Warum auch diese Mauer keinen „Flüchtling“ aufhält

Foto: Screenshot
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Um die sogenannten Flüchtlinge an der Weiterreise nach Großbritannien zu hindern, wurde in Calais eine meterhohe Betonmauer errichtet – doch die ist nicht ganz dicht.

Von Marilla Slominski

Die von flüchtlingsaffinen Hilfsorganisationen und Politikern heftig kritisierte Betonmauer verläuft an der Straße N126 und soll dazu dienen, die illegalen afrikanischen Einwanderer daran zu hindern, Lastwagen zu kapern und auf das Hafengelände samt Eurotunnel vorzudringen. Auch tausende Autofahrer und Urlauber nutzten die Strecke täglich in ständiger Angst vor den Migranten, die keine Gelegenheit auslassen, sich in Fahrzeugen zu verstecken.

Jetzt „enthüllte“ ein Reporter der Daily Star: man muss die Betonwände  bloß am Ende umrunden und schon kann man von der Straßenseite aus alle eingebauten Türen bequem öffnen. Die Türen haben keine Schlösser und lassen sich mit dem vorhandenen Türgriff einfach aufmachen. Die völlig sinnlose Alibi-Mauer kostete den britischen Steuerzahler immerhin knapp 3 Millionen Euro.

Die illegalen Einwanderer in Calais und ihre Helfer geben angesichts des zwecklosen Betonwalls erfreut: „Es ist total leicht“, „Sie können uns nicht aufhalten, auf die Laster zu kommen“ und „Wir werden immer einen Weg finden, um nach England zu kommen”, so ihre Kommentare.

Die Türen sollten eigentlich dazu dienen, Rettungskräften und Polizei den Durchgang zu ermöglichen. Für die britischen Behörden ist klar: „Die Sicherheit der Mauer steht unter der Verantwortung der französischen Behörden.“ Das Katz und Maus Spiel in Calais kann also weitergehen.

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