Pläne fast durch: Ditib-Moschee mit 35-Meter hohem Minarett

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Sieht so das bald ganz Deutschland aus? (Symbolbild: Pixabay

Karlsruhe/Oststadt  – Wie nun bekannt wurde, sind die Pläne für den Bau einer Großmoschee der Erdogan ergebenen Ditib-Gemeinde in Karlsruhe schon weit fortgeschritten. Die AfD wie auch die CDU melden scharfe Kritik an dem Bauvorhaben an.

Das neue Moscheegebäude der Erdogan ergebenen Ditib-Gemeinde – mit getrennten Gebetsräumen für Männer und Frauen – soll Platz für bis zu 700 Muslimen bieten. Teil der Moschee ist eine rund 17 Meter hohe Kuppel und ein 35 Meter hohes Minarett. Der Neubau soll auf dem Gelände der Karlsruher Ditib-Gemeinde in der Oststadt entstehen. Der Bauantrag werde möglicherweise noch in diesem Jahr gestellt, so ein Sprecher der Gemeinde gegenüber dem SWR. Die Arbeiten sollen Mitte 2018 beginnen und zwei Jahre dauern. Geplant ist, die bestehende Moschee abzureißen.

Die Gemeinde wurde über die Pläne der Ditib informiert

Es bestehe grundsätzlich Baurecht, so die Stadt Karlsruhe. Das 35-Meter hohe Minarett – dann weithin sichtbar – sei aus Sicht des Bauordnungsamtes möglich. Solche Höhen seien in der Umgebung bereits vorhanden, so die Stadtverwaltung. Zum Moscheeprojekt gehöre ebenfalls der Bau einer Tiefgarage unterhalb des Gebäudes. Die Gesamtkosten werden auf rund sechs Millionen Euro geschätzt. Laut der türkischen Regierung ergebenen Ditib-Gemeinde aus eigenen Mitteln, über Spenden und über Bankkredite gedeckt.

Der Bürgerverein Oststadt sei von der Ditib-Gemeinde bereits über die Pläne informiert worden.

Beim Moscheebau geht es um die Demonstration von Macht

Im Gemeinderat stand das Thema diese Woche auf der Tagesordnung. Nun schaltete sich auch die AfD in die öffentliche Debatte ein, so der Nachrichtensender regio-news: „Beim jetzt in der Oststadt geplanten Bau der Ditib-Großmoschee geht es nicht um Religionsfreiheit, denn in Karlsruhe gibt es bereits circa 30 große und kleine Moscheen, sondern um den Bau eines überregionalen Ditib-Zentrums, um die Demonstration von Macht“, so Marc Bernhard, AfD-Bundestagsabgeordneter und Stadtrat in Karlsruhe.

Ebenfalls kommt von der CDU Kritik an dem Vorhaben. Sie forderte die Stadt in einem Antrag auf, die „informellen Gespräche“ mit dem Moscheeverband aufgrund seiner Nähe zur türkischen Regierung abzubrechen. „Die Ditib ist kein Bürger, der ein Einfamilienhaus baut“, warnte Gemeinderätin Rahsan Dogan (CDU). Zudem sähen ihre Pläne „eine Maximalbebauung vor“.

Die Stadt lehnte den Antrag ab. „Es ist auch Aufgabe der Verwaltung, jeden Bauinteressenten ohne Ansehen der Person unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes zu beraten“, hieß es in der Begründung laut der JF. (SB)

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