Polizeiakademie: Be­richt der Ber­li­ner Po­li­zei ist fer­tig

Bild jouwatch
Polizei Berlin (Symbolbild: jouwatch)

Berlin – Der interne Untersuchungsbericht zu den Vorwürfen rund um die Berliner Polizeiakademie ist nun fertig und offenbart wenig Neues. Eins scheint für die Verantwortlichen vollkommen außer Frage zu stehen: „Der hohe Anteil von Polizeischülern aus Zuwandererfamilien ist nicht die Ursache“.

„Dienstagnacht soll eine Gruppe von Auszubildenden der Berliner Polizeiakademie gegrölt und gegen Verteilerkästen getreten haben. Ein Zeuge wollte zunächst auch „Hitler“-Rufe gehört haben. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelte. Die alarmierten Beamten überprüften in diesem Zusammenhang sieben Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren und stellten ihre Identitäten fest. Es handelt sich dabei um Auszubildende an der Polizeiakademie“, so WeltOnline. So nur einer der jüngsten Vorwürfe gegen die Berliner Polizeiakademie, an der Polizisten für den mittleren Dienst ausgebildet werden.

Massives Fehlverhalten von Polizeischüler mit Migrationshintergrund

Seit einigen Wochen steht die Akademie in Blick der Öffentlichkeit, da Auszubildende mit Mirationshintergrund durch Lernverweigerung, und aggressiven Verhaltens aufgefallen seien. Sozialtugenden wie „Pünktlichkeit, Höflichkeit oder die Bereitschaft zur Anstrengung“  seien nur in einem geringem Maße vorhanden, so Aussagen von Ausbildern. Antisemitismus sei ebenso ein vertretenes Problem wie die Weitergabe von internen Daten an arabische Verbrecherclans oder die Manipulation von Prüfungsergebnissen.

Der Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Andreas Germershausen, zeigte sich vor rund einem Monat nicht etwa von den mutmaßlich vorherrschenden Zuständen erzürnt. Er beklagte vielmehr den angeblich rassistischen Ton in den vorgebrachten Beschwerden über Polizeischüler aus Zuwandererfamilien mit türkischem oder arabischem Hintergrund erzürnt und stellte klar: „Ich will keine weißen Sheriffs“ (jouwatch berichtete).

Alles gut! Polizeischülern aus Zuwandererfamilien sind nicht Ursache für das problematisches Verhalten

Am Montag nun soll der Bericht der Ber­li­ner Po­li­zei zu den benannten Pro­ble­men an der Po­li­zei­aka­de­mie vorgestellt werden. Dieser liegt seit Mittwoch Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) und seit Donnerstagmittag den Mitgliedern des Innenausschusses vor.

Die B.Z. berichtet vorab über die wichtigsten Passagen: Der hohe Anteil von Polizeischülern aus Zuwandererfamilien sei nicht Ursache für problematisches Verhalten heißt es darin. Wörtlich heißt es: „Die Anzahl der eingeleiteten Disziplinarverfahren im Verhältnis zur Anzahl der Auszubildenden und Studierenden weise seit 2015 keinen proportionalen Zuwachs auf.“ „Besondere Vorkommnisse“ an der Akademie, die im B.Z.-Artikel aufgelistet sind, werden im Polizeibericht als „Einzelfälle“ tituliert.

Die Polizeiführung habe mittlerweile eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Weiterentwicklung– Interne Revision – Aufgaben“ ins Leben gerufen. Am Mon­tag sei erneut eine An­hö­rung zu den „Schwie­rig­kei­ten“ an der Po­li­zei­schu­le ge­plant. Er­war­tet wer­den laut B.Z. Mit­ar­bei­ter der Schu­le, die Fra­gen der Ab­ge­ord­ne­ten be­ant­wor­ten sol­len. (SB)

 

 

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