Das große Schweigen: Sexueller Missbrauch in der Moschee

Symbolfoto: Durch Creativa Images/Shutterstock
(Symbolfoto: Durch Creativa Images/Shutterstock)

In deutschen Moscheen soll es zu sexuellen Übergriffen auf Kindern kommen. Doch die Opfer schweigen und zeigen den Missbrauch nicht an, berichtet der Mitteldeutsche Rundfunk.

So soll ein Sechsjähriger von seinem Koranlehrer vergewaltigt worden sein. Er vertraute sich Stunden später seiner Mutter an, weil die Verletzungen nicht zu verbergen gewesen sein sollen.

„Der Koranlehrer hat mich auf die Toilette mitgenommen, weil er dort Kekse und Saft für mich versteckt hatte“, erzählte er seiner Mutter. Auf der Toilette habe der Lehrer das Kind dann ausgezogen.

Der Koranlehrer habe dem Jungen gedroht, ihn und seine Familie zu töten, falls er etwas sage, so der MDR, der alle Polizeidienststellen größerer Städte nach ähnlichen Fällen anfragte. Ergebnis: In den letzten fünf Jahren wurden nur vier Fälle angezeigt.

Der muslimische Arzt Mimoun Azizi kennt das Problem nicht nur aus deutschen Moscheen. Auch sogenannte Flüchtlinge berichteten ihm immer wieder von systematischem sexuellen Missbrauch durch Imame in den Koranschulen ihrer Heimatländer.

„Es war immer in der Toilette der Moschee. Dort habe ich auch gesehen, wie die anderen Kinder vergewaltigt wurden. Ich bin dann in eine andere Koranschule gegangen, dort war es aber dasselbe. Ich hasse diese Schulen“, hätte ihm ein junger Mann aus Libyen erzählt. „Die Religion verhindert, dass die Leute darüber reden, weil der Imam heilig ist. Deshalb kann er machen, was er will“, so das Opfer.

Bisher gibt es für betroffene Muslime so gut wie keine Beratungsstellen und auch speziell geschulte Therapeuten würden fehlen, so der MDR. (MS)

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