Linksextremisten-Portal Indymedia ruft zur Hetzjagd auf Polizisten

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Linksextremistisches Netzwerk ruf zur Hetzjagd auf Polizisten auf (Bild: Screenshot)

Auf dem linksradikalen Portal „Indymedia“ wurden Fotos von 54 Berliner Polizisten, die an einem Einsatzes zur Räumung der durch Linksautonome besetzten Häuser in der Rigaer Straße teilgenommen hatten, veröffentlicht. Indymedia-Anhänger werden aufgefordert, zu melden,  wo die Beamten privat anzutreffen sind.

Am Montag startete die Hamburger Polizei und Staatsanwaltschaft die größte, bisher durchgeführte Öffentlichkeitsfahnung in Deutschland, um mutmaßliche Gewalttäter, die bei G20-Gipfel-Ausschreitungen beteiligt waren, zu ermitteln (jouwatch berichtete).

„Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind“

Dies nahmen Linksextremisten zum Anlass, um auf dem Internetportal Indymedia einen „Polizisten-Pranger“ zu veröffentlichten. Dazu hieß es am Sonntag auf der Linksextremistenplattform:

„Anläßlich der Hetzkampagne und den für morgen angekündigten Aufrufen zur Denunziation von 100 Menschen haben wir uns entschieden, Bildaufnahmen von 54 Polizeibeamt_innen zu veröffentlichen, die im letzten Jahr daran beteiligt waren, die Rigaer94 zu räumen. Wir freuen uns über Hinweise, wo sie wohnen oder privat anzutreffen sind“. Einige der veröffentlichten Fotos von Polizisten tragen Dateinamen wie „Schweine“ und „Mörder“.

„Auf Grund der „Hetzjagd auf Teilnehmer_innen des Hamburger Aufruhrs gegen den G20 erneuern wir unser Bekenntnis zum Kampf gegen den Staat, gegen die faschistischen Organisationen wie die Polizei, die Geheimdienste und rechte Strukturen sowie gegen die Kollaborateur_innen und Denunziant_innen in der Bevölkerung und der Presse“.

Keine Maßnahmen gegen Indymedia als Netzwerk

Ende August wurde die linksextremistische Plattform „linksunten.indymedia.org“, ein Ableger der Indymedia-Plattform,  durch das Bundesinnenministeriums verboten (jouwatch berichtete).  Das Ministerium sieht jedoch bislang keine Veranlassung, Indymedia zu verbieten und abzuschalten. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) betonte ausdrücklich, dass die Maßnahmen gegen linksunten.indymedia.org sich nicht gegen Indymedia als Netzwerk richten.

Im Kommentarbereich stößt der Aufruf zur Hetzjagd auf Polizeibeamte auf wenig Gegenliebe:

Bild: Screenshot
Kommentarbereich Indymedia (Bild: Screenshot)

 

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