternehmen um 1,5 Billionen Dollar entlasten soll.

Von Marilla Slominski

Sobald das Steuergesetz vom US-Präsidenten unterschrieben sei, werden die 200.000 Mitarbeiter der US-Telekommunikationskonzern AT&T einen Weihnachtsbonus in Form von 1000$, was etwa 850 Euro entspricht, erhalten. Außerdem kündigte AT&T an, eine Milliarde Dollar in den USA zu investieren.

Der besonderen Weihnachtsüberraschung von AT&T schlossen sich andere Unternehmen an.

Auch 100.000 Angestellte des Medienunternehmen NBCUniversal dürfen sich über 1000 Dollar freuen. Der Mediengigant NBCUniversal versprach für die kommenden fünf Jahre  Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 50 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen Boeing will im Zuge der Steuerentlastungen seine Angestelltenversorgung mit 300 Millionen Dollar aufpolstern.

Das in Cincinetti ansässige Bankhaus Fifth Third Bancorp will seinen 13.500 Mitarbeitern einen 1000-Dollar-Bonus zukommen lassen und erhöht seinen Mindeststundenlohn auf 15 Dollar.

Ebenfalls 15 Dollar Mindeststundenlohn verdanken ab sofort die Angestellten des Finanzdienstleistungsunternehmen Wells Fargo der Steuerreform von Donald Trump. Das Unternehmen will im kommenden Jahr außerdem 400 Millionen $ für Hilfsprojekte und NGOs spenden.

Das Kurier- und Logistikunternehmen FedEx zeigt sich ebenfalls optimistisch und will in den USA expandieren und Arbeitsplätze schaffen.

Auch die superreichen Demokraten zählen zu den Profiteuren

Aber obwohl etwa 80 Prozent der amerikanischen Steuerzahler 2018 laut Tax Policy Center mit einer Steuererparnis von durchschnittlich 2100 Dollar entlastet werden, werden die Demokraten, Linken und die ihnen treu ergebenen Medienvertreten nicht müde, darauf hinzuweisen, wer ihrer Meinung nach die eigentlichen Profiteure sind: „die Superreichen“.

„Das schlimmste Gesetz aller Zeiten, dass jemals den Senat passiert habe“, nannte die 77-jährige Demokraten-Politikerin Nancy Pelosi, die bei jeder Gelegenheit ihre Stimme gegen Präsident Trump erhebt, die Steuerreform. Das Pelosi laut Wikipedia mit einem 2014 geschätzten netto Vermögen von mehr als 100 Millionen Dollar Rang 8 der 25 reichsten Kongress-Abgeordneten belegt, fällt da bei „Spiegel“ und Co gerne unter den Tisch. Laut Spon gehören die „Top-Mäzene der Republikaner zu den großen Reform-Gewinnern“.

Der Hinweis auf Demokraten-Steuergewinnler wie die wegen ihrer Wahlkampfniederlage schwer verbittert wirkende Hillary Clinton fehlt. Sie soll, abgesehen von ihrem weit verzweigten undurchsichtigen Stiftungssystem, mit ihrem Ehemann Bill zwischen 2001 und 2015 allein mit bezahlten Reden mehr als 150 Millionen Dollar verdient haben. 2003 kassierte Hillary allein 8 Millionen Dollar von Verleger Simon & Schuster Für ihre Autobiographie Living History. Im Moment ist Millionärin Hillary Clinton auf Promotion-Tour für ihr neues Buch „What happened“.

Präsident Trump freut sich auf Twitter währenddessen über die Entwicklungen an der US-Börse seit seinem Amtsantritt: Der Dow Jones Index stieg in diesem Jahr um mehr als 5000 Punkte, einmalig in seiner 121-jährigen Geschichte.