Piraten machen ihrem Namen alle Ehre

Foto: Durch Mikhail Gnatkovskiy/Shutterstock
Foto: Durch Mikhail Gnatkovskiy/Shutterstock

Dass die Piratenpartei zu Recht im politischen Nirwana verschwunden ist, beweist eine Meldung bei Epoch Times zum Thema Preissteigerung im Nahverkehr.

Von Nils Kröger

Der Saarländische Verkehrsverbund (saarVV) erhöht zum 1. Januar 2018 seine Preise um 1,97 Prozent. „Mit der Tarifanpassung sollen insbesondere die gestiegenen Lohn-und Sachkosten teilweise aufgefangen werden“, erklärte Elke Schmidt, Geschäftsführerin der Saarländischen Nahverkehrs-Service GmbH (SNS GmbH).

 Soweit so bekannt. Hat vermutlich schon jeder in ähnlicher Form im Teil der jeweiligen Lokalpresse gelesen. Nun aber kommt der Landesvorsitzende der Piratenpartei, Klaus Schummer, mit einer bahnbrechenden Idee aus der Kurve.

(…) Statt diesen kosmetischen Änderungen „sollte der ÖPNV durch eine geringe Nahverkehrsabgabe finanziert werden“, so Schummer.

 Natürlich. Dass darauf noch niemand gekommen ist. Der Gordische Knoten ist gelöst. Einfach die Allgemeinheit, besser gesagt, den Steuerzahler in die Pflicht nehmen.

 Ähnlich wie bei einer Flatrate muss dann niemand mehr überteuerte Tickets zusätzlich lösen, sondern kann so oft, so weit und so lang im Saarland mit Bus und Bahnen fahren, wie er möchte.“ Damit würden die Einnahmen erhöht. Gleichzeitig könnten „mehr Fahrzeuge eingesetzt, Taktungen erhöht, neue Haltestellen geschaffen und die Qualität und Ausstattung verbessert werden“.

 Da hat wohl jemand zu viel „Taxlandia“ von der EU gespielt. Einfach die Steuern erhöhen und alles ist gut. Deutschland hat eine der höchsten Abgabenquoten und die Infrastruktur bröckelt trotzdem weiter. Weiterhin soll nur an den Rundfunkbeitrag, auch „Demokratieabgabe“ genannt, erinnert werden. Die Einnahmen wurden erhöht, mehr Sendungen geschaffen und trotzdem sank die Qualität bzw. Glaubwürdigkeit rapide.

„Durch die damit verbundenen Verkehrsentlastungen werden Staus vermieden und die Umwelt geschont. Gleichzeitig würde die Schwarzfahrerproblematik gelöst, Polizei, Gerichte und Gefängnisse entlastet und somit Kosten eingespart, denn wo kein Ticket gelöst werden muss, gibt es auch kein strafbewährtes Schwarzfahren mehr.“

 Die Logik ist einmalig. Fordert demnächst doch noch eine „geringe Einzelhandelsabgabe“ und die Ladendiebstahlsproblematik ist ebenfalls gelöst. Wenn´s nicht so traurig wäre, könnte man lachen.

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