Berlin: Islam-Gefährder freigelassen – untergetaucht

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Berliner Kammergericht (Foto:Durch FlightMedia/shutterstock)

Das Berliner Kammergericht hat beschlossen, die Untersuchungshaft für drei als gefährlich geltende Islam-Gläubige aufzuheben. Einer von ihnen befindet sich bereits wieder auf freiem Fuß und ist untergetaucht.

Die Iraker Raad A., Abbas R. und Younis El-H. sollen für den „Islamischen Staat“ gekämpft haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte die Männer allerdings nicht wegen Terrorverdachts angeklagt, sondern wegen bandenmäßigen Handels mit Rauschgift, darunter Kokain, Haschisch und Ecstasy-Tabletten, so der Tagesspiegel.

Laut des Berliner Kammergerichts sei die lange Untersuchungshaft bis zum Prozessbeginn nicht länger vertretbar. Die Untersuchungshaft soll bereits am 5.Dezember aufgehoben worden sein. Bei dem abgetauchten mutmaßlichen IS-Kämpfer soll es sich um den 20 oder 22-jährigen Iraker Younis El-H. handeln, der 2014 als sogenannter Flüchtling nach Deutschland gekommen ist. Weder sein richtiger Name noch sein richtiges Alter sei den Behörden bekannt, so der Tagesspiegel.

Die Aufhebung der Haftbefehle gegen die drei islamischen „Gefährder“ wurden von der Sprecherin der Berliner Strafgerichte bestätigt. Der späte Beginn des Prozesses, beruhe letztendlich auf der Belastung der Jugendkammer und damit defizitären Ausstattung der Justiz mit personellen und sachlichen Mittel, beklagt die Sprecherin Lisa Jani. (MS)

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