Lüneburg: nach Muslim-Beschwerde – Schul-Weihnachtsfeier verlegt

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Keine Weihnachtsfeier mehr während des Schulunterrichts (Bild: shutterstock)

Lüneburg- Das Lüneburger Johanneum – das älteste und traditionsreichste Gymnasium der Hansestadt – verzichtet in diesem Jahr auf eine Weihnachtsfeier während der Unterrichtszeit. Der Grund: Die Beschwerde eines muslimischen Schülers.

Im vergangen Jahr hatte sich offenbar eine muslimische Schülerin beschwert, dass im staatlich getragenen Lüneburger Johanneum christliche Lieder während der Weihnachtsfeier, gesungen wurden. Dies wäre nicht mit ihrem Glauben vereinbar.

Statt der verpflichtenden Feier während des Unterrichts gibt es nun eine freiwillige Feier am Nachmittag. Das hat die Schulleitung entscheiden. Die Vorsitzende des Schulelternrats sagte, die Verlegung auf den Nachmittag sei ein Kompromiss, mit dem sie leben könne, so der NDR.

Schule beruft sich auf Schulgesetz

Auf eine für alle Schüler verpflichtende Weihnachsfeier verzichtet die Schulleitung, um dem niedersächsischen Schulgesetz zu entsprechen. Dort heißt es, dass im Unterricht auf religiöse Überzeugungen zu achten sei und auf Empfindungen Andersdenkender Rücksicht genommen werden müsse.

Jede Schule könne selbst entscheiden, wie die Regelung umgesetzt werde, sagte eine Sprecherin der Landesschulbehörde laut dem NDR. Der Paragraf im Schulgesetz sei nicht als Verbot, christliche Lieder zu singen, angelegt. In der katholischen Grundschule in Lüneburg wird der Kniefall vor dem Islam noch nicht gänzlich vollzogen. So nehmen dort laut dem Schulleiter muslimische Schüler an der Weihnachtsfeier teil. (SB)

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