Genf: Burkini verboten

Symbolfoto: Durch Zurijeta/Shutterstock
Nicht Lamya Kaddor (Symbolfoto: Durch Zurijeta/Shutterstock)

In Genf ist das Baden im Schwimmbad in islamischer Burkini-Verhüllung verboten worden. Die Stadt hat neue Regeln eingeführt, nachdem Frauen in ein- oder zweiteiliger Badebekleidung in den Pool steigen dürfen, doch die Arme und die Knie müssen unbedeckt sein. Auch Röcke und Bademäntel sind in Schwimmbädern der Stadt Genf nun nicht mehr erwünscht.

Der frühere sozialistische Bürgermeister Sami Kanaan hatte sich bis zuletzt gegen die neuen Baderegeln gewehrt und gibt sich nun entsetzt: „Das ist die Verweigerung einer offenen, multikulturellen und liberalen Genfer Gesellschaft“, schimpft er.

Die Befürworter des Burkini-Verbots weisen auf hygienische Probleme hin und wollen wieder ein einheitlicheres Bild in den Schwimmhallen sehen, in denen unter den bisherigen Regeln Frauen sowohl oben- ohne als auch in Vollverhüllung ins kühle Nass steigen konnten.

In vielen europäischen Ländern wird immer wieder der Vorstoß gewagt, die scharia-korrekte Bade-Vollverhüllung zu verbannen. Im vergangenen Jahr zog Frankreich in vielen Städten einschließlich Cannes gegen die schwarzen Badeschleier zu Felde. Gerichte hoben aber das Verbot im August vergangenen Jahres wieder auf. (MS)

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