Trotz Gewalt & Häme: AfD hält Kurs!

Foto: Screenshot/Youtube
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Sehr zum Leidwesen der politischen Gegner und zur abermaligen Enttäuschung einer Medienmeute aus nimmermüden Volkserziehern hat die AfD auch auf ihrem 8. Bundesparteitag in Hannover ihren Weg fortgesetzt. Selbstverständlich konnten daran auch Linksextreme nichts ändern, die einmal mehr mit ihren gewalttätigen Aktionen ihre antidemokratische Gesinnung vor aller Welt dokumentierten. Da die AfD auch im Ausland große Beachtung findet, sind die Bilder von der versuchten Blockade und den tätlichen Angriffen auf Delegierte der Beweis, in welch erbärmlichen Zustand sich Deutschland befindet.

Von Wolfgang Hübner (PI NEWS)

Weniger Sorge muss man sich um den Zustand der AfD machen. Denn mit dem neuen Duo Jörg Meuthen und Alexander Gauland an der Spitze ist die Gewähr gegeben, die bestehenden parteiinternen Auseinandersetzungen zu dämpfen und unter Kontrolle zu halten. Dass es unterschiedliche Meinungen und Richtungen in der AfD gibt, ist nicht Ausdruck von Schwäche oder kann gar als „Chaos“ gebrandmarkt werden, sondern ist Zeichen von einer politischen Vitalität, die der Union und der SPD auf ihren langweilig inszenierten Parteitagen schon lange abhandengekommen ist.

Die Abstimmungsresultate sowohl für Jörg Meuthen als auch für den nach zwei zuvor gescheiterten Wahlgängen spontan kandidierenden Alexander Gauland waren zwar weit entfernt von den inzwischen völlig absurd wirkenden 100 Prozent für Martin Schulz oder den eher nordkoreanischen Ergebnissen von Angela Merkel. Doch dafür haben Meuthen und Gauland ehrliche Abstimmungen hinter sich, die nicht dazu angetan sind, dass beide Männer sich für absolut unentbehrlich halten. Mit Guido Reil aus Nordrhein-Westfalen ist ein Mann in den Bundesvorstand gewählt worden, der aufgrund seiner Verwurzelung in der Welt der sogenannten „kleinen Leute“ notwendigen Realitätssinn in das oberste Parteigremium mitbringt.

Parteiausschlussverfahren gegen Höcke sollte bald obsolet sein

Unter den anderen gewählten Mitgliedern des neuen Parteivorstands sind bekannte und weniger bekannte Personen, darunter Bundestagsabgeordnete wie Albrecht Glaser, Alice Weidel oder Beatrix von Storch. Damit gibt es eine dichte Verknüpfung der Berliner Fraktion mit der Partei, was eventuelle Konflikte zwischen beiden Seiten verhindern oder zu minimieren hilft. Ohnehin wird die Fraktion weit mehr im Blickpunkt stehen als der Vorstand. Trotzdem kommt gerade Meuthen, der ins EU-Parlament wechselt, die wichtige Aufgabe zu, die Partei vor einer Übermacht der Mandatsträger in Bund und Ländern zu schützen.

Auch in Hannover konnte das schädliche Parteiausschlussverfahren gegen den Thüringer Vorsitzenden Björn Höcke noch nicht mit der Entscheidung für dessen Verbleib in der AfD abgeschlossen werden. Das sollte nun allerdings möglichst bald geschehen. Denn dieses noch zu Zeiten von Frauke Petry angekurbelte Verfahren hat der AfD mehr geschadet als Höcke.

Frauke Petry wahre Verliererin des Parteitags in Hannover

Petry mag nun zwar gehässige Kommentare zu ihrem Lieblingsfeind geben und sich auch nicht scheuen, ihre ehemalige Partei in den Schmutz zu ziehen: Sie und ihre wenigen Anhänger sind ebenso die wahren Verlierer des Parteitags in Hannover wie diejenigen in den Medien und der Politik, die mal wieder vergebens darauf gehofft haben, dass sich die AfD heillos zerstreiten würde.

Künftige Konflikte zwischen der sozial-patriotischen und der wirtschaftsliberal-bürgerlichen Strömung in der Partei sind unter veränderten ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen zwar sehr wahrscheinlich. Aber so weit ist es noch nicht. Die drittstärkste deutsche Partei hat erst einmal gemeinsam Kurs für Land und Volk gehalten.

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