Erdogan-Partei jetzt auch in Bayern

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Erdogan ergebenen Türkenpartei AD Demokraten gründet Landesverband in Bayern (Bild: Screenshot)

Bayern – Nun hat auch Bayern einen Landesverband der Erdogan-nahen Partei „Allianz Deutscher Demokraten“ – ehemals ADD nun AD Demokraten. Deren Angebot richtet sich hauptsächlich an türkischstämmige „Deutsche“.

Mitte des vergangenen Jahres wurde die „erste türkische Partei in Deutschland“ gegründet. Nach der Armenier-Resolution des Deutschen Bundestags hätten sich die Deutsch-Türken „verraten und verkauft, gedemütigt, ausgegrenzt und nicht mehr vertreten“ gefühlt, so der deutsch-türkische Unternehmer Remzi Aru, der nach besagter Resolution feststellte: „Ab heute ist keine deutsche Partei mehr für einen Menschen mit türkischen Wurzeln wählbar.

Bevor Deutschland vollständig vor die Hunde geht

Wir werden regelrecht gezwungen, eine eigene Partei zu gründen. Nicht nur für Türken, nicht nur für Muslime, aber für alle Menschen in Deutschland, in denen dieses Deutschland schlimmste Erinnerungen weckt.“ Bereits seit Jahren würden Türken systematisch als Sündenböcke aufgebaut und entmenschlicht, so der selbstherrliche Aru. Und um zu verhindern, dass Deutschland vollständig vor die Hunde geht, gründete der bekennende Erdogan-Fan 2016 die erste türkische Parte in Deutschland namens »Allianz deutscher Demokraten« kurz „ADD“.

Die AfD erwirkte jedoch im Januar 2017 eine einstweilige Verfügung gegen die Erdogan-hörige „ADD“. Die AfD setzte aufgrund der Verwechslungsgefahr gerichtlich durch, dass es der Kleinpartei ab sofort untersagt ist, mit dem Kürzel „ADD“ öffentlich zu werben, da das Namensrecht der AfD verletzt werde.

Deutschland den Türken 

Die nun unter dem Namen „AD Demokraten“ werbende Türkenpartei gründete –  wie der BR berichtete –  in Nürnberg seinen bayerischen Landesverband und macht sich startklar, in den kommenden bayerischen Landtagswahl für erzkonservative, islamische Werte zu werben.

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Wie jouwatch berichtete, wird im Grundsatzprogramm der  AKP-Ablegerpartei gefordert, in Schulen »Türkisch, Arabisch, Kurdisch, Albanisch, Armenisch oder Aramäisch« gleichberechtigt zu unterrichten. Des Weiteren wollen die Erdogan-Fans ein kommunales Wahlrecht für alle ausländischen Staatsbürger und staatenlose Menschen einzuführen und nach 10 Aufenthaltsjahren jedem Ausländer das Wahlrecht auf Landes- und Bundesebene zugestehen. Die Türkei soll die Vollmitgliedschaft in der EU erhalten und die Visapflicht für Türken müsse sofort entfallen. Bezüglich der Armenienresolution müsse sich Deutschland für eine internationale Historiker-Kommission einsetzen, anstatt mit „politisch motivierten Schuldzuweisungen“ in Parlamentsbeschlüssen zu agieren.

Und natürlich gehört der Islam zu Deutschland, denn: „Mittlerweile leben viele Menschen islamischen Glaubens in der dritten Generation von Zuwanderern in Deutschland und es wird unsere Aufgabe sein, diese Menschen nicht auszugrenzen. … Wir sind gegen eine direkt oder indirekt erzwungene Assimilierung.“ Diskriminierende Bestimmungen wie Kopftuchverbote müssen ebenfalls fallen, so ein weiterer Punkt aus dem  ADDemokraten-Forderungskatalog. Die angeblich für Deutschland agierende Türkenpartei bedient sich bei Pressekonferenzen der türkischen Sprache.

Deutsche Politik aktiv in Sinne Erdogans mitbestimmen

Bei so vielen türkischen Superlativen stellt sich die Frage, warum sich Parteichef Aru noch die Mühe macht und versucht, Deutschland durch Parteiarbeit vor dem totalen Untergang zu bewahren, anstatt die politischen Segnungen in seinem Heimatland zu genießen.

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Zielsetzung der im Juni 2016 gegründeten Partei dürfte – wie bei dem konservativ-sunnitischen muslimischen Arbeitskreis »Muslime in der Union« – kurz MIDU – darin bestehen, künftig die deutsche Politik aktiv in ihrem Sinne mitzubestimmen. Diese Islam-Initiative innerhalb der CDU gründete sich – unter  »Allahu akbar«-Rufen fast zeitgleich mit der ADDemokraten im vergangenen Juli.

Türke bleibt Türke

Passend zur Landesverbandsgründung der AD Demokraten die aktuelle Mainstreammeldung, dass überwältigende 52 Prozent der in Deutschland lebenden Türkischstämmigen hinter ihrem Präsidenten Erdgon stehen würden. Und dabei macht es laut dem Spiegel keinen Unterschied, ob die befragten Türkeistämmigen in erster, zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben.

Von den Befragten gaben zudem 83 Prozent an, dass sie mit der Türkei starke „Heimatgefühle“ verbinden würden. Und diese Verbundenheit spüren Türken dann noch, wenn sie in der dritten Generation in Deutschland leben. Beste Voraussetzungen also für die AD Demokraten – und die bisherige Partei der Muslime, der SPD. (SB)

 

 

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