Düsseldorfer Altstadt in Zukunft Waffenverbotszone?

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Gefährliches Pflaster - die Düsseldorfer Altstadt (Foto:Durch AMFotografie101/shutterstock)

Die Stadt Düsseldorf denkt darüber nach, die Altstadt zur Waffenverbotszone zu machen. Erst am Samstag ist ein 24-Jähriger bei einer Messerattacke durch eine Gruppe von fünf bis sechs „Männern“ so schwer verletzt worden, dass er immer noch in Lebensgefahr schwebt. Die Tat wurden durch Überwachungskameras aufgezeichnet, die Täter befinden sich weiterhin auf der Flucht.

In der Düsseldorfer Altstadt mehren sich die Angriffe mit Messern. In den letzten drei Monaten gab es bereits fünf Messerattacken.

„Man fragt sich, ob man hier nachts noch sicher ist“, so ein Mittdreißiger, der dort arbeitet.

Die Polizeiberichte aus NRW enthalten in den letzten Monaten fast täglich Meldungen über Messerattacken – besonders an den Wochenenden. Oft handelt es sich bei den Tätern um Jugendliche oder junge Erwachsene – häufig mit Migrationshintergrund.

Da die Messerangriffe nicht gesondert in der Kriminalstatistik erfasst werden, kann der Polizeisprecher keine genauen Zahlen zu der Entwicklung nennen: „Wir gehen aber davon aus, dass sich solche Angriffe häufiger ereignen als noch vor ein paar Jahren“, erklärt er gegenüber RP-online.

Darüber hinaus möchte der Düsseldorfer SPD-Bürgermeister Thomas Geisel auch den Alkoholverkauf an den Altstadt-Kiosken ab 22 Uhr verbieten.

Die Altstadt-Wirte reagieren auf die ansteigende Migranten-Gewalt auf ihre eigene Art. Altstadt-Gastronom Michael Naseband schließt in der Silvesternacht sein Lokal: „An diesem Tag dominieren ab Mitternacht Gruppen junger Männer mit Migrationshintergrund. Da kommen viele meiner Gäste erst gar nicht, deshalb werde ich in diesem Jahr an Silvester gar nicht öffnen“, erklärt Naseband.

Hamburg und Bremen haben bereits mit Waffenverbotsgebieten auf die Bedrohung in ihren Städten reagiert.

Besucher der Reeperbahn werden mit neongelben Schildern darauf hingewiesen, dass alle Arten von Waffen, wie Schreckschusswaffen, Stichwaffen und Messer aller Art, Reizstoffsprühgeräte ohne amtliches Prüfzeichen, Tierabwehrsprays, Elektroschockgeräte und Baseballschläger verboten sind. Bei Zuwiderhandlung drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro. (MS)

 

 

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