Berlin: Nicht abgeschobener Gewalttäter tötet Vietnamesen – Senat beschäftigt sich lieber mit Fahrradwegen

Foto: Durch Rainer Fuhrmann/shutterstock
Messerangriff (Foto: Durch Rainer Fuhrmann/shutterstock)

Am 5. November verließ der junge Vietnamese „Than N“. gegen 23 Uhr den Spätverkaufsladen seines Vaters in der Wilmersdorfer Bundesallee/Ecke Güntzelstrasse um in die nur einige Hausnummern entfernte Wohnung der Eltern zu gehen, in der er lebt. Auf diesem kurzen Stück trifft er auf seinen mutmaßlichen Mörder Mahmut A., einen türkischen Asylbewerber, gewalttätiger Intensivtäter, der Deutschland schon lange hätte verlassen sollen. Doch der Senat ist anderweitig beschäftigt und kümmert sich lieber intensiv um das „Mobilitätsgesetz“.  Jeder Bezirk sei dazu aufgefordert, zwei Experten für den Radverkehr einzustellen, heißt es aus der rot-rot-grünen Hauptstadt.  

Mahmut A. sticht mit einem Messer auf den 21-jährigen Vietnamesen ein, der in Begleitung seiner 52 Jahre alten Mutter ist, schneidet ihm die Kehle durch. Die Nachbarn hören  die verzweifelten Hilferufe der Opfer und alarmieren die Polizei. Der junge Vietnamese stirbt noch vor Ort im Rettungswagen.

Seit zehn Jahren beschäftigt Intensivtäter Mahmut A. Justiz und Polizei. Mehr als 60 Strafverfahren sind gegen ihn aktenkundig. Die Liste reicht von Raub, Körperverletzung, Diebstahl bis hin zu Beleidigung. Schon mit 10 Jahren beginnt er seine gewalttätige Karriere durch die deutsche Gesellschaft.

Zur Zeit des Mordes an dem 21-jährigen Vietnamesen hätte der Türke gar nicht mehr in Berlin sein dürfen. Sein Asylantrag war vor Jahren abgelehnt worden, seine befristete Duldung erloschen. Im Jahr 2013 war er wegen eines Raubüberfalls auf eine Weddinger Kneipe  zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Raub hatte der damals 16-jährige Mahmut A. mit einer Eisenstange so brutal auf den Kellner Hasan D. (heute 63)eingeprügelt, dass der Mann sein linkes Auge verlor und wochenlang im Koma lag.

Ende März kam der Gewalttäter aus dem Gefängnis und hätte sofort abgeschoben werden müssen. Doch völlig unbehelligt von der Berliner Ausländerbehörde und der Polizei trieb er weiter sein Unwesen in Berlin.

Beim Senat gibt man sich angesichts dieses Behördenversagens, dass einen jungen Mann das Leben kostete und verzweifelte Angehörige zurückließ, schweigsam: „Wir dürfen uns aus datenschutzrechtlichen Gründen grundsätzlich nicht zu Einzelfällen äußern“, ließ der SPD-Innsenator Andreas Geisel über seinen Sprecher mitteilen.

Mahmut A. ist untergetaucht, wird nun mit einem internationalen Haftbefehl gesucht. Ihm droht lebenslange Haft wegen Mordes. Während die Mutter des Opfers, die eigentlich das Ziel des Raubüberfalls am 5. November war, im Zuge des Überfalls eine Gehirnblutung erlitten haben und seitdem im Koma liegen soll, gibt es Erfolgsmeldungen aus Charlottenburg-Wilmersdorf zum Thema „Radverkehrsplanung“. Dort fand man auf Anhieb die geeigneten Fachkräfte für zwei Ingenieursstellen, die sich um den Bau der Radverkehrsanlagen kümmern werden. (MS)

 

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