Gedenkveranstaltung „Breitscheidplatz“: Wie der „Islam“ aus dem islamischen Terroranschlag gestrichen wurde

Foto: Durch Cineberg/Shutterstock
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Wenn ein Korangläubiger im Namen Allahs Unschuldige und Ungläubige niederstreckt, könnte man eigentlich von einem islamischen Terroranschlag sprechen.

Von Thomas Böhm

Eigentlich – aber nicht in Deutschland. Hier haben Politiker und Journalisten nichts Besseres zu tun, als aus einem islamischen Terroranschlag einen „normalen“ Terroranschlag zu machen. Sie lassen in ihren Statements und Beiträgen das „Unwort“ einfach unter den Tisch fallen, merkt ja keiner. Dieses hinterlistige Treiben erfüllt nur einen Zweck: Man will den Bürgern, so gut es geht, die ganze Wahrheit verschweigen, man will sie nicht weiter verunsichern, man will das Übel nicht bei der Wurzel packen.

Hier eine Auswahl der aktuellen Berichterstattung und der Politikerzitate:

In der „BZ“ beginnt der Beitrag über die Veranstaltung mit folgenden Worten:

Ein Jahr nach dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz trauerten Hinterbliebene, Politiker und Berliner gemeinsam um die zwölf Toten. Es gab bewegende Worte, Tränen, aber auch Verbitterung…

Anschließend werden jede Menge Politiker zitiert:

„Der Attentäter hat geliebte Menschen aus unserer Mitte gerissen, die wir schmerzlich vermissen“, sagt Berlins Regierender Michael Müller (SPD). „Heute halten wir alle inne. Ein Moment der Stille kehrt im Zentrum Berlins ein.“

„Viele Hinterbliebene und Verletzte – viele von Ihnen – haben sich nach dem Anschlag vom Staat im Stich gelassen gefühlt“, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Und dann bat er um Verzeihung.

Steinmeier weiter: Wir trauern um zwölf Menschen aus Deutschland, aus Polen, Tschechien und der Ukraine, aus Israel und Italien, um Frauen und Männer, die in Berlin lebten, ihrer Arbeit nachgingen oder hier zu Besuch waren. Sie alle wurden brutal ermordet, mitten in dieser Stadt, hier an diesem Ort. (…)

Auch Bischof Markus Dröge hatte in der Kirche bewegende Worte gefunden: „Wo Menschen zusammenstehen, sich gegenseitig trösten, nicht zulassen, dass die Taten der Gewalt Hass in die Herzen säen, da ist heute schon das Licht zu spüren, das die Dunkelheit besiegt.“

Merkel weiter: „Heute ist ein Tag der Trauer, aber auch ein Tag des Willens, das, was nicht gut gelaufen ist, besser zu machen.“ Dabei gehe es nicht nur darum, Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch darum, den Opfern dabei zu helfen, „möglichst gut wieder in das Leben hineinzukommen”.

Steffen Seibert twitterte: Bewegendes Gedenken zum Jahrestag des Terroranschlags am Berliner Breitscheidplatz – Statement von Kanzlerin

Die Welt startet ähnlich:

Der Jahrestag des Terroranschlags wird zum Berliner Gedenktag. Angehörige und Opfer bekommen endlich die Aufmerksamkeit, auf die sie lange warten mussten. Auch die Kanzlerin gesteht Versäumnisse ein.

Kein Hinweis auf die Hintergründe des Mörders hier:

Denn dass viele Fehler gemacht wurden, das bestreitet heute kaum einer mehr. Keine Rede von Politikern wird an diesem Tag vergehen, ohne dass auf diese Fehler hingewiesen wird und auf die Lehren, die man daraus gezogen hätte – nicht nur wenn es um Versäumnisse bei der Überwachung des späteren Attentäters geht, sondern gerade auch im Umgang mit den Opfern und deren Angehörigen an den Tagen, Wochen, Monaten nach dem Anschlag.

Im „Tagesspiegel“ darf Heiko Maas vom Leder ziehen und auch er verdrängt das wichtige Wort „Islam“

Der geschäftsführende Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat zum Jahrestag des Terroranschlags auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz Fehler der Bundesregierung eingeräumt. „Wir waren nicht ausreichend auf die Folgen eines solchen Terroranschlag für die Betroffenen vorbereitet“, schreibt Maas in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel (gedruckte Dienstagsausgabe). „Dafür können wir uns bei den Opfern und Hinterbliebenen nur entschuldigen. Es bleibt eine nie endende Aufgabe von Politik in einem demokratischen Rechtsstaat, aus Fehlern zu lernen und unsere Verantwortung gegenüber Opfern von Terror wahrzunehmen.“ Aus dem Abschlussbericht des Opferbeauftragten, Kurt Beck, lerne die Bundesregierung, dass sie „noch mehr tun“ könne, „um den Menschen beizustehen“.

Konkret schlägt Maas vor, in einem Ministerium eine Koordinierungsstelle einzurichten, damit Opfer bei künftigen Anschlägen sofort einen Ansprechpartner auf Bundesebene haben. Außerdem müsse das Recht so angepasst werden, dass alle Opfer von Terroranschlägen gleich behandelt und entschädigt werden könnten – unabhängig von ihrer Nationalität oder den verwendeten Waffen.

Wenn das so weitergeht, wird dieser ISLAMISCHE Terroranschlag irgendwann nur noch als „bedauerlicher Verkehrsunfall“ behandelt. Allahu Akbar!

Ein guter Kommentar kommt aus der Richtung AfD:

Pazderski: Die Bundesregierung zeigt Desinteresse an den menschlichen Schicksalen der Opfer des Breitscheidplatzes

Einen Tag nach den offiziellen Gedenkfeiern hat der stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Georg Pazderski, den Umgang mit den Opfern des islamistischen Terroranschlags in Berlin als unwürdig bezeichnet und einen offiziellen Gedenktag gegen den Terror gefordert:

„Er waren durchaus angemessene Gedenkmomente gestern in Berlin, aber unter dem Strich bliebt ein schaler Beigeschmack. Das späte Interesse der Kanzlerin und zuletzt die peinliche Anleitung zur Abrechnung der Reisekosten für Opferangehörige sind eindeutige Zeichen des Desinteresses des Senats von Berlin und der Bundesregierung an den menschlichen Schicksalen, die sich hinter den Namen der Opfer verbergen.

Ungenügend ist auch die Ausgestaltung des Denkmals am Breitscheidplatz. Es fehlt jeder Hinweis auf den islamistischen Terror. So verfestigt sich der Eindruck, dass die Ereignisse nach Erfüllen der protokollarischen Pflichten schnell aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt werden sollen. Dies werden wir nicht zulassen und solange es nötig ist immer wieder auf eine angemessene Beachtung und Entschädigung der Opfer und ihrer Angehörigen drängen.

Die AfD fordert die Einführung eines jährlichen Gedenktages am 19. Dezember gegen Terror. So setzen wir ein unmissverständliches Zeichen als wehrhafte Demokratie. Die Täter vom Breitscheidplatz und andere Terrorakte dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Es waren Islamisten, die durch die fahrlässige Öffnung der deutschen Grenzen unentdeckt in unser Land einsickern und Menschen heimtückisch ermorden konnten.

Die AfD bekräftigt ihre Forderung nach Schließung der Grenzen für Migranten ohne Aussicht auf Asyl und die umgehende Abschiebung aller ausländischen Gefährder und Straftäter.“

 

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