Lügenpresse zu Alabama: „Niederlage für Trump“

Roy Moore: "Ich glaube an das Recht auf Waffenbesitz" / YouTube

Bei der Senatswahl in Alabama hat der Demokrat Doug Jones gegen den Parteirebellen Roy Moore gesiegt, den Breitbart-Chef Steven Bannon gegen Trumps Kandidaten Luther Strange durchgesetzt hat. Die deutschen Medien interessiert das alles nicht. Hauptsache sie können eine „Niederlage für Trump“ verkünden.

von Collin McMahon

Der zweite Senatssitz von Alabama war frei geworden, weil Trump seinen Vorkämpfer der ersten Stunde Jeff Sessions zum Generalbundesanwalt (= Justizminister) gemacht hatte. Interim-Nachfolger Luther Strange galt als der Kandidat des republikanischen Establishments. Breitbart-Chefredakteur Steve Bannon unterstützte nach seinem Rauswurf im Weißen Haus den Richter Roy Moore, was viele als Kampfansage an Trump und/oder das Washingtoner Establishment deuteten. Bannon sagt, er wolle „Trumps populistische Revolution vorantreiben.“

Moore ist ein rechter Haudegen der schon mal auf einer Wahlkampfveranstaltung vor Waffenfans seine Knarre zückt, und vor seinem Gerichtsgebäude in Montgomery die Zehn Gebote hat aufstellen lassen. Bannon lud sogar seinen Freund und Mitstreiter Nigel Farage aus England ein, um im tiefsten Süden für seinen Mann Wahlkampf zu machen, und gewann gegen Trumps Kandidaten Strange die Vorwahl.

Moore ist als Richter Gnadenlos auch unter Konservativen in Alabama umstritten. „Er ist ein furchtbarer Mensch,“ sagte gestern eine moderate Republikanerin aus Alabama im Interview mit jouwatch. „Er ist ein Richter, der sich über das Gesetz stellt. Das geht gar nicht. Ich weiß dass Bannon Moore unterstützt, was mich an seinem Urteilsvermögen zweifeln lässt. Wir werden Luther Strange als Drittkandidaten auf unsere Stimmzettel schreiben, weil wir nicht für den Demokraten stimmen wollen.“

Anstatt den republikanischen Kandidaten zu boykottieren, unterstützte Trump schließlich Moore, aber eher halbherzig mit ein Paar Twitter-Posts. Moore wurde außerdem von Anschuldigungen verfolgt, er habe als 30-jähriger Beziehungen zu Teenager-Mädchen gesucht. Erst am Wahltag, am 12.12. twitterte Trump seine Unterstützung für den Außenseiter-Kandidaten: „Die Wähler von Alabama werden das Richtige tun. Doug Jones ist für Abtreibung, lax beim Thema Verbrechen, Verteidigung, illegale Einwanderung, gegen Waffenbesitz und gegen die MAUER. Jones ist eine Marionette der (Demokraten im Senat) Pelosi/Schumer. Roy Moore wird immer mit uns stimmen. WÄHLT MOORE!“

Es war eine eher schwache Empfehlung, im Sinne von „wählt nicht die anderen“. Trump schrieb heute folgerichtig auf Twitter: „Der Grund warum ich ursprünglich Luther Strange unterstützt habe ist, weil ich dachte, dass Roy Moore nicht gewinnen kann. Ich hatte Recht!“

Die deutschen Medien schaffen es jedoch mal wieder, ihre völlige Voreingenommenheit zu demonstrieren und daraus eine „Niederlage für Donald Trump“ zu fantasieren. „Doug Jones verpasst Donald Trump eine herbe Niederlage“, schrieb die ehemals konservative Welt. „Niederlage für Donald Trump in Alabama“, titelte die einst renommierte FAZ. „Schlappe für Trump-Kandidat Moore in Alabama“ schrieb die vormals seriöse Süddeutsche.

CNN und etliche große Sender in USA mussten am Freitag eine angebliche „sensationelle Enthüllung“ über die unbewiesene „Russland-Affäre“ zurückziehen.

Ehrlich, warum lesen Leute diesen Quatsch noch?

Liebe Lügenpresse, ist euch überhaupt nichts peinlich?

Trump fügte heute hinzu: „Über 90% der Berichte der Fake News Medien über mich sind unwahr.“

Wir denken, 90% ist tief gegriffen.

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump. Hier unterstützen.

 

 

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