Die Welt zu Gast bei Freunden

Foto: Durch John Wollwerth/Shutterstock
Foto: Durch John Wollwerth/Shutterstock

 

 Die Welt zu Gast bei Freunden. Das war das Motto der Fußball-WM 2006. Seitdem hat sich die Erde 11x um die Sonne gedreht und auch sonst ist einiges passiert. Das letzte Großereignis von weltumspannender Bedeutung war der Besuch der Großen Führerin „ERIKA, die Letzte“ in Afrika. Einzig und allein um den Afrikaner und seinen Großfamilien das dem Steuerzahler abgepresste Geld in den Rachen zu werfen. Das viele Geld wird allerdings nicht viel nützen um den Afrikaner im Land zu halten, denn seit er gehört hat, daß es im Norden ein Land gibt, in welchem Milch und Honig fließen und vor allem Frauen und Mädchen in diesem Land nur darauf warten, endlich vom Afrikaner beglückt zu werden, halten ihn im eigenen Land weder Familie noch Geld.

Von Thomas Schlawig

Fluchtursachenbekämpfung“ war das Stichwort, das bei dem EU-Afrika-Gipfel in Abidjan ganz oben auf der Agenda stand. In der Spezifizierung dieses Generalthemas ging es dann um Krieg, Terror, Armut, Hunger, Arbeitslosigkeit, organisierte Schlepperbanden… Alles wichtige Aspekte, um die man sich kümmern muss, keine Frage. Die beiden Hauptursachen für das kontinuierliche Abgleiten des Schwarzen Kontinents in ein gigantisches Katastrophengebiet indes werden weiterhin konsequent verschwiegen – von den mehr als 80 Staats- und Regierungschefs, die zusammen mit Frau Merkel am Konferenztisch saßen, ebenso wie von unseren „Qualitätsmedien“: Korruption und Bevölkerungsexplosion.

Am Ende der Veranstaltung hat EU-Kommissionspräsident Junker stolz verkündet, die Europäer hätten sich auf einen Aktionsplan für Afrika in der Größenordnung von 44 Milliarden Euro verständigt, um einzelnen Staaten wirtschaftlich auf die Beine zu helfen, vor allem aber, um zu verhindern, dass weitere Migrationsströme über Libyen und das Mittelmeer nach Europa gelangen. Mit 44 Milliarden könnte man in der Tat schon einiges bewegen – allerdings nur, wenn das Geld auch dort ankommt, wo es hin gehört und zum Wohle der Bevölkerung eingesetzt wird. Das war in der Vergangenheit überwiegend nicht der Fall und das wird es auch in Zukunft nicht sein. So lange nicht, bis die Geberländer ein ebenso strenges wie transparentes Kontrollsystem etabliert haben, das verhindert, dass ein Großteil der Gelder in den Taschen der korrupten politischen Eliten verschwindet. Mehr als zwei Billionen (2.000 Mrd.) Dollar an Hilfsgeldern sind in den letzten 60 Jahren an afrikanische Staaten geflossen. Die positiven Effekte dieser Zuwendungen sind, vorsichtig ausgedrückt, sehr überschaubar.“

 ZWEI BILLIONEN Dollar sind in den vergangenen 60 Jahren nach Afrika geflossen. Ebenso hätte man auch zwei Billionen Wasserkannen mit Wasser in der Wüste ausgießen können. Ein Meer wäre deswegen trotzdem nicht entstanden.  „Fluchtursachenbekämpfung“ ginge dagegen sehr einfach, indem nämlich der Geldhahn hierzulande zugedreht wird, um nicht die „Armen“ der Welt dadurch anzulocken.

Liegt es nicht ganz einfach daran, daß Deutschland aufgrund seines Sozialsystems und seiner „Flüchtlings“-Rundum-Versorgung wie ein Magnet wirkt, eine soziale Hängematte, in welcher es sich ohne Arbeit ganz ausgezeichnet leben läßt? Im vergangenen Jahr sind die Sozialausgaben im Vergleich zu 2015 um 3,7% gestiegen und machen 29,3% vom Bruttoinlandsprodukt aus. Das hat natürlich rein gar nichts mit den in Deutschland eingefallenen „Flüchtlingen“ zu tun und der Deutsche Michel kommt gern für deren Versorgung auf. Wie immer, wenn er die Welt retten kann, weil man ihm ein schlechtes Gewissen und ihn für die Zustände in der Welt verantwortlich gemacht hat. Wir haben ja schließlich eine besondere Verantwortung gegenüber der gesamten Welt.  „Wenn wir weitermachen wie bisher, haben die Menschen in vielen Teilen Afrikas gar keine andere Chance, als sich zu uns auf den Weg zu machen“, sagte der CSU-Entwicklungshilfeminister Müller. Und weiter: „Wenn hier ein Apple-Handy für 800 Euro verkauft wird, muss sichergestellt sein, dass in den Coltan-Minen im Kongo anständige Löhne gezahlt werden und Umweltstandards gelten.“ Wenn hier ein Apple-Handy für 800 Euro verkauft wird, kann man doch sicher davon ausgehen, daß es in Afrika mindestens ebenso viel kostet und da stellt sich mir die Frage, wie finanziert das der arme „Flüchtling“? Abgesehen davon, daß diese Leute hier in Deutschland oftmals in jeder Hand ein Handy halten. Man sollte in Deutschland ganz einfach den Anreiz, sich auf die „Flucht“ zu begeben, abschaffen und den Geldhahn zudrehen, dann wird sich die Zahl der „Flüchtlinge“  von selbst regulieren.

Im übrigen ist die Situation wie im Irak und in Syrien vom Westen selbst herbeigeführt worden, indem man es für nötig erachtete, den Diktator Gaddafi zu beseitigen. Solange die Lage in Libyen stabil war, gab es keine „Fluchtbewegung“ in diesem Ausmaß. Nachdem sich die Prophezeiung von Gaddafi nun erfüllt hat, sehnt man sich nach einem neuen Diktator zurück, der als Torwächter für die EU in Nordafrika agieren soll. Das ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Das alles hat bereits im Jahr 2015 stattgefunden.

Da sich aber kein neuer Gaddafi aus dem Hut zaubern läßt, welcher als Torwächter fungiert um sich dann dafür von den neunmalklugen EU-„Politikern“ auch noch als Bösewicht beschimpfen zu lassen, hat man eine phantastische Idee. Man möchte nämlich (wieder einmal) auf Kosten des Steuerzahlers einen „Marschall-Plan“ ins Leben rufen, um die afrikanische Wirtschaft zu stärken und die „Flüchtlinge“ zu stoppen.

Seit 60 Jahren fließt Entwicklungshilfe nach Afrika. Deutschland hat seine Ausgaben für Entwicklungshilfe im Jahr 2015 um 26% !!! auf 16 Milliarden Euro gesteigert. Von einer Steigerung um 26%, egal wofür, kann man in Deutschland nur träumen. Aber wie bereits erwähnt, wenn der Deutsche Michel die Welt retten kann, ist ihm kein Opfer groß genug. Leider wird er nicht gefragt, ob er das überhaupt möchte.

Abgesehen davon, daß dieses Geld förmlich in der heißen Wüstenluft verdunstet und auf nimmer Wiedersehen irgendwo verschwindet, frage ich mich immer wieder, weshalb Entwicklungshilfe überhaupt nötig ist. Wer hat den Europäern, egal welcher Nation, in ihrer Entwicklung während des 18. Und 19. Jahrhunderts mit Entwicklungshilfe unter die Arme gegriffen? Niemand. Es kam aus eigenem Antrieb, weil man die Notwendigkeit erkannt hat, sich selbst zu helfen um die eigene Lage zu verbessern. Nun kommt man gern mit dem Argument, auch Europäer und gerade Deutsche sind im 19. Jahrhundert Auswanderer gewesen. Das stimmt wohl, aber zwischen „Flüchtlingen“ und Auswanderern besteht ein großer Unterschied. Als Flüchtlinge kann man getrost diejenigen bezeichnen, die am Ende des 2.Weltkrieges vor den Russen fliehen mußten. Sie waren in der Tat an Leib und Leben bedroht und Millionen mußten auch mit dem Leben bezahlen. Die „Flüchtlinge“ aus Afrika sind lediglich auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Auswanderer dahingegen gehen aus verschiedenen Gründen in andere Länder, aber gewiß nicht um sich dort von der einheimischen Bevölkerung aushalten zu lassen. Als klassisches Einwanderungsland lassen sich die USA anführen. Millionen Europäer aus Deutschland, Polen, Griechenland, Italien usw. sind nach Amerika ausgewandert und haben das Land zu dem gemacht was es heute ist. Wer das heute mit den „Flüchtlingen“ aus Afrika vergleicht, hat schlicht nicht alle Sinne beisammen.

Man muß nur Augen und Ohren offen halten, um zu sehen, wie Weiße heute z.B in Südafrika, Simbabwe, Kenia etc. regelrecht abgeschlachtet werden und wie sich afrikanische „Flüchtlinge“ in Europa aufführen. Nachdem man sich von den bösen Kolonialherren befreit hat, geht es in Afrika stetig und rasant bergab. Auch wenn man es nicht wahr haben will, die Kolonialzeit war die Blütezeit Afrikas. Davon zehren Länder wie Namibia und Kenia noch heute. Diese Tatsache haben selbst kluge Leute in Afrika erkannt. „Seien wir ehrlich: Wir schaffen es nicht. Wir sind darauf angewiesen, dass die Weißen zurückkommen.“

So gesehen war die Kolonialzeit schon frühe Entwicklungshilfe. Diese hat bis heute Spuren in Infrastruktur und Architektur  hinterlassen, hat den Ländern tatsächlich geholfen. Heute ist sie zum größten Teil Beihilfe zu Bürgerkrieg, Mord und Totschlag und ist daher abzulehnen. Um es ganz drastisch zu sagen, Afrika braucht eine straffe Hand, keine Geldverteilung mit der Gießkanne.

Das ist schon vor 10 Jahren erkannt worden:

James Shikwati gehört zu den wenigen Marktliberalen in Afrika. Der 36 Jahre alte Shikwati hat vor sechs Jahren in Nairobi das Institut „Inter Region Economic Network“, kurz Iren, gegründet. Mit der Denkfabrik wirbt der ehemalige Lehrer für eine freiheitliche Wirtschaftsordnung in Afrika. Ausländische Entwicklungshilfe lehnt Shikwati ab.

Der Begriff Entwicklungshilfe geht am Kern der Sache vorbei. Wer einem anderen hilft, will die Lage des anderen verbessern. Diejenigen, die sogenannte Entwicklungshilfe leisten, verfolgen aber ihre eigenen Interessen. Es geht um Arbeitsplätze für Entwicklungshelfer, und es geht um politischen Einfluss und um Rohstoffe. China ist ein gutes Beispiel. In Afrika stellt China Schecks aus wie kein anderes Land. Das ist der Grund, warum eine Reihe anderer Staaten afrikanische Länder nun geradezu anbetteln, Entwicklungshilfe anzunehmen. Es ist wie ein Wettbewerb zwischen den Geberstaaten, die ihren Einfluss bewahren wollen. Im Gegensatz zu den westlichen Staaten verdeckt China seine Interessen aber nicht mit schönen Worten wie Demokratie oder gute Regierungsführung. China sagt geradeheraus: Wir wollen euer Öl, hier ist das Geld. Chinas Direktheit hat geholfen, das ganze Fiasko der Entwicklungshilfe offenzulegen.

Damit ist alles erklärt und „Entwicklungshilfe“ zur „Fluchtursachenbekämpfung“ schlicht überflüssig, ja sogar schädlich.

„Wer seine Augen heute nicht gebraucht um zu sehen, wird sie morgen brauchen um zu weinen“ Jean Paul Sartre

 

 

 

 

 

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