Bozen entfernt Christbaum

Symbolbild: Shutterstock
Christkindelsmarkt in Bozen (Symbolbild: Shutterstock)

Italien/Bozen- Um die Gefühle von Muslimen nicht zu verletzen, soll laut italienischer Medien der Christbaum vor dem Rathaus in Bozen entfernt worden sein.

Nach Berichten der italienischen Zeitung Secolo dÍtalia wurde der traditionelle Christbaum vor dem Rathaus der norditalienischen Stadt Bozen vor dem Besuch einer muslimischen Vereinigung in der Stadt entfernt. „Der Weihnachtsbaum könnte die Gefühle der Muslime verletzen oder sie beleidigen“, so die Begründung von Seiten der Stadtverwaltung.

Bekannt geworden sei der Vorfall durch den Präsidenten des örtlichen Sportvereins. Wie Philosophia Perennis (PP) berichtet, habe der Verein dieses Jahr die Aufgabe bekommen, den Christbaum zu schmücken. Bereits wenige Tage nachdem der Baum aufgestellt war, habe der Sportveteranenvereins einen Anruf vom Rathausbüro bekommen. Er wurde angewiesen, den Weihnachtsbaum und seine Dekorationen zu entfernen, weil das Rathaus von einer muslimischen Abordnung besucht werden würde und es „deren religiöse Gefühle verletzen oder sie beleidigen könnte“.

Allesandro Urzi, konservativer Politiker in Südtirol spricht angesichts des Vorfalls von einer „Barbarisierung der allgemeinen Kultur“ in Italien: „Der Respekt vor jedem religiösen Bekenntnis darf nicht mit der Beseitigung der traditionellen Symbole verwechselt werden, auf denen unsere Gesellschaft beruht. Sowohl Gläubige wie Ungläubige finden in diesen traditionellen Symbolen wichtige Elemente, die unsere Identität ausmachen.“ (SB)

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