Internet: Trump-Administration killt Netz-Neutralität

Foto: Collage
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Der vom Weißen Haus installierte Chef der “Federal Communications Commission” (FCC), Ajit Pai, boxte seinen Entwurf zur Aufhebung der sogenannten Netz-Neutralität durch, wie Amerikareport berichtet.

Das Gesetz zur Netz-Neutralität ist eine der wenigen guten Aktionen von Trump-Vorgänger Obama gewesen. Haupteffekt des Gesetzes war, daß ein Zwei-Klassen-Internet vermieden wurde, in dem es „Datenüberholspuren“ für Nutzer gegeben hätte, die sich bei Anbietern für einen Aufpreis eine Vorzugsbehandlung hätten sichern können. Die Obama-Administration hatte für den Zugang zum Internet dieselbe Gleichbehandlung aller Nutzer festgeschrieben, wie sie für das Telefonieren definiert ist.

Mit der Abschaffung der Netz-Neutralität könnten große Internet-Provider, etwa amerikanische Telekom-Giganten wie Verizon oder der Kabel-Riese Comcast für einen schnelleren Web-Zugang höhere Gebühren verrechnen. Ajit Pai hat früher als Anwalt für Verizon gearbeitet. Der Schritt  der FCC benachteiligt kleinere Firmen oder Start-ups, die sich mögliche, künftige Gebühren für die Überholspuren auf der Datenautobahn deutlich schwerer leisten können, als etwa Facebook, Google, Amazon & Co.

Das ist aber das kleinere Problem. Ein wesentlich größeres ist, daß mit der Aufhebung der Netz-Neutralität Internet-Providern auch gestattet wird, den Zugang zu bestimmten Netzinhalten zu drosseln oder den Zugang zu Websites zu sperren.

In den USA wird eine Klagewelle gegen Trumps Internet 2.0 erwartet. (ME)

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