NRW: Juden unter Polizeischutz

Juden leben in Deutschland wieder gefährlich (Foto: Durch alredosaz/Shutterstock)
Juden leben in Deutschland wieder gefährlich (Foto: Durch alredosaz/Shutterstock)

Die jüdischen Bürger in Nordrhein-Westfalen leben in Angst. Und es ist nicht die AfD, die ihnen Angst macht.

Angriffe, Mobbing, Pöbeleien  – wer in Nordrhein-Westfalen als Jude erkennbar ist, lebt in Furcht, so die Rheinische Post auf ihrer Internetseite rp-online. Das Magazin hat mit Juden in NRW gesprochen. David Klapheck, Geschäftsführer der Synagogengemeinde Köln: „Eltern sorgen sich um ihre Kinder“. Denn was sich auf der Straße, Schulhöfen, Sportplätzen und in Freizeiteinrichtungen abspielt, schafft es nicht in die Medien. Ja, jüdische Eltern hätten sogar häufig Angst sich zu beschweren, um die Situation ihrer Sprösslinge nicht noch zu verschlimmern. Klapheck sei es selbst so gegangen, als sein Kind in der Schule gemobbt wurde. Er schwieg.

Leonid Goldberg, Vorstandvorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal: „Schon seit Jahren traut sich kaum jemand in Wuppertal und in vielen anderen deutschen Städten, die Kippa offen zu tragen.“ Es sei schrecklich, dass Synagogen bewacht werden müssen. Das 15-jährige Bestehen der jüdischen Gemeinde Wuppertal fand unter massivem Polizeischutz statt.

Goldberg und Klapheck machen deutlich, das ihnen nicht die Neonazis das Leben schwer machen, sondern der „muslimische Judenhass.“ Und durch die Zuwanderung der letzten Jahre sei der Antisemitismus in NRW erstarkt. Demonstrationen wie in Berlin seien auch in NRW jeder Zeit denkbar. (VK)

 

 

 

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