Martin Sellner exklusiv: Schwarz-blau „erhöht den Druck auf Deutschland“

Sellner: "Wir sind die Avantgarde, die die Themen von morgen vorgibt." / YouTube

In Österreich ist gestern die schwarz-blaue Koalition vereidigt worden. Was bedeutet das für Österreich, Europa, und den patriotischen Widerstand? jouwatch sprach exklusiv mit Martin Sellner, Ko-Chef der Identitären Bewegung Österreich.

Wie siehst du die Regierungsvereinbarung? Was ist gut, was ist schlecht?

Insgesamt sehe ich sie sehr positiv. Allein der Ort, an dem sie vorgestellt wurde, hat Symbolcharakter. Der Kahlenberg steht für Verteidigung Europas und Reconquista gegen die Osmanen.

Das ist ein klares Ja zu unserer Geschichte und nationalen Identität. Auch der Inhalt kann sich sehen lassen. So gibt es klare Signale die als „push-faktoren“ gegen Illegale wirken werden. Dass sie all ihr Geld abgeben und ihre Smartphones offenlegen müssen, dass sie kaum mehr Geldleistungen bekommen und konsequent abgeschoben werden sind Ankündigungen, die Österreich als Einwanderungsziel unbeliebt machen werden. Das erhöht den Druck auf Deutschland und damit auf die CDU, endlich auch dem Weg von Kurz zu folgen.

Ebenso sind die Entlastungen der Familien, die gezielt dem österreichischen Mittelstand zugute kommen, sowie die klare Bekämpfung des politischen Islams als Hauptsicherheitsfrage zu begrüßen. Die Zusage zu CETA und die handzahme Haltung zur EU, auf die sich die FPÖ einlassen musste gefallen einem weniger aber dafür wurde erstmals klar festgehalten, dass Integration von Fremdem „wesentlich von der Anzahl der zu integrierenden Personen“ abhängt. Wer sich auskennt, sieht, dass das eine klare Absage an Multikulti ist. Das haben die Österreicher gewollt, das haben sie gewählt und wir werden darauf achten, dass sie es bekommen.

Hat sich mit der schwarz-blauen Regierung die IB-Ö erübrigt? Welche Rolle werdet ihr als Protestbewegung jetzt spielen?

Auf keinen Fall. Die Arbeit der IB geht direkt weiter, aber auf einer anderen Ebene. Die Regierung geht in die richtige, nämlich identitäre, Richtung. Die Ausrufung des Programms am Kahlenberg stellt sie in die Tradition der Österreichischen Geschichte, während bisherige Regierungen wie farblose globalistische Verwaltungseinheiten wirkten.

Die Aufgabe der IB ist es, dafür zu sorgen, dass es nicht nur bei Symbolpolitik bleibt und die Versprechen tatsächlich umgesetzt werden. Dazu braucht es jetzt umso mehr eine außerparlamentarische, unabhängige, patriotische Kraft! Wir sind die Avantgarde, die die Themen von morgen vorgibt. Wird heute Einwanderungsstopp Mainstream, fordern wir morgen eine Remigration der Illegalen! Die IB muss Schrittmacher, Impulsgeber und Garant einer Wende bleiben und sich jetzt dem wahren Machtzentrum zuwenden: die noch immer von einer linken Meinungselite beherrschten Medien.

Gab es vorher schon Kontakte und Schnittpunkte zwischen der IB-Ö und den neuen Regierungsparteien?

Die IBÖ legte und legt immer Wert auf absolute Unabhängigkeit. Wir beeinflussen alle Parteien gleichermaßen indem wir auf das Meinungsklima einwirken. Der Begriff „Festung Europa“, den wir prägten, wurde etwa damals von einer ÖVP-Ministerin übernommen. Aber auch Konzepte wie Remigration, oder die Benennung des Großen Austauschs wirken indirekt auf die Regierungsparteien ein, indem wir sie durch Aktivismus popularisieren.

Wird die IB-Ö mit der neuen Regierung, insbes. der FPÖ zusammenarbeiten?

Wir geben dieser neuen „Kahlenberg-Koalition“ einen Vertrauensvorschuss und arbeiten an einem neuen Österreich mit, wie wir es am besten können: in der Metapolitik. Das heißt, dass unsere Bestrebungen dahin gehen, die Regierung auf Missstände aufmerksam zu machen, patriotische Unterstützung für sie sichtbar zu machen, sie mit Freiwilligen zu Unterstützen wenn es sinnvoll und nötig ist und insgesamt an einer kulturellen Wiederbelebung des Landes zu arbeiten. Geschichte muss wieder lebendig werden. Unser Kahlenbergzug, eine identitäre Gedenkveranstaltung für die Schlacht gegen die Osmanen, war ein erster Schritt, der von der Kahlenberg-Koalition fortgesetzt wurde. Der Wahlerfolg war erst der Anfang. Die Patrioten müssen davon ermutigt zu einer zivilgesellschaftlichen Kraft werden, um die Dominanz der Multikultis zu brechen.

Kritiker werfen Sebastian Kurz eine zu große Nähe zum linksaktivisten George Soros durch den European Council on Foreign Relations vor.

Ich habe das selbst einmal intensiv untersucht. Ja, er ist im ECFR, das auch Soros mitbegründet hat. Es ist schwer das einzuschätzen. Entweder es sagt wirklich mehr über ihn aus als seine Worte – das wäre eine schlechte Nachricht. Es könnte aber auch sein, dass er das einfach als nötigen „Karriereschritt“ getan hat, um auf der europäischen Ebene Kontakte zu knüpfen und aufzusteigen. Machen wir uns nichts vor: Kurz ist auch ein Machtpolitiker, der sein Spiel gut versteht und sich nach dem Wind richtet. Das zeigt vor allem seine Haltung zur FPÖ in seinen Zeiten als Integrationsstaatssekretär. Aber heute kommt der Wind eben aus unserer Richtung und bisher verspricht er die patriotischste Politik, die man je von der ÖVP zu hören bekam. Ich gebe einen Vertrauensvorschuss aber man darf natürlich nie blauäugig werden.

Die Soros-NGO “Hope not Hate” hat „Defend Europe” ja massiv bekämpft. Wie bewertest du das?

Es ist Verzweiflung. Die linken Globalisten sehen, dass sie überall verlieren. Vor allem verlieren sie die Kontrolle über die Informationen und das Vertrauen der Bevölkerung. Ihre letzte Chance ist die Angst. Die Kosten die eigene Meinung auch offen zu sagen, müssen so hoch wie möglich gehalten werden. Outing, Verleumdung, Jobverlust, Antifaterror – das ist die Prozedur die jeder Widerspenstige unterzogen wird. Berufswiderspenstige, wie die Identitären werden besonders brutal attackiert, weil sie andere ermutigen und inspirieren. Je größer unsere Projekte und je größer der Störkfaktor für die Globalisten, desto härter ihre Bandagen. Ich sehe diese Angriffe wie Ehrenabzeichen.

Wie geht es mit “Defend Europe” weiter? Welche NGOs sind noch im Mittelmeer aktiv?

Derzeit ist eine Scheinruhe eingekehrt, was vor allem an der Jahrezeit liegt, in der höhere Wellen das Schleppen schwieriger machen. Gleichzeitig wird die Unterstützung der Libyschen Küstenwache wieder revidiert und NGOs, allen voran Seawatch kreuzen schon wieder im Mittelmeer. Der große Fortschritt, die Unterstützung der Libyer bei der Rettung und Rückführung der Illegalen wird durch Sabotage von internationaler Ebene wieder untergraben. Das bedeutet, dass uns spätestens im Frühjahr eine neue Welle bevorsteht und darauf bereitet sich auch Defend Europe vor.

 

Martin Sellner über die schwarzblaue Koalition in Österreich:

 

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