EU-Bonzen: 200.000 Euro für ihre „neue“ Bar!

"Laßt uns einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht!" / 1. Moses 11
"Laßt uns einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht!" / 1. Moses 11

Brüssel – Die Prioritäten der Parlamentarier im EU-Parlament liegen offensichtlich bei eigener Versorgung und Wohlergehen. Diesmal geht es um die Erweiterung und Neuausstattung einer Bar, die sich die Parlamentarier mit Steuergeldern in Höhe von 200.000 Euro genehmigen. 

Von Bianca Hoe

Bereits im April hatte das Europäische Parlament den Plänen, die 80-Plätze-Bar im EU-Gebäude in Straßburg zu vergrößern und mit neuem Mobiliar aufzuhübschen, zugestimmt. Der geplanten Erweiterung fällt auch eine Bibliothek zum Opfer. In Zukunft wollen die Parlamentarier in ihrem Bar-Restaurant unter „hohen Qualitätsstandards und funktionalem Service“ gepflegt „einen heben“ und speisen.

Die umfassenden Renovierungsarbeiten in 200.000 Euro-Höhe sollen im Januar beginnen und ein halbes Jahr dauern.

Der britische UKIP-Europaabgeordneter Jonathan Bullock meint: „Es ist schon erstaunlich, dass eine Bar hier solche Wichtigkeit besitzt. Wir werden natürlich die neuen Räumlichkeiten dafür nutzen, den Brexit gebührend zu feiern, wenn er endlich abgeschlossen ist.“

Gerade erst war bekannt geworden, daß die Eurokraten rund 175 Millionen Steuer-Euro für ein neues EU-Besucherzentrum, genannt das „Haus Europas“, springen lassen wollen.

Anfang dieses Jahres hatten Beamte des Europäischen Parlaments weitere Millionen Euro für ihr verschwenderisches Leben gefordert. Die Abgeordneten hatten darauf bestanden, dass sie allein mehr als 2 Millionen Euro benötigten, um regelmäßig zwischen Brüssel und Straßburg zu pendeln.

Die Geld-Forderung, die auch unter dem Namen „Sauvignon-Farce“ bekannt wurde, sollte dazu dienen, Hotelzimmer und „Tagegeld“ für Essen und Unterhaltung zu finanzieren.

„Von Brüssel nach Straßburg und zurück zu fahren ist eine unnötige Verschwendung von Geld, Energie und Zeit,“ empörte sich der UKIP-Abgeordnete Jonathan Arnott, der im Haushaltsausschuss des Europäischen Parlaments sitzt.

Letztlich kamen zur geforderten Summe noch einmal mehr als 1,35 Millionen Euro hinzu, um eine Flotte von Fahrzeugen samt Chauffeuren für die Abgeordneten unterhalten zu können.

Der Unterhalt des Europäische Parlament kostet die Steuerzahler der Mitgliedstaaten jedes Jahr knapp 200 Millionen Euro, obwohl es im Durchschnitt nur eine Woche pro Monat genutzt wird.

Und auch bei den Gehältern wird jedes Jahr mächtig zugeschlagen. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Die Gehälter der knapp 38.000 EU-Beschäftigten steigen rückwirkend zum 1. Juli um 1,5 Prozent. Das berichtet die „Bild-Zeitung“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf einen Bericht der EU-Kommission. Die Gehaltserhöhungen gelten auch für EU-Kommissare und die EU-Abgeordneten.

Danach erhöhen sich die Grundgehälter der EU-Beamten von 2.830 auf 2.872 Euro in der niedrigsten Besoldungsgruppe und von 19.588 auf 19.882 Euro in der höchsten Besoldungsgruppe. Wegen zusätzlicher steuerfreier Zulagen verdient ein verheirateter EU-Generaldirektor in der höchsten Besoldungsstufe jetzt 23.322 Euro im Monat. Zum Vergleich: Das Amtsgehalt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beträgt derzeit 18.388 Euro (ohne Diäten), so das Blatt.

Bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk steigen die Bezüge Inklusive Zulagen auf rund 32.200 Euro im Monat – rund 500 Euro mehr als bisher. Die Gehälter der sechs Vizepräsidenten der EU-Kommission steigen inklusive Zulagen um rund 450 Euro auf 30.317 Euro, so die Zeitung. Ein EU-Kommissar verdient nun mit Zulagen knapp 400 Euro mehr, nämlich 26.236 Euro.

Die Diäten der EU-Abgeordneten steigen von 8.484 auf 8.611 Euro, so die „Bild“. Die Gehaltserhöhungen kosten die EU-Steuerzahler nach Berechnungen der EU-Kommission rund 100 Millionen Euro pro Jahr.

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