SPD: Abrechnung mit einer Sekte

Grafik: Collage
Der Herr schickt seine Gesandte in die SPD (Grafik: Collage)

Die SPD tauchte in meinem Leben auf, als ich sechs Jahre alt gewesen bin. An Plisch & Plum kann ich mich dunkel erinnern und an ein Wahlplakat zur Bundestagswahl 1969. Von Politik hatte ich als Neunjähriger keine Ahnung, aber ich erntete ungläubiges Staunen seitens meiner Mutter, als ich die Hoffnung äußerte, Kurt Georg Kiesinger (CDU) möge gewinnen. Den anderen mochte ich nicht. Eine reine Sympathiefrage, allein wegen der Plakate. Eine kindliche Bauchentscheidung nach Physiognomie, sozusagen.

von Max Erdinger

Der andere wurde dann Kanzler. Willy Brandt (SPD) hatte gewonnen und noch in der Nacht des Wahlsieges am 28. September 1969 nahmen er und Walter Scheel (FDP) die Koalitionsverhandlugen auf. Ludwig Erhards Kanzlerschaft war seit November 1966 beendet. Wegen unüberbrückbarer Differenzen mit der FDP in wirtschaftspolitischen Fragen war er zurückgetreten und sein Nachfolger Kiesinger hatte es nicht geschafft. Kiesinger hält bis heute den Rekord für die kürzeste Kanzlerschaft. Eine der kleinsten Enttäuschungen damals. Ich war neun Jahre alt und der andere war eben Kanzler geworden. Was hatte das schon mit meinem Leben zu tun? Und so schlecht konnte der andere nicht sein, schließlich war bei den Altvorderen eine gewisse Begeisterung zu bemerken.

Das erste Mal habe ich große Augen gemacht, als alle wegen einem der ersten Sätze Brandts in Verzückung gerieten. „Laßt uns mehr Demokratie wagen!“, hatte er gesagt. Was wußte ich von Demokratie damals? Daß sie angeblich das allerbeste sei, was man sich vorstellen kann. Noch besser als Hitler. Das wußte ich. Weil alle mitreden dürfen, hieß es. Und daß das eben saumäßig gut sei. Mehr von „saumäßig gut“ fand ich deswegen klasse.

Heute ist das ein bißchen anders. Kiesingers Kanzlerschaft mag ja die kürzeste gewesen sein; Brandts berühmt gewordener Satz wurde dafür der kürzeste, in dem je maximaler Blödsinn untergebracht worden ist. Fünf Wörter und zwei sehr komplexe Aussagen: Erstens ist Demokratie ein Wagnis und zweitens gibt es mehr oder weniger davon. Je mehr Demokratie, desto riskanter, irgendwie. Wer sich heutige Deutsche anschaut, wie sie unter ihren quietschbunten Fahrradhelmchen hervorglotzen oder von 5.000 Airbags und 180.000 Warnbimmeln abgesichert ihr Alltagsleben retten, der kann sich selber ausmalen, was Deutsche vom Wagnis halten. Das Wagnis Demokratie ging mit den Sozialdemokraten auf jeden Fall gründlich in die Hose. Kein Wunder, wenn schon der sozialdemokratische Säulenheilige der Nachkriegszeit die Hosen gestrichen voll hatte, sobald er an Demokratie dachte. Ein bißchen mehr Wagnis hätte er halt gut gefunden. Mehr nicht.

Brandt ist also insofern mißverstanden worden, als daraufhin alle dachten, wir hätten jetzt eine Demokratie. Daß das „sozial“ in „Sozialdemokratie“ für die Demokratie ungefähr denselben Effekt hat, wie das „pilz“ hinter „Fuß“, – das konnte sich doch damals niemand vorstellen. Sozial war man schließlich gewöhnt. So lange war das mit den Nationalsozialisten auch noch nicht her. „Hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie die Windhunde“ war aber total out. Wenn Nationalsozialist falsch gewesen ist, dann muß wohl Internationalsozialist genau das richtige sein, dachten damals viele. Das ist ja heute nicht viel anders. Man denkt gesamtlinks und phantasiert sich einen fundamentalen Unterschied zwischen Rechten und Linken zusammen, wobei man die Rechten als das annimmt, was einem die Rotlinken als Rechte vorsetzen. Das ist das sogenannte demokratische Bewußtsein, der Rahmen, in dem alles gedacht wird. Saumäßig demokratisch, sozusagen. Betonung auf „sau“. Nur intelligent ist es halt nicht.

Als junger Teenager hat man Idole. Meine Idole damals hatten lange Haare. Das war etwas ganz Neues. Woodstock. Am Gymnasium gab es einen eigenen Musikbau, einen progressiv eingestellten Musiklehrer und ein Schlagzeug im Unterrichtsraum. Ich war hin und weg. Die Langhaarigen aus der zwölften und der dreizehnten Klasse spielten Rockmusik und mein Musiklehrer spielte mit. Nach fünf Jahren Klavierunterricht und dem Generve mit Bartok-Etüden, Czerny, Fingerübungen, für Elise und dem ganzen Rotz – ein Schlagzeug! Die Langhaarigen und ihre Musik wurden meine Welt. Und wen fanden sie gut? Brandt und die SPD fanden sie gut. Wen fand ich also bald auch gut? Dreimal dürfen Sie raten.

Aus und vorbei mit „hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder und flink wie Windhund“. Als ein der Zukunft zugewandter Jungjünger der jungen Bundesrepublik begriff meinereiner den künftigen deutschen Helden als weich wie eine langhaarige Schaumwaffel, zart wie verkochte Eiernudeln und gemächlich wie fünf bekiffte Weinbergschnecken. Und sich selbst begriff er als einen Rebellen. Franz Josef Strauß wurde schnell bäh. Überhaupt, die Alten.

Hauptsache, es rockte alles. Alle meine Schulstifte waren zu Trommelstöcken umfunktioniert worden und ich klopfte auf alles ein, was einen Ton von sich gab. Jimmy Hendrix und Janis Joplin starben derweil im Drogenrausch für die gute Sache, wie Märtyrer fast, und die Rockmusik entwickelte sich rasant. Ich wurde ein ganz passabler Schlagzeuger. Und im Kopfe ein Mainstream-Linker. Zuhause gab es montags den SPIEGEL und ich habe ihn ab dieser Zeit jahrzehntelang jeden Montag gelesen. Meine Welt war sozialdemokratisch – und wer sich außerhalb von ihr befand, wohl kaum auf der Höhe der Zeit. So blieb meine Selbsteinschätzung erhalten bis etwa zu meinem vierzigsten Lebensjahr.

Eines abends im Herbst 2001 – gesegnet sei der Tag, an dem es geschah – kam ich auf die Idee, im Internet nach Leuten zu suchen, die von denselben Gedanken umgetrieben wurden, die auch mir zunehmend Kopfzerbrechen bereiteten. Wie passte das öffentlich propagierte Bild der Frau zu meiner Wahrnehmung der Frauen aus meinem Umfeld? Mir waren da ein paar gewaltige Diskrepanzen aufgefallen. Ich wurde fündig.

Die folgenden acht Jahre befasste ich mich intensiv mit dem Feminismus. Die ersten beiden Jahre funktionierten dabei noch nach dem Muster „Wenn das der Führer wüsste!“. Ich war der Überzeugung, daß den Sozialdemokraten ein dummes Mißgeschick passiert sein muß, als sie der feministischen Doktrin auf den Leim gegangen sind. Darauf wollte ich sie aufmerksam machen und mit ihnen diskutieren. Es ging nicht. Sie fingen stattdessen an, mich zu etikettieren. Ein Frauenfeind war ich plötzlich, ein Chauvinist, ein Patriarch, ein Geschlechtsrassist, ich hatte ein nazimäßiges Frauenbild – usw.usf.

Und so suchte ich weiter, eines kam zum anderen; die Erfahrung, die ich gerade in der Feminismusdiskussion machte, ließ sich verallgemeinern auf andere Gebiete. Ich hatte keine bestimmte Meinung zur Atomkraft mangels naturwissenschaftlichem Wissen – deswegen war ich unzuverlässig, indifferent, nicht lagerbewußt. Ich beklagte die Zustände in Südafrika – und ich war Rassist. Ich behauptete Unterschiede zwischen Kulturen und Religionen – ich war Kulturchauvinist. Nach einiger Zeit war ich alles: Rassist, Chauvinist, Frauenunterdrücker, Umweltsau und islamophober Atomfreak. Eines war ich allerdings nicht mehr: links.

Inzwischen bin ich mir sicher, daß Sozialdemokraten fundamentalblöd sind. Daß ihre Funktionäre kein Gewissen haben und eindimensionale Karrieristen sind, halte ich für erwiesen, gerade jetzt, nach der Doppelrolle vorwärts in die Opposition und dem sofortigen Rückwärtssalto in die Regierungsverhandlungen. Sozialdemokraten kommen mir vor, wie kleine, unverschämte Schwächlinge, die vorsorglich hinter alle ihre internationalsozialismusgläubigen Nickeligkeiten und ihre impertinenten Einmischungen ins Private die mahnenden Worte nachschieben, Gewalt sei jetzt auch keine Lösung. So nach dem Motto: Ich bin klein und frech – und du darfst mich nicht hauen. Und ehrlich gesagt, zwischen „Postkartenmaler aus Braunau“ und „Buchhändler aus Würselen“ besteht auf jeden Fall von der sprachlichen Anmutung her kein großer Unterschied. Schon mal Schulz beim Reden beobachtet, wenn er den wild Entschlossenen mimt?

Dieser Buchhändler, der laut einer FOCUS-Meldung aus dem Jahr 2014 wegen Größenwahns in psychiatrischer Behandlung gewesen ist und eine Trinkerkarriere hinter sich hat, verfügt inzwischen über ein geschätztes Privatvermögen von etwa 3 Mio. Euro aus Steuergeldern. Der Focus damals über Schulz: „Dabei hatte Martin Schulz in früheren Jahren wegen seiner Selbstüberschätzung sogar eine viermonatige Therapie absolviert: „Ich musste lernen, bescheidener zu werden.“ Das Geld hätte er sich sparen können. Denn der Schulz von heute prahlt wie eh und: „Wenn Du so lange in Europa dabei bist wie ich, kennst du jedes Schwein.“ So sieht er also die anderen. Doch wie mögen sie ihn wohl sehen?

Jeden Tag hat er eine andere Überzeugung, ganz, wie er sie gerade braucht. Ein Opportunist trübsten Wassers ist das. Die SPD habe bei der Bundestagswahl kein Wählermandat für eine Fortsetzung der GroKo erhalten, sagte Schulz Ende September. Und zwar kraft seines Amtes als Parteichef. Kaum sind die Jamaika-Sondierungen gescheitert, erkennt er, wie dringend Merkel jetzt die SPD braucht, wenn sie an der Macht bleiben will – und macht eine neue Rechnung auf wie folgt: Obwohl wir vom Wähler kein Mandat für die Fortsetzung einer GroKo erhalten haben, bietet sich jetzt die Gelegenheit, mit Merkel als Verantwortungsnehmerin dem Land mehr Sozialdemokratie als je zuvor auf die Augen zu drücken. Und zwar völlig schnurz, wofür wir ein Mandat haben und wofür nicht. Genosse Steinmeier hilft uns – und mir besonders – aus der Bredouille und kreiert die „staatspolitische Verantwortung“. Kann er jetzt machen, weil er Genosse Bundespräsident geworden ist.

Aber sagt es der Buchhändler aus Würselen auch so? Von wegen: Da versteckt sich Parteichef Schulz hinter den Genossen auf den billigen Plätzen und wird plötzich basisdemokratisch. Eine Abstimmung der Parteibasis solle es geben über den Kehrtschwenk, deren Ergebnis er seine persönliche Oppositionspräferenz selbstredend unterstellen will. Weil er ja so ein demutsvoller Demokrat ist, der Herr Schulz. Bei der salbungsvollen Oppositionsankündigung war er bloß demokratischer Parteichef, ganz ohne Demut vor der Parteibasis.

Was von einer Sozialdemokratie zu halten ist, die sich neben einem größenwahnsinnigen Buchhändler aus Würselen als Parteichef auch noch einen wie Heiko Maas mit seinem Napoleonkomplex hält, einen Ralf Stegner als personifiziertes Parteisodbrennen und eine Katarina – „Strafverschärfung fürs Hand-auf-Knie-legen“ – Barley oder eine Aydan Özoguz, von der man nicht sagen darf, warum man vermutet, daß sie keine spezifisch deutsche Kultur jenseits der Sprache erkennen kann … – da gibt es doch keine Fragen mehr? Das ist doch alles nicht mehr wahr!?

In dieser Partei marodieren Figuren wie Hannelore Kraft, in Destruktion vereint mit der grünen Frau Löhrmann, so lange in einem Bundesland herum, bis sie mit Pauken und Trompeten abgewählt werden – und tauchen im Aufsichtsrat der Ruhrkohle AG wieder auf, obwohl sie vorher gegen die Kohle gewettert hatten. Also gegen die schwarze Kohle. Gegen ihre eigene Kohle wettern solche Figuren nicht mehr. Sie können ihren Hals gar nicht voll genug kriegen, die Sozialdemokraten von heute. Aber sie führen gerne Wörter im Mund wie „soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Rassengerechtigkeit“, „die Menschen“, „die Teilhabe“, „die Menschlichkeit“, „die bessere Zukunft für alle“. Dann gibt es noch die ganzen verschiedenen Demokratien, die sie kennen: Geschlechterdemokratie, Sozialdemokratie, Globaldemokratie, Rassendemokratie, Demokratiedemokratie … – und sie wissen genau, was alle diejenigen sind, die sich ihren völlig durchgeknallten, zivilreligiösen Relativistenschwachsinn nicht länger bieten lassen wollen: Rechtspopulisten, Demokratieverächter, Rassisten, Frauenfeinde, Chauvinisten, Xenophobe, Homophobe, Nationalisten, Suprematisten, Ewiggestrige …  – man wartet nur noch darauf, daß sie einen Sammelbegriff kreieren und ihre Kritiker und Gegner endlich als Untermenschen bezeichnen. Derweilen haben sie schon einen wie Heiko Maas. Der sorgt auch ohne Klumpfuß dafür, daß der Protest gegen die korrupte Internaziclique nicht zu stark anschwillt, indem er die sozialen Netzwerke zensieren läßt.

Die SPD ist eine Partei von Bigotten geworden, die ständig vom Dialog mit dem Bürger redet, von der demokratischen Teilhabe – und die doch nie etwas anderes meint als ihren eigenen Monolog bei gleichzeitiger Diffamierung ihrer Kritiker. Übertroffen werden sie in ihrer selbstgerechten Hybris nur noch von den Grünen.

Das muß man sagen: Eine SPD aus der Mitte der Siebziger Jahre und ein Gesetz wie das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) von Heiko Maas, – sogar ein Herbert Wehner hätte Klein-Heiko mit dem Parteiausschluß gedroht. Eine solche Despotenschweinerei wäre damals undenkbar gewesen. Heute geht das.

Neben der Tatsache, daß es zwei Geschlechter gibt, wollen heutige Sozialdemokraten noch nicht einmal mehr die Tatsache der menschlichen Sterblichkeit akzeptieren. Das personifizierte Sodbrennen der Partei, Ralf Stegner, gab allen Ernstes als Begleitung zu  Schulzens fundamentaldemokratischer Oppositionsrede die Pläne für eine „Großbaustelle SPD“ bei den Medien ab und präsentierte 11 Punkte, die sich „fundamental“ ändern müssten. Die SPD solle sich sozusagen neu erfinden, meinte er. Es muß ihm völlig entfallen sein, daß das Durchschnittsalter der SPD-Mitglieder jenseits der sechzig liegt.

Und wie sieht er denn aus , dieser „Neuanfang“ in der Kurzopposition? Der Berliner Michael Müller, einer der größten Loser in einem Bürgermeisteramt – seit Würselen den seinigen losgeworden ist – wird in den Bundesvorstand gewählt. Mit ihm eine Eva Högl, ebenfalls SPD Berlin, die während einer Schulz-Rede zum Terroranschlag von Barcelona durch fröhliches Winken und Gestikulieren aufgefallen war. Den absoluten Abschuß liefert dann noch eine Andrea Nahles, die innerhalb weniger Wochen von „wir sind nicht die Steigbügelhalter Merkels in der Not“ zu „bätschi, das wird richtig teuer!“ mutierte. Wenn das nicht nuttig ist, keinen Bock auf politischen Geschlechtsverkehr zu haben, aber hinzuhalten, wenn die Kohle stimmt, was wäre denn dann politnuttig? Und das Ganze abgeliefert an einem Rednerpult, welches mit folgendem Schild dekoriert gewesen ist: „SPD – Das ist unser Weg: Modern und gerecht“. Wenn wenigstens das Schild nicht gelogen gewesen wäre, dann hätte es so aussehen müssen: „SPD – Das ist unser Weg: Selbstgerecht vermodern„.

Was die Jusos aus der SPD einst machen werden, hätte mit dem, was sich Leute wie Brandt, Wehner, Bahr und Schmidt einst für ihre Partei gewünscht hätten, absolut nichts mehr zu tun. Das sind fanatisierte, hochdoktrinäre Infantilisten, die allenfalls noch von der Grünen Jugend übertroffen werden. Ein Horror, wenn man sich vorstellt, daß sich daraus einmal die regierende Klasse Deutschlands rekrutieren könnte.

Die SPD ist keine politische Partei mehr, sondern eine Sekte völlig abgehobener Sozialesoteriker, angeführt von einer Führerfigur, welche die Erlösung von der ewigen Schuld durch das Aufgehen der Nation in einem supranationalen Gebilde predigt wie ein Besessener, der keinerlei Gegenargumente mehr wahrzunehmen in der Lage ist. Die SPD kommt mir vor wie eine zu klein geratene NSDAP, die groteskerweise alles außer nazi sein will. Eine Ansammlung von despotischen Demokratieverächtern ist das geworden, gekennzeichnet durch eine impertinente Kompetenzanmassung dem Bürger gegenüber, eine Art Politbüro, steuergierig, selbstgerecht, verfressen, ohne realistische Perspektive, nur noch am gegenwärtigen Selbsterhalt interessiert.

Daß diese Partei sich erneut in Regierungsverhandlungen mit der Heimsuchung aus dem Bundeskanzleramt begibt, beweist, daß sie lediglich die nächsten vier Jahre noch zu überstehen gedenkt. Niemand in der SPD kann sich Illusionen darüber machen, was noch einmal vier Jahre GroKo für die SPD bedeuten: Die Marginalisierung der Partei bis zu den nächsten Bundestagswahlen. Damit würde sie dann denselben Weg gehen, wie so viele europäische Sozialdemokraten vorher. Genau das hatte mit dem Gang in die Opposition eigentlich verhindert werden sollen, wenn man den Verlautbarungen von SPD-Offiziellen im September zuhörte.

Der Zustand der SPD und die völlige Degeneration ihrer Funktionäre passen aber prächtig ins Gesamtbild der deutschen „Parteiendemokratie“ 2017. Gäbe es in diesem Land noch eine funktionierende Demokratie, hätte Merkel nach der Bundestagswahl nicht einen einzigen Koalitionspartner mehr ins Auge fassen können. Sogar die CSU hätte die Frage einer Fortsetzung der Union mit der CDU davon abhängig gemacht, daß Merkel samt ihrem Hofstaat von der Bühne verschwindet. Aber noch nicht einmal das war mehr möglich. Stattdessen wurde von jeder Partei – außer von „Die Linke“ und der AfD – mit der Möglichkeit geliebäugelt, sich auf Kosten der Untertanen am Hofe der falschen Königin die nächsten vier Jahre parasitär den Wanst vollzuschlagen. Gemeinsames Motto fast aller Parteien: Nach uns die Sintflut. Wir haben Volk und Land ohnehin schon verraten und verkauft. Wir sind von den Globalisten bereits so korrumpiert worden, daß effektiver Widerstand politisch suizidal wäre. Lasst uns also so weitermachen.

 

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