Jesuitenschule stellt Kopftuch-Muslima als Lehrerin an

Bild: shutterstock
Gut betuchte Muslima als Lehrerin (Symbolbild: shutterstock)

Berlin – Das Canisius Kolleg – eine Jesuitenschule in Berlin – sieht es als christlichen Dienst an der Gesellschaft an, eine Kopftuch-Muslima als Lehrerin anzustellen.

Der Rektor des staatlich anerkannten, privaten katholischen Gymnasiums, das 2010 wegen des sexuellen Missbrauchs von Schülern in die Presse geriet,  habe sich bewusst für die Muslima entschieden, da sie im Bewerbungsverfahren am meisten überzeugt habe.

„Wir wollten es so“

Die Verantwortlichen des Gymnasium mit christlich-humanistischer Prägung wissen, dass sie mit dieser Entscheidung einen Pflock eingeschlagen haben. „Wir wollten es so“. „Wenn dies der Anfang einer offenen Debatte über Religion in unserem Land wäre, „dann wäre ich glücklich“, so der islambesoffene Jesuitenpater und Rektor Tobias Zimmermann.

Mit der Einstellung der Kopftuch tragenden Muslima würde man „Klischees durcheinanderwirbeln“ und das abbilden, was ist.

Ein Dienst, „den wir als Christen der Gesellschaft tun“

Das Neutralitätsgesetz von Berlin sei ein weltanschauliches Gesetz, so der Jesuit laut dem Domradio weiter. Es mache Religion zur Privatsache, verbanne sie ins Private. Dadurch, dass man das hingenommen habe, trage man „eine Mitschuld am Niedergang christlicher Religion in Deutschland“, so die etwas absonderliche Rechtfertigung dafür, nun eine bekennende Muslima als Lehrkraft anzustellen.

Dies sei ein Dienst gewesen, „den wir als Christen der Gesellschaft tun“, betonte der nur noch als weltfremd zu bezeichnende Jesuitenpater. Im Falle einer Burkaträgerin wäre nach Ansicht Zimmermanns allerdings eine Grenze überschritten. Die würde er wohl nicht einstellen, so der Ordensmann. (SB)

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.