Italien: Migranten gehen zu Fuß über die Alpen

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Lebensgefährlich: Zu Fuß über die Alpen (Foto:Durch Tampa/shutterstock)

In Italien festsitzende illegale Einwanderer versuchen jetzt zu Fuß über die Alpen nach Frankreich zu gelangen. Am Mittwoch entdeckte die Bergrettung sechs von ihnen, bekleidet mit Jeans und Turnschuhen, auf dem Alpen-Pass Colle della Scala, der Italien mit Frankreich verbindet.

„Ihnen war offensichtlich sehr kalt und sie waren schlecht ausgerüstet, wollten aber so kurz vor dem Ziel nicht umkehren“, berichten die freiwilligen Bergretter der CNSAS Piemonte.

„Wir haben sie eindringlich und mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihr Leben riskieren, wenn sie weitergehen. Doch sie weigerten sich, sich von uns in die italienische Stadt Bardonecchia zurückbringen zu lassen,“ so die Helfer, die die afrikanischen Migranten dann bis zur französischen Grenze begleiteten, wo die Gendarmerie sie in Empfang nahm.

Es soll nicht der erste Versuch dieser Art sein, Italien zu verlassen und weiter zu ziehen. Immer wieder brechen afrikanische Einwanderer aus Bardonecchia  Richtung Norden auf. Die Situation der Migranten in der italienischen 3000-Einwohner Stadt nahe Turin habe ein beängstigendes Ausmaß erreicht, berichtet der Chef der CNSAS Piemonte, Luca Giaj Arcota gegenüber The Local.it. Seine Bergrettung sei in den vergangenen Monaten immer wieder zu afrikanischen „Wanderern“ gerufen worden, die sich beim Versuch die Alpen zu Fuß zu überwinden verletzt oder verirrt hatten.

„Wir können nichts tun, um sie davon abzuhalten“, so Luca Giaj Arcota. „Wir brauchen eigentlich Unterstützung von den Grenzschützern.“

Nur Stunden nach dem die Gruppe der sechs Afrikaner in Frankreich angekommen war, hätten sich weitere drei Personen aus Bardonecchia ohne Ausrüstung und gegen jeden Rat auf den Weg gemacht.

 

 

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