Nico Schmidt im Investiga-Mief der „Zeit“

Foto: Collage
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Wenn linksradikale Journalisten eines nicht ertragen können, ja wenn ihnen etwas seelische, gar körperliche Schmerzen bereitet, dann ist das die Tatsache, dass außerhalb ihres ideologisch verengten Spektrums jemand erfolgreich ist. Für linksradikale Journalisten ist es einfach nicht hinnehmbar, dass da jemand ungefragt, unkontrolliert das Nachrichtenspektrum erweitert und Licht in die Dunkelheit der Regierungspolitik bringt.

Von Thomas Böhm

Dann werden sie so richtig stinkig. Nico Schmidt ist so einer, der es nicht verknusen kann, wenn jemand das Linkssystem kritisiert. Er arbeitet für die ZEIT und behauptet allen Ernstes, er gehöre zur Abteilung „Zeit investigativ“.

Mir scheint Herr Schmidt eher ein Vertreter der Abteilung Investigamief zu sein.

Auf jouwatch hatten wir bereits den journalistischen Schund des Herrn Schmidt angekündigt und wurden nicht enttäuscht. Der Beitrag „Die Amerika-Connection der Neuen Rechten“ gehört zu den schlechtesten Artikeln, die jemals in der ZEIT erschienen sind. Und das will viel heißen, bei einem Blatt, dass sich in den letzten Jahren von einem Wochenmagazin zu einem Antifa-Heftchen zurück entwickelt hat.

Gleich im Vorspann erklärt uns der offensichtlich psychisch verwirrte Einzeltexter Nico Schmidt, warum er sich über jouwatch hermachen musste.

Die Website „Journalistenwatch“ mausert sich zu einer einflussreichen Plattform der Neuen Rechten.

Dafür natürlich ein Dankeschön, der Rest des Beitrags ist ein billig zusammengeschriebener Haufen Halbwahrheiten, gespickt mit falschen bwz. verdrehten Tatsachen, Unterstellungen, Diffamierungen und sinnentstellenden Verkürzungen.

Wie durchgeknallt dieser Hans Wurst der ZEIT ist, zeigt uns alleine dieser Satz:

…Geleitet wird das Portal von Thomas Böhm. Der versuchte sich einst als Schreiber bei B.Z. und taz, ehe er im Oktober 2010 die rechte Partei Die Freiheit gründete und als ihr Sprecher auftrat…

Mir ist nicht ganz klar, was man bei der Zeit unter investigativ versteht. Herr Schmidt zumindest scheint nicht mal in der Lage zu sein, im eigenen Archiv zu stöbern, denn sonst hätte er wissen müssen, dass ich bereits zu einem Zeitpunkt, in der er selber mutmaßlich noch in die Windeln gemacht hat, als freier Autor für die ZEIT geschrieben habe. Und dass ich 13 Jahre lang als festangestellter Redakteur  bei der BZ gearbeitet habe, unterschlägt der Herr ebenfalls.

Als Schreiber habe ich mich schon etwas früher, nämlich 1972 als Redakteur einer Schülerzeitung in Hamburg versucht, aber da war Herr Schmidt sicherlich noch nicht von dieser Welt.

Und dass ich die Bürgerrechtspartei Die Freiheit gegründet habe ist so wahr, wie die Behauptung, dass Nico Schmidt ein investigativer Journalist ist.

Wir sind gespannt, was der wirkliche Gründer, René Stadtkewitz dazu sagen wird.

Möglich ist auch, dass Nico Schmidt beim Verfassen des Beitrags betrunken gewesen ist, zumindest scheint er verkehrsuntauglich gewesen zu sein, konnte offensichtlich rechts und links nicht voneinander unterscheiden:

Während einige der Beiträge auf Journalistenwatch eher verwirrt daherkommen („Hitler war links. Rechte können damit keine Neonazis sein“), können andere nur als rechtsradikal und geschichtsrevisionistisch bezeichnet werden. Und das könnte für Böhm und Pipes zum Problem werden.

Können, könnte…Natürlich fehlen, wie immer wenn ein Linker so daher schreibt, die Belege. Hauptsache, man kann sinnfrei unterstellen, den Begriff „rechtsradikal“ fallen lassen, die Konkurrenz in den Dreck ziehen – Kindergarten-Niveau eben. Außerdem scheint mir Herr Schmidt selber ein wenig verwirrt zu sein, wenn er behauptet, die (National)SOZIALISTEN wären „rechte“ Bösewichte gewesen.

Um zu erklären, was Herrn Schmidt in Wirklichkeit ärgert, könnte dieser Satz hilfreich sein:

Das Finanzamt Jena will mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht begründen, warum es den Verein als gemeinnützig einstufe.

Das kann, das darf für einen Linksradikalen wie Schmidt natürlich nicht sein, dass da ein Verein als gemeinnützig anerkannt ist, der nicht stramm auf stalinistischer Linie ist.

Aber worum geht es dem Herrn Schmidt eigentlich? Eine umfassende Erwiderung hat Max Erdinger schon veröffentlicht.

Ich denke mir, Herr Schmidt hat Probleme, dass sich jouwatch, wenn es denn sinnvoll ist, auch linken Argumentationen nicht verschließt. Hier ein Beispiel:

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Beitrag in der „Zeit“ vom 8. November dieses Jahres, in dem ein thüringischer Linken-Politiker zitiert wird:

Aus einer Umfrage der Sendung exakt unter den Kultusministerien der Länder ging hervor, dass nur in Bayern eine Schulexkursion zu einer KZ-Gedenkstätte auf dem Lehrplan stehe. Der thüringische Minister für Jugend und Bildung, Helmut Holter (Die Linke), sprach sich gegen verordnete Gedenkstättenbesuche aus, Zwang sei das falsche pädagogische Mittel. „Ich halte den Weg der Freiwilligkeit für den richtigen“, sagte Holter im MDR.

Ist es wirklich so schlimm für Herrn Schmidt, wenn wir mal die ZEIT zitieren?

Immerhin kommt der journalistische Milchbubi am Ende seiner Abhandlung wieder zur Vernunft:

Kaum hatte ZEIT ONLINE eine Reihe von Fragen über Pipes‘ Unterstützung und die inhaltliche Ausrichtung von Journalistenwatch übermittelt, erschien in verschiedenen konservativen und rechten Blogs, darunter Journalistenwatch selbst, eine Beschwerde, in der in bestem Extremistendeutsch von „Systemmedien“ und einer „Meinungsmafia“ die Rede ist, zu der offenbar auch die ZEIT gezählt wird. Während Journalistenwatch ein „vehementer Verteidiger des Staates Israel“ sei, handele es sich bei der ZEIT um „Palästinenser-Presse“. Es gehe bei der Recherche zu Journalistenwatch vor allem darum, „die israelfreundliche Szene zu spalten“. Und angesichts dessen ist der Autor überzeugt: „Das Ende der bürgerlichen, demokratischen Gesellschaft ist nicht mehr weit.“

Egal, Nico Schmidts anti-journalistischer Beitrag ist nichts anderes, als der typisch linke, also billige Versuch, der medialen Konkurrenz die wirtschaftliche Existenzgrundlage zu zerstören, in dem man dem „Gegner“ etwaige Sponsoren abspenstig machen und einen Keil in die Widerstandsbewegung treiben will. Eine miese Nummer, die auch schon früher in Deutschland Gang und Gebe war, wenn den andersdenkenden Journalisten inhaltlich und argumentativ nicht beizukommen war.

Zum Schluss noch ein Hinweis, wie die ZEIT selbst mit Kommentaren umgeht, die Unterstellungen enthalten, so wie im Beitrag von Herrn Schmidt:

Wandere aus, solange es noch geht!
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