Zwei Szenarien, die (selbstverständlich) nichts miteinander zu tun haben

Von Quo usque tandem

 Szenario A:

Die Spinne hat soeben die Fliege mittels einer Injektion von Gift gelähmt, aber, da die Wirkung des Giftes nur vorübergehender Natur ist, beginnt sie jetzt damit, den potentiellen Leckerbissen in ein Netz von klebrigen Fäden einzuwickeln. Damit erreicht die Spinne zwei Ziele: Zum einen wird die Fliege unbeweglich gemacht und damit am Entkommen gehindert, zum anderen bleibt sie bis zu ihrer „endgültigen Verwendung“ am Leben. Eine tote Fliege würde austrocknen und wäre dann als Nahrung nicht mehr attraktiv. Auf diese Weise hat die Spinne die Möglichkeit, die Fliege später nach Belieben und Appetit-Lage auszusaugen.

Szenario B:

Hier möchte ich, der Einfachheit halber, einige Passagen aus einem in der Ausgabe der „Jungen Freiheit“ vom 15.12.2017 erschienenen Artikel zitieren. Überschrift des Artikels „Rufe nach mehr Einfluss“ (Hervorhebungen im zitierten Text stammen von mir):

„Als die Koalitionsverhandlungen zwischen Union, FDP und den Grünen scheiterten, meldete sich eine Lobbygruppe zu Worte, die es verstärkt in die Öffentlichkeit zieht. Die Migrantenverbände in der Bundesrepublik kündigen eine bessere Vernetzung an, um ihre Anliegen stärker positionieren zu können. Gerade in bezug auf mögliche Koalitionsverhandlungen sei es wichtig, klar zu formulieren, wie sich Migranten „Deutschland als Einwanderungsgesellschaft vorstellen“, teilte die Initiative DeutschPlus in einem Brief an die Verhandlungsführer mit.

Darin forderte sie unter anderem die Einrichtung eines Ministeriums für Migration. „Vielfalt und Integration“ (Anm. d. Verfassers: Was immer diese Gummi-Begriffe beinhalten mögen) sollten zudem als Staatsziel im Grundgesetz verankert werden. Es sei ein „unerträglicher Zustand“, dass 22,5 Prozent der deutschen (sic) Bevölkerung eine Einwanderungsgeschichte hätten „aber nur ein Bruchteil dieser Menschen in Parteien, in öffentlichen Verwaltungen und Institutionen ,in Universitäten, Unternehmen, Kunst, Kultur und Medien sichtbar ist“ zitierte die Deutsche Presse-Agentur aus dem Schreiben.

Als Folge der jahrzehntelangen Einwanderung haben sich immer mehr Gruppen und Netzwerke gegründet, die einen stärkeren Einfluss von Migranten auf das öffentliche Leben fordern.

 Eines davon ist das im September 2015 (oha!) gegründete „Netzwerk von Migrantenorganisationen“ (NeMO). ….. Insgesamt, so NeMO, sind dort über 400 Einzelorganisationen vernetzt: Unterstützt wird das Netzwerk vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf).“

Nur zum Vergleich: Die Europäer (darunter sehr viele Deutsche), welche im Laufe des 19. – und noch zu Beginn des 20. – Jahrhunderts (motiviert, sei es durch wirtschaftliche Not, sei es durch politische Verfolgung) nach z. B. den USA auswanderten, fanden dort keine „Refugees welcome“ skandierenden, Massen, kein Netzwerk sozialer Unterstützung, kein Bamf-ähnliches Gebilde vor und das Aufnahmeland hätte nicht im Traum daran gedacht, seine Verfassung durch irgend einen auf die Zuwanderer  bezüglichen Zusatz zu ergänzen. Die Immigranten krempelten ganz einfach die Ärmel hoch, lernten schnell die Sprache ihrer neuen Heimat und verschafften sich durch Leistung eine neue Existenz sowie die Achtung derer „die schon vorher da waren“. (Wenn ich mir die Zahlen der Personen mit Migrations-Hintergrund ansehe, die in Deutschland Sozial-Unterstützung in der einen oder anderen Form erhalten, kann ich mich des Gefühls nicht erwehren, dass ein gewisses Manko an „hochgekrempelten Ärmeln“ existiert.) Und vor allem vermieden  es die „newcomer“, den Unwillen der angestammten Bevölkerung dadurch auf sich zu ziehen, dass sie versuchten  Gesellschaftsformen und Lebensweisen ihrer eigenen  Herkunftsländer über die des Aufnahmelandes zu stülpen – oder gar dessen religiösen Grundlagen zu verändern. Der „Einfluss auf das öffentliche Leben“ stellte sich in der Folge ganz von selbst ein.

Das im vorhergehenden Absatz Gesagte gilt analog für alle anderen Zielländer stärkerer europäischer Einwanderung (so die von Mittel- und Südamerika sowie Australien).

Um nochmals auf den Anfang diese Artikels zurückzukommen: Die Spinne folgt dem Instinkt, welcher ihr von der Natur vorgegeben ist, aber die Wissenschaft hat noch nie beobachtet, dass sie in ihrem Tun von Fliegen-Schwärmen oder gar von einer „Regierung der Fliegen“ unterstützt worden wäre.

Last-but-not-least: Es besteht keinerlei Relation zwischen den beiden oben skizzierten Szenarien – irgendwelche Ähnlichkeiten sind rein zufällig und völlig unbeabsichtigt.

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...