Katholiken gendern ihren Adam aus der Bibel

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Katholiken gendern ihren Adam aus der Bibel (Bild: shutterstock)

Schweiz – Um die Heilige Schrift genderkonform zu bekommen, wurde in der neuen Bibelübersetzung für den deutschen Sprachraum Adam einfach durch „Mensch“ ersetzt.

Die neue deutschsprachige Einheitsübersetzung der Bibel scheint immer mehr in die Kritik zu geraten. Wie der Schweizer Blick berichtet, wurde in der Übersetzung für den deutschen Sprachraum in der Schöpfungsgeschichte auch „Adam“ gestrichen. Die neue Bibel kennt somit in der Schlüsselstelle der Heiligen Schrift, der Enstehungsgeschichte des Menschen und dem Sündenfall, keinen Adam mehr. In der Neuübersetzung gibt „der Mensch seiner Frau den Namen Eva, Leben“. Und Gott ruft nicht mehr nach Adam, sondern „Gott, der Herr, rief nach dem Menschen“. Aus dem Mann ist der geschlechtsneutrale Mensch geworden.

„Das ist Gendergaga hoch zwei!“

„Das ist ein unheiliger Angriff auf die Heilige Schrift. Das ist Gendergaga hoch zwei!“, erklärt Niklaus Herzog, der ehemaliger Präsident der Zürcher Ethikkommission und Mitglied des kirchlichen Gerichtes der Schweizer Bischofskonferenz. Man habe mit dieser Einheitsübersetzung „sogenannte patriarchale Relikte rauspicken und die Bibel reinigen wollen“, so der Theologe weiter. Die Bischofskonferenzen der deutschsprachigen Katholiken aus Deutschland, Österreich, Luxemburg sowie die Erzbischöfe von Vaduz und Strassburg, in deren Auftrag die Bibel übersetzt wurde, schießen sich damit ein Eigentor.

In dieser Bibel sei die Frau gar nicht mehr Mensch. „Das ist absurd“, so Herzog, der mit dieser Aussage den Kern des immer irrer werdenden Gendermainstreaming zu erfassen beginnt. Ausgerechnet die progressiven Kreise der katholischen Kirche hätten aus der Bibel eine frauenverachtende Schrift gemacht, so die Überzeugung des Theologen. In der Neufassung werde die Frau einem Tier gleichgesetzt. „Und das Kind von Mensch und Frau? Ist das dann ein Zwitter, wenn es halb Frau halb Mensch ist?“, fragt Herzog folgerichtig.

Im Nachhinein Frauenpower reinschreiben

In der neuen Welt der Katholiken gibt es zudem eine Apostelin. Die in den Apokryphen gelandeten weiblichen Apostel sollen nach dem Willen der Gendergemeinde zu neuen Ehren kommen. Und auch hier die Kritik, dass es keinen Sinn mache, in die Bibel im Nachhinein etwas reinzuwürgen, das gar nicht drinstand. „Dies gilt auch für den Versuch, im Nachhinein der Bibel noch sogenannte Apostelinnen unterzujubeln“.

In der Schweiz sei man über diese Entwicklung offensichtlich sogar bei den Bischöfen überrascht, da keiner zu den Neuentwicklungen Stellung nehmen wollte, so Blick.

Zeitgeist verliebte Protestanten haben Adam nicht hinaus gegendert

Obwohl sich die evangelische Kirche jedem aufkommenden Zeitgeist anbiedert, fiel bei der Konkurrenzveranstaltung – der Neufassung der Lutherbibel – Adam nicht dem Genderirrsinn zum Opfer. Den kommenden Generationen der immer kleiner werdenden Gemeinde der Protestanten bleibt bis auf Weiteres ein männlicher Adam erhalten. (SB)