Neue Bertelsmann-Studie findet heraus: Die Sachsen halten am wenigsten zusammen

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Bertelsmann-Stiftung hat herausgefunden, dass Sachsen am wenigsten zusammen (Bild: shutterstock)

Die Studie der linkspolitisch orientierten Bertelsmann-Stiftung attestiert den Menschen in Sachsen in allen untersuchten Aspekten unterdurchschnittliche Werte. Sie hätten wenig Interesse an der Politik und heißen Ausländer nicht willkommen. Der sächsische Zusammenhalt sei ebenfalls unterdurchschnittlich.  Eine linienkonforme Abrechnung mit dem regierungskritischen und unangepassten Freistaat?

Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung rangieren Sachsen beim gesellschaftlichen Zusammenhalt auf dem letzten Platz innerhalb Deutschlands. Für die Studie „Radar gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wurden mehr als 5000 Menschen durch das Sozialforschungsinstitut infas im Frühjahr 2017 befragt, heißt es hierzu bei Bertelsmann.

Warum die Sachsen so sind, das weiß Bertelsmann dann doch nicht

Dabei wurden drei übergeordnete Bereiche jeweils drei Dimensionen zugeordnet: Die Bereiche waren Soziale Beziehungen (mit den Dimensionen Soziale Netze, Vertrauen in Mitmenschen, Akzeptanz von Diversität), Verbundenheit (Identifikation, Vertrauen in Institutionen, Gerechtigkeitsempfinden) sowie der Bereich Gemeinwohlorientierung (mit den Dimensionen Solidarität und Hilfsbereitschaft, Anerkennung sozialer Regeln, Gesellschaftliche Teilhabe).

Warum das angeblich laut Bertelsmann-Stiftung so ist, das konnte die Studie indes nicht klären, berichten die Dresdner Neueste Nachrichten (DNN).

Erst in der Not erkennt man den wahren Charakter eines Volkes

Zum Studienergebnis der Bertelsmann-Stiftung erklärt die medien- und kulturpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Karin Wilke:

„Diese Studie der linksgerichteten Stiftung lässt offenbar erneut diejenigen, die die suggestiven Fragen nicht nach gewünschtem Gusto beantworten, durch das Positiv-Raster fallen. Um es an einem Beispiel festzumachen: Die Forscher sehen eine ‚moderne Gesellschaft‘ geprägt durch ‚Vielfalt an Lebensstilen‘, ‚Weltanschauungen‘ etc. Demnach habe laut DNN der ‚Grad der Akzeptanz von Vielfalt‘ nach Ansicht der Forscher Einfluss auf die Stärke des Zusammenhalts in einer Gesellschaft. So wurde beispielsweise gefragt, welche Gruppe von Menschen die Befragten ungern als Nachbarn hätten. In Sachsen sagten 43 Prozent, dies treffe auf Ausländer oder Migranten zu. In Hamburg waren es hingegen nur zehn Prozent der Befragten.

Die eigene Weltanschauung zur Grundlage einer Studie zu machen ist m.E. unwissenschaftlich. Ein tatsächliches Bild vom Zusammengehörigkeitsgefühl der Sachsen hätten die Forscher 2002 und 2013 beim Hochwassereinsatz erleben können. Zehntausende halfen kostenlos und spendeten Betroffenen Unsummen. Erst in der Not erkennt man den wahren Charakter eines Volkes und auch wie dick oder dünn der Zusammenhalt und die zivilisatorische Decke ist.

Dass Sachsen der Einwanderungspolitik von CDU und SPD besonders kritisch gegenüberstehen, ist bekannt. Es ist eben nicht jedermanns Sache, einen exorbitanten Anstieg von Terror, Gewalt und sexuellen Übergriffen zu mögen und diese Entwicklung auch noch als gesellschaftlichen Zusammenhalt zu werten.“ (SB)

 

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